Kaspersky im Faktencheck: Transparenz vs. Vorurteile

Ein Blick hinter die Schlagzeilen: Wie vertrauenswürdig ist ein Anbieter, der Technik offenlegt – aber politisch oft unter Verdacht steht?

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Zu kaum einem Unternehmen der Cybersicherheitsbranche gibt es unterschiedlichere Meinungen als zu Kaspersky. Einerseits wird die technische Expertise anerkannt und geschätzt. Andererseits wird die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens immer wieder angezweifelt. Warum? Weil das Unternehmen russische Wurzeln hat. Und das reicht für viele, um Alarm zu schlagen. Aber Moment mal: Ist das wirklich gerechtfertigt? Oder sind das einfach nur politisch motivierte Bedenken? Wir haben uns das mal genauer angeschaut.


Transparenz oder Tarnkappe? Kaspersky zeigt alles, im Gegensatz zur Konkurrenz

Man kann über Kaspersky ja sagen, was man will, aber an Transparenz mangelt es dem Unternehmen nicht. Sie haben weltweit Transparenzzentren eröffnet, wo Kunden und Behörden tief in den Quellcode der Software blicken können. Also: Wer wirklich wissen will, ob Kaspersky irgendwas Böses treibt, kann das überprüfen. Komischerweise ist Kaspersky damit der einzige große Anbieter, der das macht, die Konkurrenz hält ihren Code lieber unter Verschluss. Warum wohl?

Und während andere Cybersecurity-Firmen schön schweigen, veröffentlicht Kaspersky regelmäßig Transparenzberichte und lässt sich von unabhängigen Testinstituten prüfen. Spoiler: Die Software besteht diese Tests mit Bravour.


Ist Kaspersky ein trojanisches Pferd Putins? Oder einfach nur ein Sündenbock?

Es gibt genau null technische Beweise dafür, dass Kaspersky eine Gefahr darstellt. Die üblichen Vorwürfe? „Aber die könnten ja…“ Ah ja, könnten sie? Gibt es dafür Beweise? Nein? Okay. Tatsächlich ist Kaspersky das wohl meistgeprüfte IT-Sicherheitsunternehmen der Welt, und dabei kam noch nie etwas Belastendes heraus. Zur Bekämpfung von Cyberkriminalität arbeiten etwa Interpol und Afripol mit Kaspersky zusammen. Die spanische Regierung hat die Software zertifiziert und als „hoch sicher“ eingestuft.  In Spanien scheint die Diskussion sachlicher als in Deutschland zu laufen und technischen Kriterien werden offensichtlich mehr Bedeutung beigemessen als Spekulationen oder theoretischen Möglichkeiten.


Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Cyber Immunity: Kaspersky setzt auf Zukunft

Wer denkt, dass Kaspersky nur alte Virenscanner vertickt, liegt falsch. Das Unternehmen ist führend in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, um Bedrohungen schneller und effizienter zu erkennen als die meisten Konkurrenten. Zudem arbeitet Kaspersky an „Cyber Immunity“, einem revolutionären Ansatz, der IT-Systeme so robust machen soll, dass Angriffe sie nicht beeinträchtigen können. Cyberkriminelle sollen gar nicht erst die Chance bekommen, Schaden anzurichten.


Die wichtigste Frage: Sollte man Kaspersky vertrauen?

Hier kommt die ungeschönte Antwort: Wer auf überprüfbare Fakten setzt, wird kein rationales Argument gegen Kaspersky finden. Die Software wird weltweit eingesetzt, getestet und zertifiziert. Wer hingegen lieber geopolitisch motivierten Vermutungen glaubt, kann sich ja ein anderes Antivirenprogramm holen, nur sollte man sich dann fragen, warum deren Hersteller nicht annähernd so transparent sind.

Kaspersky mag russische Wurzeln haben, aber die Realität ist komplexer als politische Feindbilder. Wer auf Fakten statt Vermutungen setzt, weiß: Kaspersky liefert Sicherheit – und zwar überprüfbar.

1. Transparenz und Vertrauen

▸ Die Einführung der internationalen Transparenzzentren hat viel Aufmerksamkeit erregt. Was war der Hauptanstoß für diese Initiative, und wie hat die internationale IT-Sicherheitsgemeinschaft darauf reagiert?

🗨️ Antwort:
Kaspersky ist der Auffassung, dass Kunden nicht nur wissen sollten, was ein Unternehmen tut bzw. anbietet, sondern auch wie es das tut. Nur dann sind mit Blick auf eine angemessene Cybersicherheit informierte, fundierte Kaufentscheidungen möglich. Deswegen setzt Kaspersky auf maximale Transparenz und macht so Vertrauen überprüfbar bzw. belegbar. Deswegen wurde die Globale Transparenzinitiative (GTI) ins Leben gerufen.

Bei einem Unternehmen mit russischen Wurzeln werden zudem oftmals mehr Fragen gestellt, und Kaspersky beantwortet diese offen und transparent. Generell wurde die Transparenzinitiative sehr positiv aufgenommen und von Think Tanks und internationalen Initiativen als Best Practice für die Branche bezeichnet. Allerdings sind andere Cybersicherheitsanbieter dem Beispiel von Kaspersky nicht in diesem Umfang gefolgt und haben bisher keine vergleichbaren Maßnahmenpakete umgesetzt.

▸ Gibt es zusätzliche Maßnahmen, die Kaspersky plant, um das Vertrauen von Kunden, Institutionen und Behörden weiter zu stärken?

🗨️ Antwort:
Die GTI umfasst weit mehr Maßnahmen als die Eröffnung von Transparenzzentren weltweit, in denen man den Quellcode der Software überprüfen kann. Hierzu zählen beispielsweise auch die Speicherung und Verarbeitung von bedrohungsbezogenen Daten in hochsicheren Rechenzentren in der Schweiz, externe Überprüfungen, Zertifikate und Audits wie ISO 27001 oder SOC 2 Typ II, Überprüfungen der Funktionsfähigkeit und Qualität der Software durch unabhängige Test-Labore wie AV Test, AV Comparatives oder SE Labs, die Entwicklung und Umsetzung ethischer Prinzipien für den Einsatz von KI in der Cybersicherheit oder für die verantwortungsbewusste Offenlegung von Schwachstellen sowie die Veröffentlichung von Transparenzberichten.

Hinzu kommt die internationale Zusammenarbeit von Kaspersky, zum Beispiel mit Interpol oder Afripol, bei der Kaspersky Bedrohungsinformationen und technische Expertise bereitstellt oder Schulungen anbietet. Aber auch das Engagement beim Internet Governance Forum (IGF) der Vereinten Nationen oder als Unterzeichner des AI Pact der Europäischen Union zeigt, dass Kaspersky als vertrauensvoller Anbieter agiert und international geschätzt wird. Kaspersky trägt damit ganz konkret, regional und global zur Steigerung der Cybersicherheit und Resilienz bei.

▸ Wie geht Kaspersky mit der Forderung nach Transparenz in Ländern um, in denen staatliche Vorschriften strengere Regelungen auferlegen könnten?

🗨️ Antwort:
Kaspersky legt größten Wert auf Konformität mit den rechtlichen Vorschriften in den Ländern und Märkten, in denen das Unternehmen agiert. Ebenso setzt Kaspersky global alle Maßnahmen seiner Transparenzinitiative um – und leistet so oftmals sogar mehr, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Es gibt etwa keine gesetzliche Anforderung, den Quellcode der Software für Überprüfungen zugänglich zu machen.

Kaspersky ist also oftmals seiner Zeit voraus und setzt Maßstäbe im Hinblick auf Sicherheit und Transparenz. Viele der Transparenzanforderungen des Cyber Resilience Act der Europäischen Union hatte Kaspersky bereits vorab schon erfüllt, wie das Bereitstellen einer „Software Bill of Materials“, die Anwendung des Security-by-Design-Prinzips oder die Umsetzung sicherer Software-Entwicklungsprozesse.

▸ Kritiker warnen immer wieder vor Kaspersky. Was sind die häufigsten Vorwürfe, und wie begegnen Sie diesen?

🗨️ Antwort:
Im Grunde wird immer ein möglicher Einfluss der russischen Regierung befürchtet. Die Vorwürfe sind also vor allem geopolitisch motiviert. Konkrete technische Beanstandungen oder Hinweise auf eine Manipulation der Software gab und gibt es nicht. Ganz im Gegenteil belegen die regelmäßigen Tests unserer Software durch unabhängige Testlabore etwa aus Deutschland und Europa schon seit vielen Jahren, dass die Software sicher funktioniert und eine hohe Qualität bietet.

Zudem hat Kaspersky höchst sichere Geschäftsprozesse implementiert, insbesondere in der Softwareentwicklung und -bereitstellung. Deswegen sind Manipulationen der Software, sei es durch Cyberkriminelle, staatliche Akteure oder Innentäter, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Zudem gibt es in der gesamten Firmengeschichte von Kaspersky keinen einzigen Fall von Missbrauch. Abschließend legen wir die Geschäftsprozesse in unseren Transparenzzentren offen, und die SOC-2-Audits und die ISO27001-Zertifizierung belegen, dass die Prozesse sicher sind.

▸ „Ist Kaspersky noch zu trauen?“ Was würden Sie einem Kunden sagen, der sich genau diese Frage stellt?

🗨️ Antwort:
Ich würde dem Kunden sagen, dass er sich selbst ein Bild davon machen soll, indem er sich die Sicherheits- und Transparenzmaßnahmen anschaut, die Kaspersky schon seit vielen Jahren implementiert hat. Hierzu stellen wir, wie oben erwähnt, alle relevanten Informationen bereit. Zudem kann jeder die umfassenden Tests, Zertifikate und Audits ansehen und bewerten.

Auf dieser Basis kommen Kunden in ihrer Risikoanalyse zu der Erkenntnis, dass Kaspersky ein vertrauenswürdiger Partner ist. Vielleicht diesbezüglich noch ein konkretes europäisches Beispiel: In Spanien ist Kaspersky-Software als empfohlenes Produkt im Katalog der IT-Sicherheitslösungen des Nationalen Kryptographie-Zentrums in der Sicherheitskategorie „Hoch“ gelistet.

Dieser Katalog enthält alle Produkte, die eine technische Zertifizierung durchlaufen haben und deren Sicherheitsfunktionen überprüft wurden, gibt klare Kriterien vor, die alle Anbieter erfüllen müssen, und bietet einen Überblick, welche Produkte sicher genutzt werden können. Das spanische Beispiel zeigt, dass die verschiedenen Produkte und Lösungen sehr gut anhand einheitlicher technischer und organisatorischer Kriterien analysiert und bewertet werden können.

2. Geopolitische Spannungen

▸ Aufgrund seiner russischen Ursprünge steht Kaspersky oft im Fokus geopolitischer Debatten. Wie reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe einer möglichen Einflussnahme durch den russischen Staat?

🗨️ Antwort:
Wir nehmen die Vorbehalte ernst und stellen den jeweiligen Behörden oder Kunden Informationen für ihre Risikoanalyse zur Verfügung, laden sie zu Besuchen in unsere Transparenzzentren ein und legen unsere Geschäftsprozesse offen. Damit können wir zeigen, dass die Befürchtungen theoretischer Natur sind, und die Schutzmechanismen von Kaspersky eine solche Einflussnahme wirkungsvoll verhindern.

Wir leisten damit mehr als andere Cybersicherheitsanbieter. Zudem können wir auf das Vertrauen beispielsweise von Interpol oder Afripol verweisen, also Polizeibehörden, die das technische Know-how von Kaspersky anfragen und die davon im Rahmen von Operationen zur Bekämpfung von Cybercrime profitieren. Zudem zeigt Kaspersky jeden Tag durch sein Handeln, dass es seine Kunden schützt und deren Sicherheit und Resilienz gegen alle Cyberbedrohungen nachhaltig stärkt.

▸ Welche konkreten Schritte haben Sie unternommen, um diesen Bedenken entgegenzuwirken und die Neutralität des Unternehmens sicherzustellen?

🗨️ Antwort:
Kaspersky ist ein internationales Unternehmen, das Kunden überall auf der Welt bedient und weltweit Mitarbeiter beschäftigt. Updates werden global ausgerollt und alle Kunden werden mit denselben Produkten geschützt. Alles, was Kaspersky macht, trägt zur Stärkung der internationalen Cybersicherheit bei. Die Software von Kaspersky erkennt jede Schadsoftware, egal welche Sprache sie spricht oder von welchem Bedrohungsakteur sie entwickelt wurde, also unabhängig von ihrem Ursprung und Zweck.

Unsere Threat Intelligence bietet einen 360-Grad-Blick auf die Bedrohungslandschaft, es werden Bedrohungsakteure aus allen Regionen der Welt beobachtet und Informationen hierzu bereitgestellt. Hinzu kommen die hochsicheren Geschäftsprozesse, die zahlreichen Prüfungen, Zertifizierungen und Audits sowie das Angebot zur Zusammenarbeit mit allen Regierungen bzw. Behörden, um konkrete Bedenken auszuräumen. Das oben genannte Beispiel aus Spanien zeigt, dass bei einer faktenbasierten, technischen Analyse Bedenken bezüglich der Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Produkte ausgeräumt werden können.

▸ Gab es Herausforderungen oder Rückschläge bei der Arbeit in geopolitisch sensiblen Märkten wie den USA oder der EU?

🗨️ Antwort:
Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine haben wir natürlich Herausforderungen und Rückschläge erlebt. Wir sind damit aber offen umgegangen und haben Kunden, Partner und Cybersicherheitsbehörden stets umfassend über unsere Maßnahmen und unser Handeln informiert. Als Cybersicherheitsunternehmen haben wir uns dazu verpflichtet, unsere Kunden bestmöglich zu schützen, und darauf konzentrieren wir uns. Auf geopolitische Entwicklungen haben wir keinen Einfluss.

3. Technologie und Innovation

▸ Kaspersky-Produkte erzielen regelmäßig hervorragende Bewertungen in unabhängigen Tests. Was unterscheidet Ihre Sicherheitslösungen technologisch von anderen Anbietern, wie z.B. Bitdefender? Was würden Sie sagen: Was macht Kaspersky besser?

🗨️ Antwort:
Uns ist es wichtig, dass unsere Produkte regelmäßig externen Überprüfungen und Tests unterzogen werden, um die beste Sicherheit für unsere Kunden zu gewährleisten. Aktuell sind das über 600 Awards für unsere Sicherheitslösungen, und wir sind mit Abstand der meist getestete und -ausgezeichnete Anbieter. Aus diesen zahlreichen Tests lernen wir und erhalten Hinweise, wo wir noch besser werden können.

Da wir in mehr als 200 Ländern und Territorien tätig sind, verfügen wir über Echtzeitinformationen aus der ganzen Welt, um unsere Anwender vor Bedrohungen zu schützen, die andere Anbieter möglicherweise übersehen. Wir sind daher die Ersten, die von neuen Bedrohungen erfahren, und dank unserer globalen Abdeckung können wir diese wirkungsvoll abwehren. Gleichzeitig haben wir äußerst erfahrene Expertenteams, die rund um die Uhr an der Bekämpfung von Massenangriffen, Malware, gezielten und fortschrittlichen Angriffen arbeiten. Diese Kenntnisse fließen in unsere Lösungen und Services ein und stellen sicher, dass unsere Nutzer geschützt und selbst den raffiniertesten Bedrohungen einen Schritt voraus sind.

▸ Inwiefern setzt Kaspersky auf innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen, um Cyberbedrohungen effektiv zu erkennen und abzuwehren?

🗨️ Antwort:
Kaspersky verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz und setzt diese schon seit fast 20 Jahren ein. KI-Technologien sind ein integraler Bestandteil unserer Lösungen und Produkte. Beispielsweise geschieht das in unserer eigenen Infrastruktur, wie dem Kaspersky Security Network (KSN). Hierbei handelt es sich um ein Cloud-Datenverarbeitungszentrum, das globale Bedrohungsdaten sammelt, neue Malware erkennt und dabei hilft, neue Erkennungsmodelle für den späteren Einsatz vor Ort zu erstellen, die in mehrere Kaspersky-Produkte integriert sind. Das Zusammenspiel aus Machine Learning und dem Kaspersky Security Network (KSN) führte im ersten Halbjahr 2024 zum Beispiel dazu, dass Kaspersky die Erkennungsrate für APTs um 25 Prozent steigern konnte.

Grundsätzlich sind wir davon überzeugt, dass die effektivsten Lösungen entstehen, wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten und ihre Stärken gegenseitig optimieren. Unser Team im Kaspersky AI Technology Research Center arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten mit KI in der Cybersicherheit und ethischer KI, um ein breites Spektrum an Bedrohungen zu entdecken und zu bekämpfen. Ihre Arbeit ist der Beweis dafür, dass die Verbindung von KI-Fähigkeiten mit menschlichem Fachwissen und umfassenden Bedrohungsdaten aus Big Data die effektivste und zuverlässigste Sicherheit schafft.

Zusammengefasst bildet unser fundiertes Fachwissen und unsere Erfahrung bei der Anwendung dieser Technologien auf die Cybersicherheit zusammen mit unseren einzigartigen Datensätzen, effizienten Methoden und einer fortschrittlichen Infrastruktur für das Modelltraining die Grundlage für die höchst leistungsfähige Erkennung und Abwehr von Cyberbedrohungen.

▸ Was tut Kaspersky, um sicherzustellen, dass seine Technologien verantwortungsvoll genutzt werden können, insbesondere in einem so sensiblen Bereich wie der Cybersicherheit?

🗨️ Antwort:
Zum einen arbeitet Kaspersky kontinuierlich mit weltweit anerkannten Organisationen zusammen, um eine Manipulation der Software auszuschließen. Und zum anderen haben wir mit unserer globalen Transparenzinitiative schon seit 2017 als erstes Cybersicherheitsunternehmen einen Rahmen und eine Reihe konkreter Maßnahmen geschaffen, um die Informationssicherheitsgemeinschaft in die Validierung und Verifizierung der Vertrauenswürdigkeit unserer Produkte, internen Prozesse und Geschäftsabläufe einzubeziehen.

Überdies hat sich Kaspersky seit seiner Gründung dazu verpflichtet, seine Kunden vor Cyberbedrohungen zu schützen, unabhängig von ihrem Ursprung oder Zweck. Dazu gehören auch zusätzliche Mechanismen der Rechenschaftspflicht, über die das Unternehmen nachweist, dass alle Sicherheitsprobleme umgehend und gründlich angegangen werden.

4. Die zentrale Nutzerfrage: „Wie russisch ist Kaspersky?“

▸ Die Frage „Wie russisch ist Kaspersky?“ wird häufig gestellt. Was bedeutet die russische Herkunft des Unternehmens heute noch, angesichts der globalen Ausrichtung und der internationalen Präsenz?

🗨️ Antwort:
Kaspersky ist ein privat geführtes, global agierendes und unabhängiges Unternehmen. Unser Gründer und CEO, Eugene Kaspersky, ist russischer Staatsbürger und wird weltweit als Cybersicherheitsexperte geschätzt. Die Konzern-Holding ist in London (UK) registriert. Rund 60 Prozent des Geschäfts erwirtschaftet Kaspersky außerhalb Russlands. In Europa haben wir mehr als zehn unabhängige Landesgesellschaften, wie zum Beispiel die Kaspersky Labs GmbH in Ingolstadt. Mit Blick auf das deutsche Geschäft zahlen wir unsere Löhne, Steuern und Sozialabgaben in Deutschland.

Das gilt analog auch für die anderen europäischen Gesellschaften. Kaspersky beschäftigt Sicherheitsexperten auf der ganzen Welt, darunter in Europa, dem Nahen Osten, in Asien, Australien, Ozeanien und Lateinamerika. Kaspersky folgt global denselben Geschäftsprozessen und liefert allen Kunden weltweit die gleichen Produkte und Updates. Dabei profitieren wir von der Exzellenz unserer Software-Entwickler und Ingenieure in Russland, die hervorragend ausgebildet und in der Cybersicherheit weltweit anerkannt und führend sind.

▸ Welche Rolle spielen internationale Standorte wie die Schweiz, Madrid oder Kuala Lumpur für die Unternehmenskultur und die täglichen Abläufe bei Kaspersky?

🗨️ Antwort:
Die regionale Präsenz ist für Kaspersky wichtig, um die Besonderheiten der Märkte besser zu verstehen, die kulturellen Unterschiede zu kennen und die regionalen Bedrohungslagen besser analysieren zu können. Auch mit Blick auf unsere Transparenzzentren sind wir global aufgestellt, haben also Transparenzzentren in allen Regionen der Welt, in Staaten mit unterschiedlichen politischen Systemen und Ausrichtungen. Auch das belegt unsere Offenheit, unsere Internationalität und unser globales Eintreten zur Stärkung der Cybersicherheit.

▸ Wer nutzt Kaspersky heute noch? Gibt es bestimmte Kundengruppen oder Regionen, in denen das Vertrauen besonders hoch ist?

🗨️ Antwort:
Weltweit schützt Kaspersky mehr als eine Milliarde Geräte vor neuen Cyber-Bedrohungen und gezielten Angriffen und hat mehr als 200.000 Geschäftskunden. Von Privatpersonen über kleine und mittlere Unternehmen bis hin zu globalen Konzernen und öffentlichen Einrichtungen vertrauen alle Kundengruppen auf die Lösungen und Services von Kaspersky.

In Deutschland und Europa gab es in den vergangenen Jahren aufgrund der geopolitischen Lage leichte Rückgänge, wobei sich Spanien dabei positiv gegenüber den anderen europäischen Staaten hervorhebt. Hier scheint die spezielle Zertifizierung und Listung im STIC-Katalog eine wichtige Rolle zu spielen. In allen anderen Regionen der Welt verzeichnet Kaspersky ein stabiles Wachstum. Auch in Deutschland spüren wir, dass das Vertrauen wieder wächst. Trotz der geopolitischen Bedenken hat sich Kaspersky auch in den vergangenen Jahren als vertrauenswürdiger Partner bewiesen, und unsere Threat Intelligence wird geschätzt.

5. Zukunftsperspektiven

▸ Welche Vision verfolgt Kaspersky für die Zukunft der Cybersecurity, und wie möchte das Unternehmen in den nächsten Jahren die Sicherheitslandschaft mitgestalten?

🗨️ Antwort:
Technologische Meilensteine basierten schon immer auf dem Wunsch nach Innovation. Mit Innovationen geht jedoch das Risiko einher, dass Technologien über ihren beabsichtigten Zweck hinaus missbraucht werden. Schon seit 2012 treibt Kaspersky deshalb den Übergang vom Schutz vor Cyberbedrohungen hin zur Immunität gegen Cyberbedrohungen voran. Unser Konzept der Cyber Immunity zielt darauf ab, cyber-physische Systeme zu schaffen, die von Natur aus sicher und geschützt sind. Damit leisten wir auch heute noch Pionierarbeit im Bereich der Sicherheit.

Kaspersky Cyber Immunity® ist Kasperskys eigene, kosteneffiziente Methode zur Entwicklung sicherer IT-Systeme. Der Cyber Immunity-Ansatz basiert auf dem von uns entwickelten Betriebssystem KasperskyOS, einer Plattform für die Entwicklung cyberimmuner Produkte. Diese haben einen „inhärenten“ Schutz, d. h. die Fähigkeit, Cyberangriffen ohne zusätzliche, angewandte Sicherheitstools zu widerstehen. Die Mehrheit der Angriffsarten auf ein Cyber Immune System sind also unwirksam und kann die kritischen Funktionen nicht beeinträchtigen; wir minimieren die Anzahl der potenziellen Schwachstellen. Cyber Immunity ist Kasperskys Vision für die Zukunft aller IT-Systeme.

▸ Gibt es neue Technologien, Programme oder Partnerschaften, die Kaspersky plant, um die Sicherheit seiner Produkte weiter zu erhöhen?

🗨️ Antwort:
Neben unserer oben genannten Vision der Cyber Immunity, bauen wir mit einem Team von mehr als 5.000 Fachleuten, von denen mehr als die Hälfte in Forschung und Entwicklung tätig sind, unser Cybersicherheits-Ökosystem Tag für Tag weiter aus und optimieren unsere Lösungen und Services. Dabei spielen interne und externe Test- und Kontrollmechanismen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist unser schon seit rund zehn Jahren etabliertes Bug-Bounty-Programm ein zusätzliches Element unserer Produktsicherheit. Denn Schwachstellen lassen sich trotz aller Sorgfalt nicht zu 100 % ausschließen.

Über das Bug-Bounty-Programm binden wir, als Ergänzung zu traditionellen, erprobten Methoden für mehr Sicherheit, die verantwortungsvoll agierende Cybersicherheitsexperten-Szene ein. Externe IT-Spezialisten können so eventuell vorhandene Schwachstellen in unseren Softwarelösungen aufspüren und uns gegenüber offenlegen. Je nach Schwere der Schwachstelle erhalten sie Geldprämien als Anerkennung.

▸ Angesichts der sich ständig verändernden Bedrohungslage: Welche Herausforderungen und Bedrohungen sieht Kaspersky für Verbraucher 2025 und darüber hinaus?

🗨️ Antwort:
Dieses Jahr werden wir sehen, dass die zunehmende Normalisierung von Künstlicher Intelligenz zu raffinierteren personalisierten Deepfakes führen wird. Die Herausforderung hierbei ist, dass es dafür noch keine zuverlässigen Erkennungstools gibt.

Außerdem erwarten unsere Experten, dass Cyberkriminelle den Abo-Trend für Schadkampagnen ausnutzen werden, indem sie gefälschte Dienste entwickeln, die vertrauenswürdige Plattformen imitieren. Diese sollen Nutzer zur Eingabe persönlicher oder finanzieller Daten verleiten, woraufhin ihre Identität und ihr Geld gestohlen werden.

Wir sehen aber auch positive Entwicklungen. Die zunehmende Bedeutung des Datenschutzes dürfte zu neuen Regularien führen, dass Nutzer mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten.

Die Debatte um Kaspersky ist weniger eine Frage der Cybersicherheit als eine geopolitische Diskussion. Während sich westliche Anbieter gerne hinter Blackbox-Methoden verstecken, legt Kaspersky seine Karten offen auf den Tisch. Wer also eine Entscheidung treffen will, sollte das auf tun, und nicht auf Basis politisch motivierter Panikmache.

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