Die Behauptung
Behauptet wird, Donald Trump habe auf Truth Social ein Akrostichon gepostet, das die Botschaft „JD KILL POPE” enthält – und damit drei Tage vor dem Tod von Papst Franziskus eine finstere Anspielung gemacht.
Falsch
Falsch! Der angebliche Beitrag existiert weder auf Trumps echtem Truth-Social-Account noch auf den Archivseiten seiner öffentlichen Postings. Die verbreitete Grafik ist eine plumpe Fälschung.
Kurze Faktenübersicht:
- Der angebliche Truth-Social-Post wurde nie veröffentlicht.
- Der Screenshot stammt von einem Fake-Account auf X.
- Kein Archiv oder Nachrichtenportal verzeichnet ein solches Zitat.
- Die Fälschung wurde bewusst zur Täuschung erstellt und verbreitet.
Eine Fälschung mit tödlicher Botschaft: Was steckt dahinter?
Seit dem 23. April 2025 kursiert auf X ein Screenshot, der einen angeblichen Truth-Social-Post von Donald Trump zeigen soll. Bei genauerem Hinsehen soll der Beitrag eine gruselige Botschaft enthalten: „JD KILL POPE”, ein angeblich geheimer Mordbefehl an JD Vance.
Der Text im Wortlaut:
JUST LIKE THEY ALL PREDICTED, I DON’T INTEND TO PRODUCE ANY NEW TAXES LIKE THE DECPTIVE BIDEN AND HIS !!! LACKIES !!! ANY EVEN-HANDED AND FAIR REPORTER WILL CONFIRM THIS!! MAGA AND THANK YOU!!
Das Problem? Dieser Beitrag ist nie auf Trumps echtem Account erschienen. Weder der Originalbeitrag noch eine archivierte Version davon existieren. Der Screenshot stammt von einem User namens @UncleSamsNaughtyFella – ein Name, der kaum Seriosität ausstrahlt.
So verbreiten sich Falschnachrichten in Rekordzeit
Die Strategie ist altbekannt: Man nehme ein politisches Ereignis – in diesem Fall den Tod von Papst Franziskus – und konstruiere eine verschwörerische „Vorwarnung” durch prominente Figuren. Die Nutzer:innen werden durch den dramatischen Kontext emotionalisiert, sodass die absurde Botschaft plötzlich „denkbar” erscheint.
Besonders auffällig ist, dass der Fake-Screenshot so gestaltet wurde, dass er angeblich von dem X-Account @TrumpDailyPosts stammt. Dieser spiegelt die echten Truth-Social-Postings Trumps. Eine kluge Wahl, denn so erscheint die Fälschung auf den ersten Blick glaubwürdig.
Wer profitiert von dieser Lüge?
Falschmeldungen wie diese schüren Misstrauen und Empörung und sind somit perfekte Werkzeuge für Trollfabriken und politische Gegner. Indem eine Verbindung zwischen Trump, JD Vance und dem Tod des Papstes suggeriert wird, entsteht ein bizarres Narrativ: Trump als Schattenspieler dunkler Verschwörungen.
Hier zeigt sich die perfide Logik vieler Desinformationskampagnen: Je absurder und schockierender eine Behauptung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich viral verbreitet.
Eindeutige Beweise entlarven die Fälschung
Eine umfassende Recherche auf Trumps offizieller Truth-Social-Archivseite zeigt: Kein einziger Beitrag aus dem April 2025 enthält die Formulierung „JUST LIKE THEY ALL PREDICTED”, auf die sich der angebliche Akrostichon-Post stützt. Auch in Google News finden sich keine Medienberichte über einen solchen Beitrag.
Selbst der X-Account @TrumpDailyPosts, der normalerweise Trumps Beiträge spiegelt, hat keinen derartigen Eintrag – ein klarer Beweis, dass hier manipuliert wurde.
Die Spur führt somit eindeutig zu einer bewussten Täuschung und nicht zu einer Enthüllung.
Fazit zum Thema
Die Behauptung, Trump habe in einem Truth-Social-Post einen versteckten Mordbefehl kodiert, ist frei erfunden. Der Screenshot ist eine plumpe Fälschung ohne jegliche Grundlage in der Realität.
Nutzern ist zu raten, immer skeptisch zu bleiben und die Herkunft angeblicher „Beweise” genau zu prüfen – gerade, wenn diese zu spektakulär erscheinen, um wahr zu sein.
Quelle: Lead Stories
Lesen Sie auch: Digitaler Euro: Der neue Überwachungsstaat?
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
