Fast jeder vierte Mensch in Deutschland wurde bereits Opfer von Internetkriminalität oder Datenmissbrauch.

Kriminelle greifen dabei personenbezogene Daten ab und nutzen sie für Betrügereien und andere Straftaten. Welche Folgen ein Missbrauch dieser Daten haben kann, was Opfer tun sollten und welche Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind, beschreibt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Januar-Ausgabe.

Meist wollen die Datendiebe einen finanziellen Vorteil erzielen oder im fremden Namen andere Straftaten begehen, wie den Kauf von Drogen oder illegalen Waffen.

Sie können mit den Daten anderer medizinische Leistungen erschleichen oder den Ruf ihrer Opfer schädigen.

Typisch ist der Warenkreditbetrug. Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum reichen Dieben, um Waren auf Rechnung zu bestellen.

Häufig geben sie dabei abweichende Lieferadressen an. Werden die Rechnungen nicht bezahlt, erhalten die angeblichen Käufer Mahnungen und Schreiben von Inkassofirmen.

Wer diese Schreiben ignoriert, weil er nichts bestellt hat, macht einen großen Fehler. Denn die Firmen werden weiterhin darauf bestehen, an ihr Geld zu kommen.

Außerdem riskiert man, dass falsche Daten bei Auskunfteien eingetragen werden, die die eigene Kreditwürdigkeit auf lange Zeit belasten.

Stattdessen sollte man den Datenmissbrauch umgehend bei der Polizei anzeigen und jedes Unternehmen, jede Bank und Auskunftei einzeln über den Diebstahl informieren.

Jede neue betrügerische Forderung muss erneut angezeigt werden. Nur unter Vorlage dieser Anzeige können Opfer unberechtigte Ansprüche wirksam zurückweisen.

Um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen sollte man keine Anhänge und Links von unbekannten Anbietern öffnen, Virenschutz und Firewall aktuell halten, unterschiedliche Passwörter nutzen und die eigenen Personendaten nur preisgeben, wenn es unbedingt notwendig ist.

Quelle Stiftung Warentest


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