Ein Screenshot eines gefälschten Artikels kursiert auf WhatsApp, doch die Quelle ist noch unseriöser: Nein, es gab keine Katastrophe im Europa-Park!

Alleine der auf WhatsApp kursierende Screenshot zeigt bereits an einem Detail, dass an der Meldung etwas nicht stimmt, und tatsächlich wird diese auch auf Facebook verbreitet und lockt neugierige Nutzer in eine Facebook-Phishingfalle.

Um diesen Screenshot handelt es sich:

Ein gefälschter ZDF-Artikel
Ein gefälschter ZDF-Artikel

Wir haben es bereits im obigen Screenshot markiert: Bereits an der URL erkennt man, dass dieser Artikel nicht auf der offiziellen Seite des ZDF steht.

Die Phishing-Falle

Der Verbreiter des Screenshots hat womöglich einen Link auf Facebook angeklickt, denn dort verbreitet sich diese Meldung:

Der gefälschte ZDF-Artikel auf Facebook
Der gefälschte ZDF-Artikel auf Facebook

In dem kurzen Artikel wird behauptet, es gäbe auch ein Video von dem Vorfall:

Ein angebliches Video
Ein angebliches Video

Doch wenn man es anklickt, bekommt man den Hinweis, dass man sich dafür erst einmal auf Facebook einloggen müsse, da das Video ab 18 Jahre ist – was ohnehin schon unlogisch ist, da man auch unter 18 einen Facebook-Account haben kann.

Das Alter über Facebook verifizieren? Unsinn!
Das Alter über Facebook verifizieren? Unsinn!

Nach einem Klick auf „Anmelden“ gerät man auf eine gefälschte Facebook-Loginseite.

Loggt man sich also ein, um das vermeintliche Video sehen zu können, bekommen die kriminellen Ersteller der Seite die Login-Daten des Nutzers und können sich auf dem Account nach Herzenslust austoben – indem sie beispielsweise dort auch diesen Link verbreiten.

Und der Nutzer? Ist dann total enttäuscht, dass es doch kein Video zu sehen gibt und behauptet wahrscheinlich kurze Zeit später, dass der Account „gehackt“ worden ist – obwohl die eigene Neugier ihn dazu trieb, Kriminellen den Account quasi auf einem Goldtablett zu servieren.

Tipps:

Bei sensationsheischenden Meldungen immer bestimmte Schlagworte (z.B. Achterbahn Katastrophe Europa-Park) in eine Suchmaschine (z.B. Google) eingeben, um zu schauen, ob andere Medien auch davon berichten – denn wenn dem nicht der Fall ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um einen Fake handelt.

Bei Login-Eingaben, egal ob Facebook oder beispielsweise einer Bank, die euch verdächtig vorkommen, immer Fantasie-Logindaten verwenden (zum Beispiel Login: sertg5reth@rth5rth.com, Passwort: estgrdtdrtzh) – Wenn das Login erstaunlicherweise funktioniert (manchmal 2x probieren), könnt ihr sicher sein, dass ihr nicht auf der echten Login-Seite seid.

Und ganz wichtig: Immer auch auf die URL schauen, ob ihr euch auf der Originalseite befindet!

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)