Die Behauptung
In sozialen Medien kursieren Berichte, dass die Ukraine und Russland am 25. Februar 2025 ein Friedensabkommen unterzeichnet hätten. Bestandteil sei unter anderem, dass die USA 50 % der Einnahmen aus der ukrainischen Rohstoffgewinnung erhielten, die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichte und Territorium an Russland abtrete.
Faktencheck: Falsch
Falsch! Es gibt kein solches Friedensabkommen. Die Behauptung vermischt Elemente eines tatsächlich existierenden Rohstoff-Abkommens zwischen den USA und der Ukraine mit spekulativen oder falschen Angaben.
Kurze Faktenübersicht:
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Kein Friedensvertrag: Es gibt keine Bestätigung eines solchen Abkommens zwischen Russland und der Ukraine.
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Tatsächliches Rohstoff-Abkommen: Die Ukraine hat einer Vereinbarung mit den USA zugestimmt, die gemeinsame Investitionen in ukrainische Bodenschätze vorsieht.
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US-Interessen in der Ukraine: Das Abkommen könnte langfristig amerikanische Sicherheitsinteressen in der Ukraine verstärken.
Ursprung der Fehlinformation
Am 25. Februar 2025 verbreiteten Nutzer auf der Plattform X (ehemals Twitter) die Behauptung, dass ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland abgeschlossen worden sei. Sie stützten sich auf Berichte über ein bevorstehendes Abkommen zwischen den USA und der Ukraine über die Nutzung von Rohstofferlösen. In einem viral gegangenen Post wurde behauptet:
„THERE IS IT!!! PEACE DEAL reached between Russia and Ukraine and Zelensky is flying to the USA to sign the deal made by President Trump.“
Diese Aussage ist jedoch irreführend. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Russland und die Ukraine ein Friedensabkommen geschlossen haben.
Was steckt hinter dem US-Ukraine-Mineralien-Deal?
Tatsächlich genehmigte die ukrainische Regierung am 26. Februar 2025 den Rahmen für ein Abkommen mit den USA, das die Nutzung von Bodenschätzen regelt. Laut einem Dokument mit dem Titel „BILATERAL AGREEMENT ESTABLISHING TERMS AND CONDITIONS FOR A RECONSTRUCTION INVESTMENT FUND“ soll ein gemeinsamer Fonds eingerichtet werden, in den 50 % der staatlichen Einnahmen aus der Nutzung ukrainischer Rohstoffe fließen.
Ziel des Fonds ist die „Sicherheit, Stabilität und der wirtschaftliche Wiederaufbau“ der Ukraine. Die betroffenen Ressourcen umfassen unter anderem:
- Graphit und Lithium (zentrale Bestandteile für Batterien)
- Seltene Erden (wichtige Materialien für moderne Technologien, u.a. Rüstungsgüter)
- Erdgas und Öl
Laut US-Präsident Donald Trump sei dies auch aus geopolitischer Sicht relevant:
„Es ist ein großer Gewinn für die Ukraine. Wir werden dort sein, unsere Leute werden dort sein. Das bedeutet automatisch Sicherheit. Niemand wird sich mit uns anlegen, wenn wir dort sind.“
Ist das Abkommen ein Schritt zum Frieden?
Obwohl das Abkommen kein Friedensvertrag ist, könnte es langfristig einen stabilisierenden Effekt haben. Die USA hätten durch Investitionen ein verstärktes Interesse an Sicherheit in der Ukraine. Allerdings fehlen konkrete Sicherheitsgarantien in dem derzeit bekannten Vertragsentwurf. Ukrainische Regierungsvertreter betonten, dass Sicherheitszusagen für das Land weiterhin eine zentrale Forderung seien.
Russland mischt sich ein
Parallel zu den Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine bot Russland an, den USA ebenfalls Zugang zu Bodenschätzen in russisch kontrollierten Gebieten zu gewähren. Dies könnte den Einfluss der USA in der Ukraine schwächen und eine alternative Partnerschaft mit Russland ermöglichen.
Ob dies jedoch zu einem diplomatischen Durchbruch führt oder die geopolitische Lage weiter verkompliziert, bleibt abzuwarten.
Fazit
Es gibt kein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland. Stattdessen wurde ein Rohstoff-Abkommen zwischen den USA und der Ukraine beschlossen, das Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit regelt. Dieses Abkommen könnte indirekt zur Stabilität beitragen, ist aber kein direkter Schritt zur Beendigung des Krieges.
Die verbreiteten Behauptungen in sozialen Medien beruhen auf einer Fehlinterpretation und sind falsch.
Quelle: snopes
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