Fake-Labubu-Puppen überfluten den Markt

Gefälschte Labubu-Plüschpuppen stellen ein massives Sicherheitsrisiko für Kinder dar und gefährden Verbraucher weltweit.

Die Behauptung

Gefälschte Labubu-Puppen seien harmlos, lediglich billige Kopien der beliebten Pop-Mart-Sammelfiguren und somit eine günstige Alternative zu den Originalen. Sie seien genauso sicher wie echte Produkte.

Aufgestellt von: Unbekannt

Faktencheck: Falsch

Falsch. Die Fake-Labubu-Puppen sind weder harmlos noch unbedenklich, sondern stellen nachweislich ein erhebliches Risiko für Kinder dar. Behörden haben tausende Exemplare beschlagnahmt, weil sie gegen geltende Sicherheitsstandards verstoßen. Viele der Fälschungen enthalten lose Teile, die verschluckt werden können, oder sind so klein, dass Kinder sie in den Mund stecken und daran ersticken könnten. Zudem fehlt ihnen die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung wie CE- oder UKCA-Siegel. Untersuchungen zeigen, dass sie oft mit giftigen Materialien belastet sind. Diese Produkte umgehen alle vorgeschriebenen Kontrollen und sind gefährlich.

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So gefährlich sind die Fake-Labubu-Puppen wirklich

Labubu, die schräge „Monster-Elf“-Figur des chinesischen Herstellers Pop Mart, ist zu einem globalen Kultobjekt geworden. Doch mit der wachsenden Nachfrage boomt auch der Schwarzmarkt: Gefälschte Versionen überschwemmen mittlerweile Märkte in Europa und den USA. Offizielle Warnungen zeigen, dass diese Fakes nicht nur das Markenrecht verletzen – sie bedrohen auch direkt die Gesundheit von Kindern.

Gefälschte Labubu-Puppen verletzen grundlegende Sicherheitsstandards.

In Großbritannien beschlagnahmten Behörden allein in einem Monat über 2.000 illegale Puppen bei Händlern. Die Produkte wiesen lose Augen, Hände und Füße auf, die sich leicht ablösen lassen. Damit entstehen akute Erstickungsgefahren für Kleinkinder. Auch die Verarbeitung ist mangelhaft: Offene Nähte und herausquellende Füllung erhöhen das Risiko des Erstickens.

Auch in den USA schlagen Aufsichtsbehörden Alarm.

Die US-Behörde CPSC warnte ausdrücklich vor den Fakes, die teilweise so klein sind, dass sie in den Mund von Kindern passen und die Atemwege blockieren können. Zudem zerfallen die Nachahmungen beim Spielen, wodurch gefährliche Kleinteile freigesetzt werden. Tausende Produkte wurden bereits an Häfen beschlagnahmt.

Manipulative Sprache verschleiert die Risiken.

In Online-Marktplätzen werden die Puppen oft mit Begriffen wie „günstig“, „selten“ oder „schnell vergriffen“ beworben. Diese Sprache erzeugt künstlichen Druck und appelliert an das Gefühl, etwas Exklusives günstig zu ergattern. Dass es sich um potenziell lebensgefährliche Fälschungen handelt, wird verschwiegen.

Die Nachfrage wird durch soziale Medien angeheizt.

Influencer auf TikTok und Instagram präsentieren „Unboxing-Videos“, die den Hype anfeuern. Dadurch wächst der Druck auf Eltern, ihren Kindern den vermeintlichen „Must-Have“-Artikel zu besorgen. Da echte Labubus schwer zu bekommen sind, greifen viele auf günstige, aber unsichere Alternativen zurück – oft ohne das Risiko zu kennen.

Die Fälscher nutzen typische kognitive Verzerrungen aus.

Besonders der „Knappheitseffekt“ spielt eine Rolle: Je schwerer ein Produkt zu bekommen ist, desto wertvoller erscheint es. Gefälschte Puppen nutzen diese psychologische Schwäche aus, indem sie als „letzte Chance“ oder „exklusives Schnäppchen“ angeboten werden. So geraten Eltern unter Druck, ohne ausreichend auf die Sicherheit zu achten.

Die Abgrenzung zwischen echt und fake ist möglich.

Echte Labubus von Pop Mart tragen einen holografischen Sticker, einen QR-Code zur Herstellerseite und teilweise ein UV-Siegel. Fälschungen sind oft zu bunt, schlecht vernäht und haben die falsche Anzahl an Zähnen – Originale haben immer neun. Wer diese Hinweise ignoriert, riskiert, gefährliche Plagiate ins Kinderzimmer zu holen.

Der Fall zeigt, wie Desinformation im Handel funktioniert.

Gefälschte Produkte werden bewusst als „sichere Alternativen“ vermarktet. Händler verschleiern die Herkunft, umgehen Markenschutz und unterlaufen Vorschriften. Dabei geht es nicht nur um billige Kopien, sondern um organisierte Kriminalität. Behörden weisen darauf hin, dass diese Netzwerke nicht nur mit Spielzeug, sondern auch mit anderen illegalen Produkten handeln.

Praktische Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wer Labubu-Puppen kaufen möchte, sollte ausschließlich seriöse Händler oder den Hersteller direkt nutzen. Fehlen Sicherheitskennzeichen wie CE oder UKCA, ist Vorsicht geboten. Auffällig billige Angebote sind ein klares Warnsignal. Wichtig: Bei Unsicherheit nicht kaufen – es geht um die Sicherheit der Kinder.

Fakten zur Lage auf dem Spielzeugmarkt

Pop Mart ist längst kein Nischenhersteller mehr. Der Konzern meldete 2025 Rekordgewinne und erwartet allein in diesem Jahr einen Umsatz von rund 4 Milliarden Dollar. Mit über 40 Filialen in den USA und weltweiten Expansionen ist Labubu zu einem globalen Symbol für den sogenannten „Designer-Toy“-Markt geworden. Diese enorme Popularität macht das Produkt gleichzeitig zu einem der am häufigsten gefälschten Spielzeuge. Für Kriminelle ist es ein lukratives Geschäft, da gefälschte Puppen billig produziert und über Onlineplattformen weltweit vertrieben werden können – ohne Rücksicht auf Sicherheitsauflagen.

FAQ

Wie erkenne ich eine echte Labubu-Puppe?

Echte Produkte haben einen holografischen Sticker, einen QR-Code zur Pop-Mart-Website und oft ein UV-Siegel am Fuß. Zudem haben sie immer exakt neun Zähne.

Warum sind gefälschte Puppen gefährlich?

Sie enthalten lose Kleinteile, giftige Stoffe oder sind so klein, dass Kinder daran ersticken können. Sicherheitsprüfungen fehlen komplett.

Wo tauchen die meisten Fälschungen auf?

Vor allem auf Online-Marktplätzen mit Drittanbietern sowie in kleinen Läden ohne direkte Markenbindung.

Sind alle billigen Labubus automatisch Fakes?

Sehr wahrscheinlich. Originale sind selten und teuer. Auffallend günstige Preise deuten fast immer auf Fälschungen hin.

Was kann ich tun, wenn ich einen Fake gekauft habe?

Nicht an Kinder weitergeben. Kontaktieren Sie die Verbraucherberatung und melden Sie den Händler.

FAZIT

Gefälschte Labubu-Puppen sind kein harmloses Billigspielzeug, sondern ein erhebliches Risiko für Kinder. Behörden in Europa und den USA warnen eindringlich vor ihrer Nutzung. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten nur bei vertrauenswürdigen Händlern kaufen und auf Echtheitsmerkmale achten. Wer auf billige Fälschungen hereinfällt, setzt nicht nur Geld aufs Spiel, sondern auch die Sicherheit der Kinder.

Quellen:

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