Trump gibt Selenskyj Schuld am Ukraine-Krieg – ein Geschenk für den Kreml

Ex-Präsident Donald Trump macht Wolodymyr Selenskyj für den russischen Angriff auf die Ukraine mitverantwortlich. Moskau reagiert erfreut, während Kiew von einer „Desinformationsblase“ spricht.

Die Behauptung

Donald Trump erklärte, dass der Ukraine-Krieg hätte verhindert werden können, wenn Selenskyj bereit gewesen wäre, „einen Deal zu machen“. Laut Trump trage die ukrainische Regierung eine Mitschuld am Konflikt, indem sie es „zugelassen“ habe, dass der Krieg ausbrach und fortdauert.

Falsch

Bewertung: Falsch. Trumps Behauptung entspricht der russischen Propaganda und verkennt die Realität der völkerrechtswidrigen Invasion. Diese Aussage ignoriert die eindeutige Tatsache, dass Russland 2022 die Ukraine ohne Provokation überfallen hat. Die Reaktion des Kremls zeigt, wie willkommen diese Narrative in Moskau sind.

Kurze Faktenübersicht:

✅ Russlands Angriff auf die Ukraine: Russland hat die Ukraine am 24. Februar 2022 ohne legitimen Grund überfallen.
✅ Trump gibt Selenskyj die Schuld: Trump behauptet, Kiew hätte den Krieg durch Verhandlungen verhindern können – eine Sichtweise, die Russland seit Jahren verbreitet.
✅ Reaktion des Kremls: Russland begrüßte Trumps Äußerungen als „realistische Einschätzung“ des Konflikts.

📖Wie entstehen gefälschte Aussagen von Prominenten? Antworten finden Sie im Leitfaden Promi-Fakes.

FAQ: Trumps Behauptungen über den Ukraine-Krieg im Faktencheck

Nein. Russland startete am 24. Februar 2022 eine völkerrechtswidrige Invasion. Bereits vor dem Angriff hatte die Ukraine Verhandlungen angeboten: Fünf Tage vor der Invasion erklärte Selenskyj öffentlich, dass er bereit sei, sich mit Putin an einen Tisch zu setzen. Doch Russland ignorierte dies und stellte später Maximalforderungen, die auf eine vollständige Schwächung der Ukraine hinausliefen.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Seit Beginn der russischen Invasion gilt in der Ukraine Kriegsrecht, wodurch Wahlen automatisch ausgesetzt sind. Diese Regelung existiert seit 2015 – lange vor Selenskyjs Amtszeit. Die Mehrheit der Ukrainer unterstützt diesen Schritt, da freie und sichere Wahlen im Kriegszustand unmöglich wären.

Nein. Seriöse Umfragen zeigen, dass 57 % der Ukrainer Selenskyj im Februar 2025 weiterhin vertrauen, während 37 % ihm nicht vertrauen. Diese Zahlen stammen aus repräsentativen Umfragen des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS). Trumps Behauptung von 4 % basiert auf einer unseriösen Quelle, die in russischen Staatsmedien verbreitet wurde.

Nein. Es gibt keine Beweise für erhebliche Verluste oder Veruntreuung westlicher Hilfsgelder. Finanzielle und militärische Unterstützung wird von internationalen Organisationen genau überwacht.

Nein. Russland griff die Ukraine eigenmächtig an – ohne dass ein NATO-Beitritt bevorstand. Der Angriff wurde mit einer angeblichen „Entnazifizierung“ der Ukraine begründet – ein Propagandanarrativ, das international als haltlos entlarvt wurde.

Nein. Vor der Invasion versuchte Selenskyj mehrfach, mit Russland zu verhandeln. Nach Kriegsbeginn gab es mehrere Gesprächsrunden, doch Russlands Forderungen waren nicht realistisch. Eine „Einigung“ hätte bedeutet, dass die Ukraine ihre Verteidigungsfähigkeit massiv eingeschränkt hätte – ein faktisches Diktat aus Moskau.

Nein. Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft hat Europa (EU + Einzelstaaten) mehr Hilfsgelder für die Ukraine bereitgestellt als die USA. Die USA haben zwar hohe Summen zugesagt, aber große Teile davon flossen in die eigene Waffenproduktion und nicht direkt in die Ukraine.

Nein. Russland hat seit Kriegsbeginn bereits den Großteil seiner verfügbaren Truppen und Waffen eingesetzt. Mittlerweile ist Moskau sogar auf nordkoreanische Raketenlieferungen angewiesen, was zeigt, dass es keine großen ungenutzten Reserven gibt.

Nein. Laut westlichen Geheimdiensten will Putin weiterhin die gesamte Ukraine kontrollieren – entweder militärisch oder durch erzwungene Verhandlungen, die ihn begünstigen. Offizielle russische Vertreter haben mehrfach erklärt, dass der Krieg erst dann endet, wenn alle Ziele Moskaus erreicht sind.

Nein. Diese Behauptung ist irreführend und entspricht der russischen Propaganda.

Die Ukraine ist nicht für den Krieg verantwortlich.
Russland begann am 24. Februar 2022 eine völkerrechtswidrige Invasion. Bereits zuvor hatte der Kreml die Krim annektiert und bewaffnete Separatisten im Osten der Ukraine unterstützt. Seit Kriegsbeginn verübten russische Streitkräfte zahlreiche Kriegsverbrechen, darunter Massaker in Butscha und Irpin sowie die Zerstörung von Mariupol.

Es gab keine realistische Möglichkeit, den Krieg zu beenden.
Die Ukraine verteidigt sich gegen eine brutale Besatzung und Kriegsverbrechen wie die Verschleppung tausender Kinder nach Russland, weswegen Putin per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Russland hält weiterhin ukrainische Gebiete besetzt und fordert einseitige Zugeständnisse, darunter die Anerkennung russischer Gebietsgewinne.

Ein „Deal“ hätte eine Kapitulation bedeutet.
Russland fordert von der Ukraine unter anderem:

  • Einen Verzicht auf NATO- und EU-Mitgliedschaft
  • Die dauerhafte Abtretung besetzter Gebiete
  • Eine Einschränkung der ukrainischen Souveränität

Die Ukraine lehnt dies ab, da es das Land wehrlos machen und gegen das Völkerrecht verstoßen würde.

Trumps Behauptung verdreht die Realität.
Er ignoriert, dass Russland der Aggressor ist und Selenskyj mehrfach Friedensgespräche angeboten hat – die Moskau ignorierte oder durch neue Angriffe sabotierte.

🔒 Exklusive Analyse für MimikamaClub-Mitglieder

🎯 Alle wichtigen Informationen sind nun bereitgestellt!
Doch für eine vertiefende Analyse und eine genauere Betrachtung der geopolitischen Hintergründe bieten wir unseren MimikamaClub-Mitgliedern exklusiven Zugriff auf weitere spannende Details:

Trump macht Selenskyj für den Krieg verantwortlich – und Moskau applaudiert

Trumps überraschende Aussagen in Mar-a-Lago

Donald Trump hat wieder einmal für internationale Empörung gesorgt. Während eines Auftritts in seinem Anwesen Mar-a-Lago erklärte der frühere US-Präsident, dass die Ukraine selbst eine Mitschuld am Krieg trage. Seiner Meinung nach hätte Selenskyj die Eskalation verhindern können, indem er „einen Deal gemacht“ hätte.

Trump betonte, dass er Selenskyj „persönlich mag“, aber das sei nicht der Punkt. Viel wichtiger sei, dass „der Job erledigt wird“ – also eine Einigung gefunden wird. Trumps Rhetorik entspricht auffallend der Darstellung des Kremls, der stets argumentiert, die Ukraine hätte durch Zugeständnisse an Moskau den Krieg verhindern können.

Trump gibt Selenskyj Schuld am Ukraine-Krieg – ein Geschenk für den Kreml
Screenshot von Trumps Aussage

Trump wiederholt in einem Social-Media-Post seine Schuldzuweisungen an Selenskyj. Er behauptet unter anderem, der ukrainische Präsident habe die USA in den Krieg „hineingezogen“ und sei ein „Diktator ohne Wahlen“.

Ein Geschenk für Putin

Kaum überraschend: Der Kreml nahm Trumps Worte mit Begeisterung auf. Russlands Außenminister Sergej Lawrow lobte ihn als den „ersten und einzigen westlichen Politiker“, der offen ausspricht, dass die NATO-Bestrebungen der Ukraine ein Problem waren. Diese Argumentation gehört seit Jahren zum Standardrepertoire russischer Propaganda.

Moskau betont regelmäßig, dass es sich durch die Annäherung Kiews an die NATO bedroht gefühlt habe – eine Erzählung, die Putin als Vorwand für den Angriffskrieg nutzt. Trumps Worte wirken daher wie eine nachträgliche Legitimation für Russlands Invasion.

Ohne die Ukraine über die Ukraine verhandeln?

Noch brisanter: Die USA und Russland haben sich in Saudi-Arabien zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg getroffen – ohne die Ukraine oder ihre Verbündeten einzubeziehen. Dass Kiew übergangen wurde, sorgte für Empörung.

Selenskyj kritisierte, dass über das Schicksal seines Landes ohne seine Beteiligung entschieden werden solle. Trump reagierte darauf mit Spott: „Nun, ihr seid seit drei Jahren dabei“, meinte er süffisant.

Selenskyjs scharfe Antwort – und was die Zahlen wirklich sagen

Der ukrainische Präsident wies Trumps Behauptungen entschieden zurück. In einem Interview sagte er, der Ex-Präsident sei „in einer russischen Desinformationsblase gefangen“.

Doch wie steht es wirklich um Selenskyjs Zustimmungswerte? Eine aktuelle Umfrage vom Februar 2025 zeigt, dass 57 % der Ukrainer Selenskyj weiterhin vertrauen, während 37 % ihm nicht vertrauen. Besonders bemerkenswert: Direkt nach Kriegsbeginn im Mai 2022 lag sein Vertrauenswert bei 90 %.

Repräsentative Umfrage zeigt: Selenskyj bleibt mehrheitlich unterstützt

Eine repräsentative Erhebung des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) (Februar 2025) widerlegt Trumps Behauptung über Selenskyjs angeblich katastrophale Beliebtheit.

📊 Ergebnisse der Umfrage:
✅ Februar 2025: 57 % Vertrauen, 37 % Misstrauen.
✅ Dezember 2024: 52 % Vertrauen, 39 % Misstrauen.
✅ Mai 2022 (Höchstwert): 90 % Vertrauen.

Diese Zahlen belegen klar: Selenskyj bleibt in der Ukraine mehrheitlich unterstützt – ganz im Gegensatz zu Trumps Behauptungen.

Trump gibt Selenskyj Schuld am Ukraine-Krieg – ein Geschenk für den Kreml
Screenshot Statistik

KIIS hebt zudem hervor, dass die Mehrheit der Ukrainer keine vorzeitigen Wahlen befürwortet, sondern sich auf den Sieg über Russland konzentrieren will. Diskussionen über die „Legitimität“ Selenskyjs seien daher aus Sicht der ukrainischen Bevölkerung weitgehend irrelevant.

Diese Zahlen widerlegen Trumps Darstellung klar: Entgegen seiner Behauptung, Selenskyj sei „sehr unbeliebt“, genießt der ukrainische Präsident weiterhin eine stabile Mehrheit in der Bevölkerung. Sein politisches Mandat ist ungebrochen – ganz im Gegensatz zu den Narrativen, die Trump und der Kreml verbreiten.

Fazit: Trumps Schuldzuweisungen stärken den Kreml

Trumps Aussagen ignorieren die Realität: Russland hat die Ukraine 2022 ohne Provokation überfallen.

Sollte Trump erneut US-Präsident werden und die Unterstützung für Kiew einstellen, könnte dies nicht nur den Krieg verlängern, sondern weitere russische Aggressionen ermutigen.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Russlands Desinformationskampagnen zur Bundestagswahl 2025
US-Regierung setzt sich für Andrew Tate ein – Einflussnahme oder Fluchthilfe?
Vance attackiert europäische Grundwerte und verdreht das allgemein anerkannte Verständnis für die Demokratie

MIMIKAMA · FAKTENCHECK

Faktencheck als Bild teilen

Den Faktencheck per Artikellink teilen oder das 4:5-Faktenbild als PNG herunterladen.

Social-Faktenbild · 4:5 · 1080 × 1350 px

Bild wird vorbereitet …

Bitte prüfe beim Teilen, ob der gekürzte Text die Aussage korrekt wiedergibt. Die vollständige Recherche ist im Artikel verlinkt.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.