Neuer Impfstoff in Japan: Keine Gefahr für Ungeimpfte

Behauptungen über die Übertragbarkeit von mRNA-Impfstoffen auf Mensch und Umwelt haben keine solide Grundlage.

Die Behauptung

Angeblich verweigern einige Geschäfte in Japan geimpften Personen den Zutritt, aus Angst vor einer Übertragung der mRNA-Impfstoffe auf Ungeimpfte oder die Umwelt.

Falsch

Falsch. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass mRNA-Impfstoffe auf Ungeimpfte oder die Umwelt übertragbar sind. Experten und Gesundheitsbehörden stellen klar: Solche Behauptungen sind unbegründet.

Kurze Faktenübersicht:

  • Technologie: Der Impfstoff enthält selbstamplifizierende mRNA (samRNA), die im Körper effizienter wirkt.
  • Keine Gefahr: Wissenschaftler betonen, dass das gebildete Protein nicht schädlich ist und keine Übertragung stattfindet.
  • Japanische Behörden bestätigen, dass es keine Hinweise auf eine Übertragbarkeit gibt.
  • Europäische Zulassung: Die EMA prüft die Technologie sorgfältig.
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Hintergrund der Diskussion zum neuen mRNA-Impfstoff

Im Zusammenhang mit der Zulassung eines neuen mRNA-Impfstoffs in Japan wurden Befürchtungen laut, dass dieser auf Ungeimpfte oder die Umwelt übertragbar sein könnte. Die Angst vor einer „ansteckenden Impfung“ wurde in sozialen Netzwerken verbreitet, begleitet von Behauptungen, dass die mRNA im Körper selbst vervielfältigt und weitergegeben werde.

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Angeblich verweigern Geschäfte in Japan geimpften Personen sogar den Zutritt, aus Angst vor einer Übertragung der mRNA-Impfstoffe auf Ungeimpfte.

Screenshot Facebook
Screenshot Facebook

Doch was steckt tatsächlich hinter diesen Aussagen?

Der Impfstoff basiert auf einer speziellen Technologie, der selbstamplifizierenden mRNA (samRNA). Im Vergleich zu herkömmlichen mRNA-Impfstoffen wird bei dieser Methode die RNA im Körper vervielfältigt, da sie eine Geninformation für ein kopierendes Enzym enthält.

Ziel ist es, die Dosis (ein Sechstel bis ein Zehntel wie die der bisherigen mRNA-Impfstoffe) der verabreichten RNA zu verringern, wodurch mögliche Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen noch seltener auftreten sollen.

Was sagen die Experten?

Die Behauptungen über eine Übertragbarkeit wurden von mehreren Fachstellen klar zurückgewiesen:

  • Laut einem Experten des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung wird durch die Impfung ein Protein des Virus gebildet. Dieses Protein ist in geringen Mengen in Körperflüssigkeiten der Geimpften nachweisbar, stellt aber keine Gefahr für andere Menschen oder die Umwelt dar.
  • Das japanische Gesundheitsministerium betonte ebenfalls, dass keine wissenschaftlichen Hinweise auf eine Weitergabe des Impfstoffs existieren.

Der „Tagesspiegel“ erläuterte zudem, dass die samRNA-Technologie speziell dafür entwickelt wurde, Impfstoffe sicherer und effektiver zu machen. Die Vervielfältigung der mRNA im Körper soll die Effizienz steigern, während die reduzierte RNA-Dosis potenzielle Nebenwirkungen minimiert.

FAQ: Einfach erklärt

Christine Anderson warnt vor neuen mRNA-Impfstoffen aus Japan. Diese seien „selbstverstärkend“ und könnten angeblich Gen-Veränderungen im Körper eigenständig fortsetzen. Außerdem wird behauptet, sie könnten durch Hautkontakt oder Körperflüssigkeiten auf Ungeimpfte übertragen werden („Shedding“).

Selbstverstärkende mRNA (samRNA) ist eine neue Technologie, die sich im Körper vervielfältigt, um mit weniger Impfstoffdosis auszukommen. Es gibt aber keinen Hinweis, dass diese Technologie auf andere Menschen übertragbar ist.

Nein, mRNA-Impfstoffe enthalten keine lebenden Viren und können daher nicht auf andere Personen übertragen werden. Auch das gebildete Protein ist in so geringen Mengen vorhanden, dass es für andere Menschen ungefährlich ist.

Es gibt keine Hinweise, dass in diesen neuen mRNA-Impfstoffen Alpha-Viren enthalten sind. Diese Behauptung ist unbelegt.

Nein, Experten und Gesundheitsbehörden haben klargestellt, dass mRNA-Impfstoffe nicht auf andere Menschen oder die Umwelt übertragbar sind. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für „Shedding“ oder die Verwendung von Alpha-Viren in diesen Impfstoffen.

Warum diese Gerüchte problematisch sind

Unbegründete Behauptungen über Impfstoffe können Misstrauen und Ängste in der Bevölkerung schüren. Gerade in sozialen Netzwerken verbreiten sich solche Falschinformationen schnell, obwohl sie wissenschaftlich widerlegt sind. Diese Dynamik untergräbt nicht nur das Vertrauen in Impfstoffe, sondern erschwert auch die Aufklärung über neue medizinische Technologien.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft aktuell die Zulassung des Impfstoffs. Diese Untersuchung zeigt, dass jede neue Technologie strenge Kontrollen durchläuft, bevor sie in Europa verfügbar wird.

Diese Gerüchte haben offenbar auch dazu geführt, dass einige Geschäfte in Japan geimpften Personen den Zutritt oder bestimmte Dienstleistungen verweigern, bis die Sicherheit des Impfstoffs geklärt ist. Bei der Begründung dieser selbst konstruierten Maßnahmen beriefen sich die Unternehmen auf „Informationen aus dem Internet“.

Fazit zum neuen Impfstoff in Japan

Die Behauptung, dass der neue Impfstoff auf andere Menschen oder die Umwelt übertragbar sei, ist falsch. Wissenschaft und Gesundheitsbehörden betonen, dass die Technologie sicher ist und keinerlei Gefahr von einer „Weitergabe“ ausgeht. Statt Ängste zu schüren, sollte der Fokus auf der wissenschaftlichen Entwicklung liegen, die Impfstoffe noch effektiver und verträglicher macht.

Quellen:
JapanTimes
Tagesspiegel
EMA
Fragen und Antworten zum neuen Corona-Impfstoff
Süddeutsche Zeitung
Sumikai

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