Fake Screenshot: Keine Epstein‑E-Mail über angebliche Trump‑Aussage zu „black girls“

Ein virales Bild soll belegen, dass Akten des US‑Justizministeriums eine rassistische Aussage Donald Trumps enthalten, doch dafür gibt es keine Belege.

Die Behauptung

In sozialen Netzwerken wird behauptet, neu veröffentlichte Akten des US‑Justizministeriums (DoJ) zu Jeffrey Epstein enthielten eine E‑Mail, in der Epstein schreibt, Donald Trump habe schwarze Frauen abwertend als „boogers“ bezeichnet.

Aufgestellt von: Soziale Medien

Faktencheck: Falsch

In den öffentlich zugänglichen DoJ‑Akten findet sich keine solche E‑Mail. Der verbreitete Screenshot weist zudem technische Ungereimtheiten auf und gilt als nicht authentisch.

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Kurz erklärt

Das angebliche E‑Mail‑Zitat über Trump taucht in keiner offiziellen Epstein‑Datei auf. Recherchen im Online‑Archiv des US‑Justizministeriums liefern keinen Treffer. Außerdem enthält der Screenshot Hinweise auf eine Internet‑Domain, die erst nach Epsteins Tod registriert wurde. All das spricht klar gegen die Echtheit.

Screenshot der angeblichen E-Mail über Trumps Einstellung zu "black girls"
Screenshot der angeblichen E-Mail über Trumps Einstellung zu „black girls“

Analyse

Was stimmt und was nicht?

Der Vorwurf basiert ausschließlich auf einem Screenshot, der auf der Plattform X verbreitet wurde. Ein entsprechendes Originaldokument existiert in den DoJ‑Unterlagen nicht. Mehrere Suchläufe im offiziellen Epstein‑Archiv des US‑Justizministeriums blieben ohne Ergebnis.

Überprüfung der Quellen

Das Faktencheck‑Portal Lead Stories durchsuchte die komplette öffentlich zugängliche Epstein‑Dokumentensammlung des DoJ nach relevanten Schlüsselwörtern – ohne Treffer. Ein einziges Dokument mit dem Wort „boogers“ existiert zwar, stammt jedoch nicht von Epstein und enthält keinerlei Bezug zu Donald Trump oder zu schwarzen Frauen.

Technische Auffälligkeiten

Der Screenshot zeigt eine angebliche Absenderadresse mit Bezug zur Domain „jeevacation.com“. Laut öffentlich einsehbaren WHOIS‑Daten wurde diese Domain jedoch erst am 30. Dezember 2019 registriert – mehr als vier Monate nach Epsteins Tod im August 2019. Eine echte E‑Mail Epsteins kann diese Domain daher nicht enthalten haben.

Kontext der entfernten Akten

Zwar entfernte das US‑Justizministerium zeitweise tausende Seiten aus dem Epstein‑Archiv, um sensible Informationen über Opfer zu schützen. Laut Lead Stories gibt es jedoch keinerlei Hinweis darauf, dass der virale Screenshot zu diesen nachträglich bearbeiteten oder entfernten Dokumenten gehörte.

Wirkung & Mechanismus

Der Screenshot wirkt auf viele Menschen glaubwürdig, weil er echtes Behörden‑Design imitiert und reale Personen mit bekannten Skandalen verknüpft. Emotional aufgeladene Begriffe wie Rassismus verstärken die Empörung – und senken gleichzeitig die Bereitschaft, die Quelle kritisch zu prüfen.

Fazit

Die angebliche Epstein‑E‑Mail ist eine Fälschung und kein Bestandteil offizieller US‑Justizakten.

Faktenbarometer

Falsch. Die Behauptung stützt sich auf einen nicht authentischen Screenshot und widerspricht überprüfbaren Archiv‑ und Domain‑Daten.

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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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