Die Behauptung
Eine angeblich geleakte E-Mail aus den sogenannten „Epstein-Files“ beweise, dass der Start des Dritten Weltkriegs (WW3) für den 8. Februar 2026 geplant gewesen sei.
Aufgestellt von: Soziale Medien
Faktencheck: Falsch
Die gezeigte E-Mail existiert in den öffentlich zugänglichen Epstein-Unterlagen des US-Justizministeriums nicht. Das Bild basiert offenbar auf einer manipulierten Abwandlung eines realen, aber inhaltlich völlig anderen Dokuments.
Kurz erklärt
Das US-Justizministerium hat zahlreiche Epstein-Dokumente veröffentlicht. Die angebliche E-Mail zu WW3 / 3. Weltkrieg taucht darin jedoch nirgends auf.
Zwar existiert eine echte E-Mail mit ähnlichen Kennnummern, doch deren Inhalt hat nichts mit Krieg oder einem Datum 2026 zu tun. Das virale Bild verdreht reale Dokumente zu einer spektakulären Falschbehauptung.
Analyse
Was überprüft wurde
Der Beitrag kursierte Anfang Februar 2026 vor allem auf X. Er zeigte einen Screenshot einer angeblichen E-Mail an Jeffrey Epstein, in der von „WW3“ und einer Planung für den 8. Februar 2026 die Rede ist.
Abgleich mit offiziellen Quellen
Der Faktencheck von Lead Stories durchsuchte die öffentlich zugängliche Epstein-Datenbank des US-Justizministeriums (Department of Justice, DoJ). Weder die Begriffe „WW3“, noch das genannte Datum oder die angeblichen Absender tauchen dort in relevantem Zusammenhang auf.
Die echte E-Mail, und der entscheidende Unterschied
Tatsächlich existiert in den Epstein-Files eine echte E-Mail mit identischen Archivnummern. Diese stammt jedoch aus einem ganz anderen Zeitraum und behandelt andere Inhalte. Hinweise auf einen Weltkrieg oder ein zukünftiges Datum fehlen vollständig.
Zusätzliche Überprüfung per KI-Suche
Zur Absicherung nutzte Lead Stories zusätzlich die KI-gestützte Suchplattform Sourcebase.ai, die ebenfalls keinen Treffer zur angeblichen WW3-E-Mail lieferte.
Sprache und Darstellung
Die Formulierungen im Screenshot wirken reißerisch und sind typisch für Verschwörungsnarrative: kurze Schlagworte, dramatische Datumsangaben und der Bezug auf bekannte Skandale wie Epstein – ohne belastbare Quellen.
Mögliche Absicht
Solche Inhalte zielen darauf ab, Angst und Misstrauen zu schüren. Durch die Kombination realer Dokumente mit erfundenen Passagen entsteht der Eindruck eines „geheimen Wissens“, das angeblich vertuscht werde.
Wirkung & Mechanismus
Die Behauptung wirkt plausibel, weil sie an reale Veröffentlichungen rund um Jeffrey Epstein anknüpft. Viele wissen, dass es echte Dokumente gibt – und übersehen dabei, dass einzelne Screenshots leicht manipuliert oder aus dem Kontext gerissen werden können.
Fazit
Die angebliche WW3-E-Mail ist eine Fälschung und kein Beweis für geheime Kriegspläne.
Faktenbarometer
Falsch. Es gibt kein solches Dokument in den Epstein-Files; die Behauptung beruht auf einer manipulierten Darstellung realer Unterlagen.
Quellen
Lesen Sie auch: Fake Screenshot: Keine Epstein‑E-Mail über angebliche Trump‑Aussage zu „black girls“
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
