Immer wieder wird im Netz behauptet, die Corona-Impfungen würden Frauen unfruchtbar machen. Grund sei ein bestimmtes Protein. Ist da etwas dran?
Die Corona-Impfungen machen unfruchtbar? Oft wird als Begründung genannt: Das Spike-Protein auf der Hülle des Virus soll dem körpereigenen Protein Syncytin-1 ähneln. Dieses Protein ist auch für die Bildung der Placenta verantwortlich. Über die wird das Ungeborene in der Gebärmutter mit Nährstoffen versorgt. Irrtümlich wird geglaubt: Weil der Körper nach der Impfung auf das Spike-Protein reagiert, bekämpfe er auch Syncytin-1.
Um durch diesen Effekt Schwangerschaften zu verhindern, müssten sich Spike-Protein und Syncytin-1 extrem ähnlich sein. Das sind sie aber überhaupt nicht, erklärt Virologie-Professor Lars Dölken.
Außerdem reagiert der Körper nach einer Impfung ähnlich wie nach einer Infektion. Auch eine Covid-19-Erkrankung führt aber nicht zu Unfruchtbarkeit bei Frauen.
Eine amerikanische Studie hat zudem festgestellt, dass die Anzahl der Fehlgeburten bei geimpften Frauen im Durchschnitt liegt – bei 12,6 Prozent. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Corona-Impfung die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigt.
Quellen:
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dpa-Faktencheck zu Impfungen und Fruchtbarkeit
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dpa-Faktencheck zu Impfungen und Schwangerschaft
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Studie im “New England Journal of Medicine
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Fotos: dpa
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