Vorsicht: Erpressermails nach dem Motto „Ich versuchs mal“ sind noch immer im Umlauf!
Diesem Nutzer war sofort klar, dass es sich um eine leere Drohung handelt, als er diese Mail in seinem Postfach vorfand:

Ich gebe Ihnen die letzten 72 Stunden, um die Zahlung zu tätigen, bevor ich allen Ihren Freunden ein Video mit Ihrer Masturbation schicke.
Als Sie das letzte Mal eine pornografische Website mit Jugendlichen besucht haben, haben Sie von mir entwickelte Software heruntergeladen und installiert.
Mein Programm hat Ihre Kamera eingeschaltet und den Vorgang Ihrer Masturbation aufgezeichnet. Meine Software hat auch alle Ihre E-Mail-Kontaktlisten und eine Liste Ihrer Freunde auf Facebook heruntergeladen.
Ich habe sowohl die pjurtmiw.mpg mit Ihrer Masturbation als auch eine Datei mit all Ihren Kontakten auf meiner Festplatte.
Du bist sehr pervers!Wenn Sie möchten, dass ich beide Dateien lösche und das Geheimnis bewahre, müssen Sie mir eine Bitcoin-Zahlung senden. Ich gebe dir die letzten 72 Stunden.
Wenn Sie nicht wissen, wie Bitcoins gesendet werden sollen, besuchen Sie Google.Senden Sie sofort 1000 EUR an diese Bitcoin-Adresse: …
Dies zeigt jedoch auch, dass die Erpresser die Wahl ihrer Opfer willkürlich trifft und mit großer Sicherheit nicht im Besitz von Videomaterial des Nutzers sind.
Viele lassen sich dennoch unter Druck setzen und denken daran, den Betrüger lieber zu bezahlen.
Ähnliche E-Mails tauchten bereits im letzten Jahr auf. Die Polizei warnte ebenfalls vor dieser Masche.
Bitcoins stehen nach wie vor hoch im Kurs – vor allem bei Cyberkriminellen. Meist werden solche E-Mails wahllos an verschiedene Personen verschickt (mit persönlicher Anrede, aber auch ohne) – wie in diesem Fall. Ein Beweis für die Existenz des Filmmaterials wird nicht geliefert. So kann nicht eindeutig bewiesen werden, ob die Erpresser wirklich im Besitz von Videomaterial der Opfer sind oder nicht.
Bis jetzt gibt es nur einen ähnlichen Fall, in dem ein Nutzer auch wirklich erpresst wurde.
Eine Infizierung mit Schadsoftware kann man allerdings nie ausschließen. Beim Besuch von unseriösen Seiten kann es immer passieren, dass man sich Malware einfängt. Ein guter Virenschutz kann hier helfen.
Sollte ich den Erpresser bezahlen?
Es ist davon abzuraten, den Erpresser sofort zu bezahlen. Abgesehen davon, dass man sich auf das Wort eines Kriminellen nicht verlassen sollte, qualifiziert sich jeder Nutzer, der einer solchen Forderung nachgibt, als potentielles “Daueropfer”. Sinnvoller ist es, derartige E-Mails und andere Erpressungsversuche umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle oder online zu melden.
Das LKA Niedersachen hat auch einige Links veröffentlicht, unter denen man selbst checken kann, ob die eigene Mailadresse in geleakten Datenbanken auftaucht:
Doch Vorsicht: Die Seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch werden geleakte Datenbanken oftmals erst Monate oder sogar Jahre später bekannt. Man kann sich daher leider nicht komplett in Sicherheit wiegen, wenn die eigene Mailadresse nicht in den Datenbanken auftaucht.
Ergebnis:
In den meisten Fällen handelt es sich bei solchen E-Mails um reine Betrugsversuche, und der Erpresser befindet sich nicht im Besitz pikanten Videomaterials seines Opfers.
Leider kann man diese Möglichkeit aber nie komplett ausschließen. Darum ist es sinnvoll, die Erpressung auf jeden Fall der Polizei zu melden!
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

