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Adressen, Bankverbindungen, Handynummern von mehr als 700.000 Kunden – frei im Netz zugänglich, jahrelang. Betroffen sind Menschen, die auf den Plattformen wie Otto, Kaufland, Mediamarkt und anderen eingekauft haben.
Bereits vor Monaten wurde die Sicherheitslücke bei einem Schnittstellen-Dienstleister entdeckt, über den die Marktplatzhändler mit den Plattformen verbunden sind. Die betroffenen Kunden wurden bis heute nicht informiert. Weder die Händler, noch der Plattformbetreiber sehen sich dafür zuständig. Für den Datenschutzexperten Dr. Thilo Weichert ein Skandal.
Und E-Commerce-Experten warnen: Weil deutsche Online-Plattformen ihr Datenschnittstellen kaum kontrollieren, sind ihre Marktplätze anfälliger für den Datenklau. PLUSMINUS über eine Sicherheitslücke auf deutschen Onlineplattformen, die den meisten Kunden kaum bekannt ist.
Hier könnt ihr checken, ob ihr betroffen seid: www.leckchecker.wortfilter.de
Das sollten Sie tun, wenn Sie betroffen sind
Der Landesdatenschutzbauftragte von Baden-Württemberg, Stefan Brink, rät allen Betroffenen, ihr Bankkonto im Auge zu haben und auf verdächtige Abbuchungen zu prüfen. Darüber hinaus gelte die übliche Vorsicht bei Phishing-E-Mails, also wenn angeblich der Online-Shop den Kunden anschreibt. Hier sollte man nicht auf Links im Mailtext klicken und die Mail löschen.
Zusätzlich empfiehlt der Datenschutzexperte und frühere Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, in zuverlässigen Datenbanken nachzusehen, ob die eigenen Daten bereits missbraucht wurden. Beim Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts und der Webseite Have I Been Pwned? lässt sich überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer in einem Datenleck entdeckt wurden.
Filmautor: Julian Gräfe
Bild- und Videoquelle: SWR
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