Derzeit erhalten österreichische Unternehmen vermehrt Zahlungsaufforderungen von IDS EU, auch bekannt als http://ids-eu.org und idseu.org. Diese Forderungen beziehen sich angeblich auf die Registrierung von Domains. Bei näherer Überprüfung stellt sich jedoch heraus, dass IDS EU mit einem früheren Betrugsfall in Verbindung steht, über den Watchlist Internet bereits berichtet hat. Der wichtigste Rat: Nichts bezahlen und die Forderung ignorieren!

Screenshot einer betrügerischen Mail
Screenshot einer betrügerischen Mail

So erkennen Sie unseriöse Zahlungsaufforderungen von IDS EU

Viele Unternehmen haben eine Mahnung von IDS EU erhalten, in der 239,40 Euro für eine angeblich vor Jahren erfolgte Domainregistrierung gefordert werden. Diese Forderungen sind jedoch nicht nur unberechtigt, sondern Teil einer betrügerischen Masche, die bereits in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen aufgetreten ist.

Zusammenhang mit früheren Betrugsmails

In der Fußzeile der Rechnung steht: „DNS Austria wurde von IDS EU übernommen“. Bereits vor einigen Jahren warnte die Watchlist Internet vor betrügerischen E-Mails von DNS Austria. Damals wurde Website-Betreiber:innen vorgetäuscht, dass jemand Domains registrieren möchte, die den eigenen ähneln. Zum Schutz der Marke sollten die Betreiber:innen diese ähnlichen Domains selbst erwerben. Ähnliche betrügerische E-Mails wurden auch im Namen von DNS EU verschickt.

Betreiberangaben vor Zahlung prüfen

Wer die in der Forderung angegebene Website idseu.org aufruft, wird feststellen, dass diese nicht existiert. Lediglich unter http://ids-eu.org sind einige Informationen zu finden, die jedoch sehr vage bleiben. Weder ein Impressum noch ausführliche Rechtstexte sind zu finden, was stark gegen einen seriösen Hintergrund spricht.

Rücksprache mit dem eigenen Website-Provider

Unternehmen, die Zahlungsaufforderungen von IDS EU erhalten und unsicher sind, ob diese berechtigt sind, sollten sich an ihren Website-Provider wenden. Im Gespräch mit den persönlichen Betreuer:innen sollte schnell klargestellt werden können, dass die Forderungen ungerechtfertigt sind und die IDS EU keine Verbindung zur betreffenden Webadresse hat.

Lesen Sie auch >   EU-Kommission ermittelt gegen Musks X: Hohe Strafe möglich

Fragen und Antworten

Was mache ich, wenn ich eine Zahlungsaufforderung von IDS EU erhalte?
Wenn Sie eine Zahlungsaufforderung von IDS EU erhalten, zahlen Sie auf keinen Fall. Prüfen Sie die Forderung genau und kontaktieren Sie im Zweifelsfall Ihren Website-Provider, um die Echtheit der Forderung zu klären. IDS EU wird mit früheren Betrugsversuchen in Verbindung gebracht und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich erneut um eine betrügerische Masche handelt.

Wie erkenne ich eine unseriöse Zahlungsaufforderung?
Unseriöse Zahlungsaufforderungen sind häufig an fehlenden oder unvollständigen Angaben zum Anbieter zu erkennen. Die auf den Rechnungen angegebenen Internetseiten existieren oft gar nicht oder bieten nur sehr vage Informationen. Auch ein fehlendes Impressum oder keine ausführlichen Rechtstexte sind Hinweise auf eine unseriöse Herkunft.

Was hat die Watchlist Internet über den IDS EU berichtet?
Watchlist Internet hat bereits in der Vergangenheit vor den betrügerischen Machenschaften von DNS Austria gewarnt, die nun von IDS EU in ähnlicher Form fortgesetzt werden. Damals wurden Website-Betreiber:innen aufgefordert, Domains zu kaufen, die ihren eigenen ähneln, um ihre Marke zu schützen. Diese Aufforderungen waren jedoch nicht gerechtfertigt und Teil eines Betrugsversuchs.

Wie kann man sich vor solchen Betrugsversuchen schützen?
Um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen, sollten Unternehmen Zahlungsaufforderungen stets auf ihre Seriosität hin überprüfen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall immer an Ihren Website-Provider und recherchieren Sie die angegebenen Websites und Unternehmen gründlich. Achten Sie auf vollständige Anbieterinformationen und Impressum.

Was muss ich tun, wenn ich bereits bezahlt habe?
Wenn Sie bereits eine Zahlung an die IDS EU geleistet haben, sollten Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung setzen und versuchen, die Zahlung rückgängig zu machen. Es ist auch ratsam, den Vorfall der Polizei zu melden und rechtliche Schritte in Erwägung zu ziehen. Informieren Sie auch Ihren Website-Provider über den Betrugsversuch, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Lesen Sie auch >   Bild von Sir Keir Starmer mit rosa Hijab ist nicht echt

Fazit

Bei den aktuellen Zahlungsaufforderungen von IDS EU an österreichische Unternehmen handelt es sich um einen wiederkehrenden Betrugsversuch. Es ist wichtig, derartige Zahlungsaufforderungen zu ignorieren und keine Zahlungen zu leisten. Unternehmen sollten Zahlungsaufforderungen immer auf ihre Seriosität hin überprüfen und sich im Zweifelsfall an ihren Website-Provider wenden. Durch Aufmerksamkeit und Vorsicht können Betrugsversuche frühzeitig erkannt und verhindert werden.

Abonnieren Sie den Mimikama-Newsletter unter https://www.mimikama.org/mimikama-newsletter/. Zugang zu den Online-Vorträgen und Workshops unter: https://www.mimikama.education/online-vortrag-von-mimikama/.

Quelle: Watchlist Internet

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)