Einen Schaden in Höhe eines vierstelligen Euro-Betrages beklagt eine 32-jährige, nachdem sie Betrügern am Telefon sensible Daten zu ihrem Online-Banking übermittelt hatte.

In den zurückliegenden Tagen erhielt die Frau auf dem Festnetz einen Anruf ihrer Hausbank. Sie war zu dieser Zeit nicht zu Hause, erkannte aber über die Rufnummern-Anzeige die Telefonnummer ihrer Bank. Wenige Tage später erhielt sie erneut einen Anruf von diesem Anschluss und nahm das Gespräch entgegen.

Frau gibt sensible Kontodaten weiter!

Was sie nicht ahnte, Betrüger hatten über das sogenannte „Anruf-Spoofing“ für ihre Anrufe absichtlich eine falsche Anruf-ID, nämlich die der Hausbank des Opfers, verwendet. Der falsche Bankmitarbeiter beschrieb ihr am Telefon ein Problem mit ihrem Home-Banking und schaffte es durch geschicktes Ausfragen, dass die Frau sensible Kontodaten an ihn herausgab. Erst später stellte sie fest, dass durch die Täter mehrere Abhebungen von insgesamt knapp 3.000 Euro von ihrem Konto getätigt wurden.

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Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Frau bereits zuvor Opfer einer Phishing-Mail wurde und die Täter dadurch schon über die Zugangsdaten ihres Kontos verfügten. Um letztlich Überweisungen tätigen zu können, suchten die Betrüger per Telefon den Kontakt zur der Frau und gaukelten ihr dabei über das „Anruf-Spoofing“ vor, der Anruf stamme von ihrer Hausbank.

Dieser Betrugsfall zeigt deutlich, wie wichtig der sorgsame Umgang mit sensiblen Bankdaten ist. Um nicht Opfer der Masche zu werden, rät die Polizei eindringlich:

  • Geben Sie keine sensiblen Daten zu ihren Vermögen, Wertsachen oder zu ihren Bankzugangsdaten am Telefon heraus.
  • Bankmitarbeiterinnen und Bankmitarbeiter erfragen niemals sensible Daten am Telefon.
  • Rufen Sie Ihre Hausbank unter der Ihnen bekannten Nummer aktiv zurück und informieren Sie sich dort direkt über angebliche
    Ungereimtheiten.

Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen – Pressestelle Lahn – Dill

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