“Da sind neui Blitzkäste i de Schwiiz … “
Erneut erreichen uns viele Anfragen zu einem sehr alten Bild.
Dieses wird auf Facebook und auch per WhatsApp verschickt. Es geht um diese angeblich neuen Radarfallen:

Da sind neui Blitzkäste i de Schwiiz…Ufpasse und teile, dass es alli gsiend!
Der Faktencheck
Übersetzt heißt das so viel wie: “Das sind neue Blitzkästen (Radarfallen) in der Schweiz. Aufpassen und teilen, damit es alle sehen.”
Überraschend hierbei ist nun, das Bild ist 12 Jahre alt! Ja, richtig gelesen, diese “neuen Blitzkästen” sind also gar nicht neu, sondern mindestens bereits 12 Jahre alt!
Das Foto stammt nämlich aus einer Power-Point-Präsentation der Schweizer Polizei, genauer gesagt von der Kantonspolizei Vaud.

Auf dieser Power-Point-Folie kann man recht deutlich das Bild erkennen, das am 9.9.2017 auf Facebook veröffentlicht wurde.
Von der Power-Point-Präsentation zum Kettenbrief
Zum Kettenbrief wurde das Bild jedoch schon wesentlich früher. Denn schon im Jahr 2006, also vor 12 Jahren, wurde es als „Kettenbrief“ verteilt.
Auszug der damaligen Hoax-Warnung (11.2006):
Richtig ist, dass die Fotos (wie auch in dem früheren Fall) aus der Schweiz stammen. Richtig ist aber auch, dass es sich um Verkehrsüberwachungsanlagen zur Geschwindigkeitsmessung handelt. Allerdings arbeiten die Anlagen mit gepulstem Laserlicht und nicht mehr mit Radar. Sie können mit Hilfe von Drehspiegeln bis zu drei Fahrspuren erfassen und sind mit zwei Nikon Digitalkameras ausgestattet. Diese befinden sich nicht in der Leitplanke, sondern in einem deutlicher sichtbaren “Starenkasten” (siehe Fotos weiter unten) und machen zeitversetzt Fotos von vorne und hinten. Die im Oktober 2006 im Schweizer Kanton Vaud (Waadt) eingeführten Geräte erhalten die Systemzeit von GPS-Satelliten und übermitteln die Digitalfotos sofort per Glasfaser an die Kantonspolizei. Auf den Fotos sind auch fehlende oder abgelaufene Vignetten sowie nicht angeschnallte Insassen deutlich erkennbar. Die Messeinrichtungen können PKW von LKW unterscheiden und für diese jeweils unterschiedliche Tempolimits berücksichtigen.
Siehe auch: TU Berlin
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