Als Ursache nennt die Wissenschaftlerin die Art der Darstellung von Alkohol und anderen Drogen in den Medien. Gesundheitsorganisationen sollten laut neuer Studie der University of Queensland (HIER) gegensteuern

Positive Darstellungen gefährlich

„Wir haben uns fast 16 Mio. Beiträge auf Twitter, YouTube, Instagram, Pinterest, TikTok und Weibo angesehen und festgestellt, dass Drogen- und Alkoholkonsum überwiegend positiv dargestellt werden“.

Brienna Rutherford, Doktorandin Universität Queensland

Das sei besorgniserregend, da Jugendliche und junge Erwachsene die verletzlichsten und stärksten Nutzer von sozialen Medien seien.

„Und sie verbringen durchschnittlich acht Stunden pro Tag online.“

Brienna Rutherford, Doktorandin Universität Queensland

Die Folgen seien gravierend, denn Alkohol- und Drogenkonsum seien Hauptverursacher von Krankheiten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Regeln gefordert

„Für Social-Media-Plattformen müssen strengere Regeln geschaffen werden, um sicherzustellen, dass Minderjährige nicht mit potenziell schädlichen Inhalten interagieren oder ihnen ausgesetzt sind. Social Media sind ein unglaublich mächtiges Werkzeug für Veränderungen und könnten, wenn sie richtig genutzt werden, ein massiver Vorteil zur Förderung der öffentlichen Gesundheit sein“

Brienna Rutherford, Doktorandin Universität Queensland

Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens könnten so Jugendliche über die mit dem Konsum von Drogen, Alkohol und Nikotin verbundenen Risiken aufklären. Nur etwa 21 Prozent der in die Stichprobe einbezogenen Beiträge stammten von Organisationen des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens, die Informationen über die schädlichen Auswirkungen präsentierten.

Gegenmaßnahmen leicht umgehbar

Derzeit gebe es in Australien zwar Altersbeschränkungen für grafische Inhalte, die sexuelle Themen oder risikoreiche Verhaltensweisen beinhalten, aber der Drogenkonsum sei online relativ unreguliert. Viele Plattformen hätten einen pauschalen Ansatz gewählt, um zugehörige Hashtags zu verbieten oder einzuschränken, aber sie könnten von öffentlich zugänglichen Internetsuchmaschinen leicht gefunden werden.

Quelle: Pressetext

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