Facebook: „Bitte lade ein Foto von dir hoch, das dein Gesicht klar erkennbar zeigt

Erfahre, ob Facebook tatsächlich ein Selfie für die Freischaltung gesperrter Konten verlangt. Mimikama klärt die Hintergründe und gibt wichtige Tipps dazu

📖Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.

Verlangt Facebook wirklich ein Selfie, um ein gesperrtes Konto freischalten zu lassen? Stimmt das? Was sind die Hintergründe und was müssen User jetzt wissen?  

Nachdem es Facebook in der Vergangenheit nie gelungen war, seine User zum Upload eines authentischen Fotos zu zwingen, scheint dieser Vorstoß auf den ersten Blick ein weiterer, aggressiver Versuch des Netzwerks zu sein, seine Nutzerprofile mit echten und damit ungleich wertvolleren, weil abgleichbaren Fotos zu vervollständigen. Wir haben bereits im März 2018 schon einmal darüber berichtet. Nun bekommen wir seit ein paar Tagen immer öfter die Info, dass Facebook-Konten aus unerklärlichen Gründen sperrt. Um diese Sperre wieder aufheben zu können, muss das betroffen Profil ein Foto hochladen. Der Betroffene bekommt folgende Information angezeigt:

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen
Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

Der Inhalt im Wortlaut:

Lade ein Foto von dir hoch
Wenn du erneut Zugriff auf Facebook erhalten möchtest, lade bitte ein Foto hoch, auf dem dein Gesicht klar erkennbar ist. Stelle außerdem sicher, dass es gut belichtet und nicht verschwommen ist. Auf dem Foto solltest nur du zu sehen sein. Wir verwenden dieses Foto, um zu überprüfen, ob dieses Konto dir gehört. Nach der Überprüfung löschen wir das Foto und es wird niemals in deinem Profil erscheinen.

Warum verlangt Facebook dies?

Diese Methode kommt automatisch dann zum Tragen, wenn Nutzer auf nicht Vertrauen erweckende Weise Profile erstellen, Freundschaftsanfragen versenden und / oder Werbeanzeigen erwerben. Dabei wird es sich vermutlich um die charakteristischen Verhaltensweisen von Bot- und Fake-Accounts handeln, die unter anderem benutzt werden, um Propaganda zu streuen.

Facebook möchte mit dieser Methode herausfinden, ob hinter dem Profil tatsächlich ein Mensch steckt – und nicht etwa ein Bot, also ein Computerprogramm. Nach eigenen Angaben von Facebook läuft die dahinterliegende Gesichtserkennung voll automatisiert ab. Anschließend werde das Foto dauerhaft von den Servern gelöscht. Zudem prüft Facebook, ob das hochgeladenen Foto wirklich einzigartig ist und z.B. nicht noch etliche Mal im Internet auftaucht. Durch diesen Check soll eine Manipulationen verhindert werden.

Der gesperrte Facebook–Account bleibt solange gesperrt, bis das Konto des Bewerbers hinreichend überprüft und bestätigt wurde. Diese, an alte Discozeiten erinnernde Gesichtskontrolle am Einlass, ist augenscheinlich auch nur eine von mehreren Methoden zur Identitätsüberprüfung von Nutzern. Der Konzern versucht seit geraumer Zeit auf mannigfaltige Weise eventuellem Missbrauch des sozialen Netzwerkes vorzubeugen


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