Coronavirus / COVID-19 in Italien: Tote Frau liegt stundenlang in der Wohnung!

Erfahren Sie, wie ein Bruder in Italien die Behörden wegen des Umgangs mit COVID-19 anklagt. Mimikama enthüllt die erschreckenden Details dieser Geschichte

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Eine Frau liegt stundenlang tot in der Wohnung. Sie war mit dem Coronavirus infiziert. Der Bruder erhebt schwere Vorwürfe.

Italien: Niemand soll mit Coronavirus / Sars-CoV-2 / COVID-19 infizierter Frau geholfen haben – Das Wichtigste zu Beginn: Der Bruder der Verstorbenen wendet sich mit einem Video an die Öffentlichkeit. Er klagt an, dass die Behörden in Italien ihn und seine Schwester im Stich gelassen hätten.

Von Behörden im Stich gelassen

Eine Frau muss nach ihrem Tod stundenlang in ihrer Wohnung liegen. Weder Arzt noch Bestatter kommen vorbei. Die Frau war mit dem Coronavirus infiziert. In einem Facebook-Video berichtet ihr Bruder nun über die Zustände in Italien und sorgt damit weltweit für Aufsehen.

Video geht um die Welt

Luca Franzese aus Neapel nimmt das Video auf. Der Mann ist Schauspieler und man kennt man aus der italienischen Mafia-Serie „Gomorrha“. Er spricht dabei frontal in die Kamera. Im Hintergrund sieht man eine Frau reglos im Bett liegen.

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„Da liegt meine Schwester im Bett, tot. Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagt Franzese im Video. In seiner Verzweiflung wendet er sich an die Öffentlichkeit und wirft damit den italienischen Behörden im Umgang mit der Coronavirus-Verbreitung fahrlässiges Verhalten vor. Das Video wurde bereits rund 8 Millionen Mal aufgerufen.

Von den Behörden im Stich gelassen

Das Video ist zugleich Hilferuf und schwerer Vorwurf den Behörden gegenüber.
Luca Franzeses Schwester Teresa sei mutmaßlich an den Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Doch weder, als die ohnehin schwer kranke Teresa ärztliche Hilfe benötigte, noch nach dem Tod, habe sich jemand zuständig gefühlt, um Franzese zu helfen. Stundenlang war die Verstorbene in der Wohnung gelegen, bis ein Bestatter endlich den Leichnam abholte.

Die letzten Stunden in Teresas Leben

Luca Franzese berichtet auch davon, dass ein Notarzt zu seiner Schwester gekommen war, allerdings nicht die nötigen Mittel dabei hatte, um die Frau auf eine Coronavirus-Infektion zu testen. So sei er ohne etwas zu unternehmen wieder weggefahren.

Franzese versuchte noch, seine Schwester mit Mund-zu-Mund-Beatmung wiederzubeleben. Teresa ist Samstagabend um etwa 20 Uhr verstorben.

Am späten Sonntagnachmittag, ungefähr 22 Stunden später, war immer noch niemand da gewesen, um einen Totenschein auszustellen oder den Leichnam abzuholen.

Luca Franzese stellt sich selbst unter Quarantäne

In seinem Video berichtet Franzese, dass er sich selbst unter Quarantäne stellen würde, da er sich vermutlich bei den Wiederbelebungsversuchen selbst mit dem Coronavirus infiziert habe.

„Ich könnte rausgehen und das Virus überall verbreiten. Und niemand hat sich darum gekümmert, niemand hat sich gemeldet, niemand von den Behörden“, sagt er im Video.

Ob Luca Franzese tatsächlich infiziert sei, konnte bislang nicht bestätigt werden. Die gesamte Familie stehe nun unter Quarantäne. Seit heute sind wegen des Coronavirus alle Menschen in Italien dazu angehalten, zu Hause zu bleiben.

Offizielle Bestätigung des Vorfalls

Zwischenzeitlich hat Francesco Emilio Borelli, Regionalrat der betroffenen Region und Mitglied der Gesundheitskommission, den Vorfall bestätigt. Teresa Franzese sei somit die erste Patientin, die nicht in einem Krankenhaus, sondern zu Hause an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben ist. Laut Borelli erklärt sich die extrem lange Wartezeit, bis die Leiche abgeholt wurde, damit, dass die Bestattungsunternehmen noch nicht wüssten, wie in einem solchen Fall vorzugehen sei. Man werde den Fall untersuchen, fährt er fort.

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Mittlerweile wurde auch von offizieller Seite bestätigt, dass Teresa Franzese mit dem Coronavirus infiziert war. Die Todesursache lautet „Schwächeanfall“. Die Frau war Epileptikerin, ihr Gesundheitszustand auch daher schon schlecht, erfährt man vom Regionalrat.

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Quelle: Frankfurter Rundschau 


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