Derzeit berichten verschiedene Medien von einem Hund, bei dem der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde.
Manche Medien berichten, dass ein Hund an dem neuartigen Coronavirus erkrankt sei.
Die ist jedoch nicht richtig, das Virus wurde nur an Schnauze und im Rachen des Hundes entdeckt.
Erkrankt ist der Hund jedoch nicht, es gibt auch noch keinerlei Beweis, dass Haustiere an SARS-CoV-2 erkranken können.
So berichten beispielsweise die Seite „Wunderweib“ und die „BILD“ in eher knappen Artikeln, dass der Hund eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde und nun ebenfalls in Quarantäne kam. Doch wenigstens die „BILD“ erwähnte einen wichtigen Punkt, auf den wir gleich noch eingehen werden: Es wurden Abstriche gemacht!

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Muss ich nun Angst um meinen Hund haben?
Gleich vorneweg: Gerade der Artikel von „Wunderweib“ soll eher Angst erzeugen, so wird dort geschrieben, dass nun die „Meinung“ der WHO widerlegt sei, dass Hunde und Katzen sich nicht anstecken können. Die WHO arbeitet allerdings nicht mit Meinungen, sondern mit aktuellen Fakten, und nach diesen gibt es immer noch keinen einzigen Beleg, dass sich Hunde infizieren können.
Aber die berichten doch, dass der Hund erkrankt sei!
Und da kommen wir zum nächsten Fehler des Artikels: Der Hund ist nämlich nicht erkrankt, er wurde nur positiv getestet, das ist ein großer Unterschied!
Warum soll das ein großer Unterschied sein?
Eine Erkrankung des Hundes würde bedeuten, dass er COVID-19 hat, der Name der durch den neuen Coronavirus ausgelöste Krankheit. Er hätte demzufolge auch entsprechende Krankheitssymptome.
Er wurde allerdings nur positiv getestet, und dabei gibt es nun ein wichtiges Detail: Es wurden Abstriche gemacht, dabei wurde der Hund „schwach positiv“ getestet.
Was bedeutet „schwach positiv“?
Die Abstriche wurden an Nasen- und Mundhöhle sowie im Rektum des Hundes vorgenommen. An der Schnauze und im Rachen wurden tatsächlich SARS-CoV-2 Viren festgestellt, nicht jedoch im Rektum.
Und nun die Preisfrage: Wie könnten wohl Viren in Schnauze und Rachen eines Hundes gekommen sein, der in einem Haushalt mit einem SARS-CoV-2 Infizierten wohnt? Richtig: Sie beschnüffeln und lecken alles, was irgendwie interessant ist!
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Warum trotzdem Vorsicht angesagt ist
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Hände waschen ist wichtig! Auch, nachdem man mit dem Hund geschmust hat, um zu verhindern, sich mit E.coli-Bakterien oder Salmonellen zu infizieren.
Es gibt bisher keinerlei Beweise, dass Hunde an SARS-CoV-2 erkranken, jedoch ist es hypothetisch möglich, dass ein Mensch sich ansteckt, wenn er mit einem Hund spielt, der einem Infizierten gehört. Wie gesagt: Hypothetisch!
Man muss aber derzeit keine Sorge haben, dass sich das eigene Haustier wirklich ansteckt, denn der schwach positive Test ist kein wirklicher Beweis, dass der Virus mal fix zwischen Mensch und Tier hin- und herspringt und Haustiere erkranken lässt.
Artikelbild: Shutterstock / Von AnEduard
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