700 Polizeibeamte +++ 170 Tatverdächtige +++ 175 durchsuchte Wohnungen +++ in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Kanada +++ Schadsoftware +++ Hackertools +++ Erpressung +++ Haftbefehl gegen den Hauptbeschuldigten +++ Betäubungsmittel im Kilobereich +++ Waffen…
Mit 700 Polizisten rückten Ermittler zu 175 Hausdurchsuchungen aus. Die Verdächtigen sollen u.a. Malware als Dienstleistung angeboten haben.
Internationale Durchsuchungen und Festnahmen gegen weltweit agierende Hacker sowie eine Vielzahl von Internetkriminellen!
-Symbolbild-
Die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Polizeipräsidium Koblenz führen einen umfangreichen Ermittlungskomplex gegen international agierende Hacker, die für andere Internetkriminelle sogenannte Hackertools bereitstellten.
Zu den angebotenen Dienstleistungen gehörte unter anderem eine spezielle Software, die der Tarnung fremder Schadsoftware (bspw. Viren, Trojaner) diente, um diese für Antivirenprogramme unsichtbar zu machen.
Die Einsatzpalette der Schadsoftware reichte vom Ausspionieren von Daten (insbesondere Passwörter und Bankdaten) über die Begehung von Betrugsdelikten bis hin zu Erpressungen. Dem Zugriff auf private und sensible Daten einer Vielzahl ahnungsloser Bürgerinnen und Bürgern war Tür und Tor geöffnet.
170 Tatverdächtigte in allen 16 Bundesländer
In einer bundesweit abgestimmten Einsatzmaßnahme wurden am frühen Morgen des 05.04.2016 zeitgleich ein Haftbefehl gegen den 22-jährigen Hauptbeschuldigten aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz vollstreckt sowie bei 170 Tatverdächtigen 175 Wohnungen und Firmenräume in allen 16 Bundesländer durchsucht.
Parallel hierzu erfolgten weitere Durchsuchungen und Datensicherungen im Ausland, unter anderem in den Niederlanden, Frankreich und Kanada.
Nach einer ersten Auswertung konnten über 300 Computer und Datenträger sichergestellt werden. Bei einem Beschuldigten fanden sich zudem Betäubungsmittel im Kilobereich sowie Waffen. Auch gegen diesen Beschuldigten wurde die Untersuchungshaft angeordnet.
Unter der Sachleitung der LZC wurden die sehr umfangreichen und äußerst aufwendigen Ermittlungen durch die Kriminalinspektion Mayen des Polizeipräsidiums Koblenz geführt.
Das Dezernat Cybercrime des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz koordinierte gemeinsam mit seinen Partnerdienststellen der polizeilichen Zentralstellen der Länder (Landeskriminalämter bzw. Landespolizeipräsidien) sowie des Bundeskriminalamtes die bundesweiten sowie internationalen Maßnahmen.
Insgesamt waren 3 Staatsanwälte und annähernd 700 Polizeibeamte im In- und Ausland eingesetzt.
Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz sowie das Polizeipräsidium Koblenz bedanken sich bei den befassten Polizeidienststellen der Länder und den internationalen Partnern für die hervorragende Zusammenarbeit.
Der 22-jährige Hauptbeschuldigte wurde am 05.04.2015 beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt und in Haft genommen.
Das Durchschnittsalter der 170 tatverdächtigen Personen liegt bei rund 23 Jahren
Die 175 Durchsuchungsobjekte in Deutschland verteilen sich auf alle 16 Bundesländer, im Einzelnen:
- 3 Brandenburg
- 10 Berlin
- 4 Bremen
- 22 Baden-Württemberg
- 26 Bayern
- 3 Saarland
- 14 Hessen
- 3 Hamburg
- 1 Mecklenburg-Vorpommern
- 21 Niedersachsen
- 48 Nordrhein-Westfalen
- 6 Rheinland-Pfalz
- 6 Schleswig-Holstein
- 5 Sachsen
- 1 Sachsen-Anhalt
- 2 Thüringen
Daneben wurden 2 Durchsuchungsbeschlüsse in den Niederlanden vollstreckt sowie Datensicherungen in Frankreich und Kanada vorgenommen .
Nach Auswertung von rund knapp dreiviertel der Rückmeldungen zu den Durchsuchungsmaßnahmen aus den einzelnen Bundesländern konnten insgesamt 201 PCs und Laptops, 84 Smartphones, 130 externe Festplatten sowie zahlreiche weitere externe Speichermedien wie bspw. USB-Sticks, Speicherkarten und DVDs/CDs sichergestellt werden
Darüber hinaus wurden in mindestens 8 Fällen weitere Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie in mindestens 3 Fällen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet
Quelle: Polizeipräsidium Koblenz und Presseprotal.de
Artikel- Vorschaubild: mattomedia / Shutterstock.com
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