Russlands Desinformationskampagnen zur Bundestagswahl 2025

Gezielte Manipulation: Wie Russland versucht, die Wahl in Deutschland zu beeinflussen

Die Behauptung

Russland betreibt mit großangelegten Desinformationskampagnen gezielte Wahlbeeinflussung in Deutschland. Besonders Parteien aus der politischen Mitte werden attackiert, während rechtspopulistische und prorussische Parteien bevorzugt dargestellt werden.

Aufgestellt von: Unbekannt

Faktencheck: Wahr

Recherchen von Medien und Faktencheckern belegen die russischen Manipulationsversuche, insbesondere durch die genannten Kampagnen. Die Recherche zeigt, dass Russland mit mehreren Kampagnen – darunter „Doppelgänger“, „Storm-1516“ und „Matrjoschka“ – gezielt Falschinformationen über Politiker verbreitet. Deutschland versucht mit Aufklärungskampagnen und internationalen Kooperationen gegenzusteuern, doch der Einfluss der Desinformation bleibt schwer messbar.

Kurze Faktenübersicht:

  • Gezielte Falschmeldungen: Spitzenkandidaten der CDU, Grünen und SPD sind Hauptziele von Desinformation.

  • Methoden: KI-generierte Webseiten, gefälschte Dokumente und Zeugenaussagen, massenhafte Verbreitung über soziale Netzwerke.

  • Begünstigte Parteien: AfD und BSW erhalten tendenziell positive Darstellung in russischen Desinformationskampagnen.

  • Gegenmaßnahmen: Deutsche Behörden setzen auf Medienkompetenzförderung, internationale Kooperationen und Faktenchecks.

→Wie wird Desinformation in Konflikten eingesetzt? Antworten finden Sie im Leitfaden Krieg & Konflikt-Desinformation.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Russische Desinformation in Deutschland – ein bekanntes Muster

Russlands Versuche, Wahlen in westlichen Demokratien zu beeinflussen, sind nicht neu. Bereits bei der Bundestagswahl 2021 gab es Hinweise auf gezielte Manipulationen. Nun, vier Jahre später, ist die Lage kaum anders: Pünktlich zur Wahl am 23. Februar 2025 tauchen wieder großangelegte Desinformationskampagnen auf, die Zweifel säen und gezielt das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben sollen.

{„@context“:“http://schema.org“,“@type“:“VideoObject“,“name“:“Sorge vor Wahlmanipulation wächst“,“description“:“Vor der anstehenden Bundestagswahl wächst laut einer Umfrage bei der großen Mehrheit die Sorge vor Wahlmanipulation durch das Ausland. Ein Problem sind Fake News in den sozialen Medien. Im Fokus steht Russland.“,“thumbnailUrl“:“https://i4thumbs.glomex.com/dC1ydS8yMDI1LzAyLzA2LzE4LzM4XzI1XzY3YTUwMWExNGExM2QuanBn/profile:player-960×540″,“duration“:“PT2M7S“,“uploadDate“:“2025-02-06T18:39:32.000Z“,“contentUrl“:“https://video-websearch-indexing.mes.glomex.cloud/11cdf2/v-d7lkwpshr0qp.mp4″,“embedUrl“:“https://player.glomex.com/integration/1/iframe-player.html?integrationId=3mxjif24mjlyzm58u&playlistId=v-d7lkwpshr0qp“,“provider“:{„@type“:“Organization“,“name“:“glomex GmbH“,“logo“:{„@type“:“ImageObject“,“url“:“https://player.glomex.com/[email protected]“,“width“:136,“height“:146}},“expires“:“9999-12-31T22:59:59.000Z“,“regionsAllowed“:“AT,CH,DE“}

Die Strategien: „Doppelgänger“, „Storm-1516“ und „Matrjoschka“

Russlands Einflussnahme erfolgt über mehrere Kampagnen:

  1. „Storm-1516“ – Diese Kampagne verbreitet Falschmeldungen über deutsche Politiker, insbesondere über die Spitzenkandidaten der CDU, Grünen und SPD. So kursierte etwa ein manipuliertes Video, das suggerierte, Friedrich Merz habe 2017 einen Suizidversuch unternommen. Die Quelle: eine gefälschte Nachrichtenseite mit angeblichen medizinischen Dokumenten. Ähnlich erging es Grünen-Politiker Robert Habeck, der in einen nicht existierenden Korruptionsskandal verwickelt worden sein soll.
  2. „Doppelgänger“ – Hierbei werden bekannte Nachrichtenseiten imitiert, um Desinformationen glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Besonders häufig geht es darum, westliche Außenpolitik zu diskreditieren und prorussische Narrative zu verbreiten.
  3. „Matrjoschka“ – Diese Kampagne setzt auf Ablenkungsmanöver. Mit einer Armee von Social-Media-Bots wird eine Flut von Fake-News-Anfragen an Faktenchecker geschickt, um sie zu überlasten und gleichzeitig Falschmeldungen weiterzuverbreiten.

Welche Partei profitiert?

Auffällig ist, dass eine Partei besonders häufig in positiver Weise erwähnt werden:

  • AfD – Die rechtspopulistische Partei erhält in prorussischen Medien wohlwollende Berichterstattung. Ihre Haltung zur Ukraine, ihre Ablehnung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland und ihre Kritik an westlicher Politik machen sie zu einem attraktiven Kandidaten für russische Propaganda.

Wie wehrt sich Deutschland?

Rechtlich ist die Verbreitung von Desinformation durch ausländische Akteure in Deutschland nicht strafbar. Dennoch gibt es Maßnahmen, um dem Einfluss entgegenzuwirken:

  • Faktenchecks & Medienbildung: Initiativen wie wir oder das Correctiv, CeMAS und NewsGuard klären über Desinformation auf.
  • Internationale Kooperation: Deutschland arbeitet mit EU-Partnern und sozialen Netzwerken zusammen, um Fake News einzudämmen.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit: Behörden setzen verstärkt auf Medienkompetenzprogramme, um Bürger für Manipulationen zu sensibilisieren.

Trotz aller Gegenmaßnahmen bleibt die Herausforderung bestehen: Desinformation verbreitet sich schnell, während Faktenchecks zeitaufwendig sind. Der beste Schutz? Kritisches Denken und eine gesunde Skepsis gegenüber reißerischen Meldungen.

Fazit zur russischen Wahlbeeinflussung in Deutschland

Russland setzt zur Bundestagswahl 2025 auf bewährte Desinformationsstrategien. Besonders betroffen sind Parteien aus der politischen Mitte, während prorussische Parteien wie AfD und BSW profitieren. Deutschland versucht, mit Aufklärungskampagnen und internationaler Zusammenarbeit dagegenzuhalten – doch der Einfluss der Desinformation bleibt schwer zu messen. Kritisches Denken und faktenbasierte Berichterstattung sind wichtiger denn je.

Quelle: DW.com

Lesen Sie auch:
Gerüchte über Friedrich Merz‘ Gesundheit gezielt gestreut
Die perfide pro-russische Desinformationskampagne „Doppelgänger“


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.