Die Behauptung
Plakat der Schweizerischen Eidgenossenschaft: Verpetzen Sie den Nachbarn, wenn er die Wohnung über 19 Grad beheizt.
Falsch
Das Bild stammt nicht vom Amt mit der angegebenen Telefonnummer. Es gibt keine 200 Franken Belohnung fürs Verpetzen.
Ein angebliches Plakat der Schweizer Eidgenossenschaft macht seit dem 11. September 2022 auf Social Media die Runde:

„Heizt der Nachbar die Wohnung über 19 Grad auf? Bitte informieren Sie uns“.
Die angegebene Telefonnummer gehört zum Presse- und Informationsdienst des Departements für Energie. In der letzten Zeile ein Widerspruch, der sofort stutzig machen sollte: Einerseits würde der Anruf anonym behandelt, andererseits winken „200 Franken Belohnung“.
Das Bild des Plakates tauchte nach aktuellen Informationen zuerst in einem einschlägigen russischen Internetforum auf. Wer der Urheber der Fälschung ist, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Die Informationen auf dem Bild sind jedenfalls ohne Erlaubnis und missbräuchlich verwendet worden.
„Weder gibt es solche Plakate des Bundes noch rufen wir dazu auf, entsprechende Personen anzuschwärzen“, erklärte Simone Hug, Spezialistin für Kommunikation beim Departement für Energie, dem Nachrichtenportal 20 Minuten. Die Behörden beschäftigen sich bereits mit dem Fall.
Das Bild der telefonierenden Frau, das dem Fake ein Gesicht gibt, wird von mehreren Stockbild-Datenbanken angeboten. Anlass für die Bildfälschung ist eine Kampagne, die vom eidgenössischen Bundesrat am 31. August beschlossen wurde: „Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht“, lautet ihr Slogan. Die Website nicht-verschwenden.ch informiert über die aktuelle Lage in der Schweiz und gibt Tipps zum Energiesparen.
Quellen:
https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/uvek/medien/kommunikation-uvek.html
https://www.nicht-verschwenden.ch/
https://www.20min.ch/story/heizt-der-nachbar-informieren-sie-uns-gefaelschtes-petz-plakat-sorgt-fuer-verunsicherung-699395044150
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