Wünscht sich auf Kika ein Kind einen Gesundheits-Chip?

Autor: Andre Wolf

Lieber Leser, liebe Leserin, Mimikama ist dein Kompass in der Informationsflut. Aber um den Kurs zu halten, brauchen wir dich. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, bringt uns näher an eine Welt der verlässlichen Informationen. Stell dir vor, du könntest einen Unterschied machen, und das kannst du! Unterstütze uns jetzt via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon. Deine Hilfe lässt uns weiterhin Fakten liefern, auf die du zählen kannst. Mach mit uns den ersten Schritt in eine vertrauenswürdigere Informationszukunft. ❤️ Dank dir kann es sein.

Kika und Chips
Kika und Chips

Seit Jahren findet man auf Social Media immer wieder Inhalte über implantierte Chips oder gar Zwangsverchippungen. Nun ist ein Sharepic aufgetaucht, dass ein Statement auf Kika zeigt.

Wünscht sich auf Kika tatsächlich ein Kind einen Chip unter der Haut? Chips unter der Haut sind technisch gesehen heute schon möglich, jedoch nicht sonderlich weit verbreitet (an dieser Stelle ein gut gemeinter Hinweis auf unseren Artikel „Natürlich gibt es diese Chips„). Einer der Gründe dafür dürfte unter anderem der negative Bedeutungsrahmen von Implantaten haben.

Das Narrativ zu implantierten Chips hängt immer ein wenig mit der Geschichte einer Totalüberwachung zusammen, die entsprechend auf Social Media immer wieder Empörung aufruft.

[mk_ad]

Eine solche Empörung findet man derzeit in Bezug auf ein Sharepic, welches einen Screenshot der Webseite des Kinderkanals Kika zeigt. Dort liest man einen Satz, den „Tim“ gesagt haben soll:

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass jeder Mensch auf der Welt einen Chip implantiert bekommt. Dieser Chip wird über eine Uhr oder ein Handy gesteuert und scannt den Körper. Er zeigt an, was du hast und dann kannst du selbst entscheiden, ob du zum Arzt gehst oder nicht.

Das Sharepic tritt in folgender Form auf:

Screenshot von Kika
Screenshot von Kika

Faktencheck Screenshot von Kika

Stammt dieser Screenshot wirklich von der Kika-Webseite? Ja, dieses Statement findet man dort. Es dürfte sich um einen Begleitartikel zu einer Folge aus der Serie „Erde an Zukunft“ handeln. Diese Folge trägt den Titel „Medizin in der Zukunft“, der Begleitartikel mit dem Zitat findet sich hier.

Spannend wird es, wenn man sich die Folgenübersicht von „Erde an Zukunft“ anschaut, denn darin findet man die Folge „Medizin in der Zukunft“ mit einem Ausstrahlungsdatum vom 05.08.2017, also bereits vor knapp drei Jahren. Ein Bezug zum Coronavirus oder aktuellen Legenden bezüglich Chips und Impfungen ist somit nicht gegeben.

[mk_ad]

Das könnte ebenso interessieren:

Wie der Postillon Julian Reichelt foppte: Julian Reichelt, Chefredakteur der Bild, hat am 13. Mai auf Twitter einen Artikel des Postillons geteilt. Dieser Tweet hat ihm nun eine besondere Aufmerksamkeit beschert. Mehr dazu HIER.


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstand durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Ihnen liegt es am Herzen, das Internet zu einem Ort der Wahrheit und Sicherheit zu machen? Fühlen Sie sich überwältigt von der Flut an Fehlinformationen? Mimikama steht für Vertrauen und Integrität im digitalen Raum. Gemeinsam können wir für ein transparentes und sicheres Netz sorgen. Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie Mimikama!. Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.

Mehr von Mimikama