„Ein ca. 45 bis 50 Jahre alter, sehr korpulenter Mann, mit kurzen, schwarzen Haaren, habe aus einem weißen Sprinter mit der Aufschrift eines Autohauses heraus ein sechs Jahre altes Kind angesprochen. Der Mann habe dem Kind erzählt, dass seine Freunde bei ihm im Auto seien und Süßigkeiten essen würden, weshalb der Junge einsteigen sollte. Dann habe der Mann versucht, das Kind an der Jacke in das Fahrzeug zu ziehen, woraufhin der Junge lautstark nach seiner Mutter geschrien habe.“, so der Beitrag. „Der Mann sei dann mit quietschenden Reifen davongefahren.“

Es handelt sich dabei um diesen Beitrag, der im Netz die Runde macht:

MIMIKAMA
Screenshot: Facebookstatusbeitrag

Die Mutter des Kindes hat den Sachverhalt bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Polizeibeamte suchten daraufhin den Fahrzeughalter an seiner Wohnanschrift in Hameln auf. Eine Verständigung mit ihm war nur mittels eines Dolmetschers möglich, da der Mann kein Deutsch spricht. Er ließ sich gegenüber den Beamten ein, er habe am Montag u.a. im Bereich Groß Berkel mit seinem Transporter Schrott sammeln wollen, bejahte also, das Fahrzeug geführt zu haben.

Die Polizeibeamten führten eine sog. Gefährderansprache durch. Eine akute Gefährdungslage für Kinder und Jugendliche wird derzeit nicht gesehen.

Dennoch nimmt die Polizei derartige Hinweise immer ernst und versucht nun weiterhin, mit allen Beteiligten den Sachverhalt aufzuhellen. Die Polizei Bad Pyrmont (Tel.: 05281/9406-0) sucht daher unabhängige Zeugen, die zu dem geschilderten Sachverhalt vom 26.09.2022, gegen 17 Uhr, in der Straße Im Flöth, sachdienliche Angaben machen können.

Nach Veröffentlichung des Beitrages wurde in diesem Zusammenhang ein Foto des weißen Transporters samt Kennzeichen veröffentlicht, was in der Folge dazu geführt hat, dass der Hamelner in der vergangenen Nacht Opfer einer Sachbeschädigung an seinem Fahrzeug wurde. Der Mann erstattete eine Strafanzeige. Solche Art von Vorverurteilungen sind absolut inakzeptabel. Vertrauen Sie besser auf die Arbeit Ihrer Polizei.

MIMIKAMA
Screenshot: Facebookstatusbeitrag

Das Autohaus als Vorbesitzer des Transporters steht mit dem geschilderten Vorfall in keinem Zusammenhang.

Mittlerweile wird der Beitrag auch in Schul- und Kindergarten-Chats geteilt, was zu einer erheblichen Verunsicherung von Eltern und auch deren Kindern führt.

Lesen Sie auch >   Deutschland kein richtiger Staat? Die Wahrheit über das "Vereinigte Wirtschaftsgebiet"

Die Polizei bittet, nicht eigenmächtig Sachverhalte mit derart brisantem Inhalt zu veröffentlichen.

Der richtige und einzige Weg ist, Informationen an die Polizei weiterzuleiten. Über im Schulkontext entstehende Ereignisse können auch zunächst die Schulen bzw. z.B. die Vertrauenslehrer/innen informiert werden.

Keinesfalls sollten derartige Beiträge aus privaten Chats geteilt werden. Folgen Sie bitte nur den vertrauenswürdigen Veröffentlichungen der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden auf den offiziellen Kanälen und teilen diese.

Facebook: https://www.facebook.com/Polizei.Hameln oder
Twitter: https://twitter.com/Polizei_HM 
bzw. https://twitter.com/Polizei_HOL.

Quelle:

Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden
Lesen Sie auch: WhatsApp: gefährliche Sicherheitslücke

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)