Sie verkaufen ein Fahrrad per Kleinanzeige auf Ländleanzeiger.at. Ein Interessent meldet sich und möchte es kaufen. Weil der Interessent gerade keinen Zugriff auf sein Bankkonto hat, möchte er es per Scheck bezahlen. Nach einigen Tagen kommt tatsächlich ein Scheck an – aber mit einem viel zu hohen Betrag. Vorsicht: Der Scheck ist Fake. Brechen Sie den Kontakt ab, Sie werden betrogen. Unsere Partner der Watchlist Internet klären über diese perfide Masche auf, die auch auf anderen Kleinanzeigenportalen wie Willhaben, Vinted, Shpock und Co. vorkommen kann.

So funktioniert die Scheck-Betrugsmasche auf den Kleinanzeigenportalen

  • Sie inserieren ein Produkt.
  • Jemand möchte es kaufen. Die Person fragt nach Ihrer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, denn über WhatsApp oder E-Mail sei es einfacher, alles zu besprechen.
  • Der Interessent oder die Interessentin stellt noch ein paar Fragen zum Produkt, möchte es aber ohne Preisverhandlung kaufen.  
  • Die Person lebt im Ausland, wird die Lieferung aber organisieren. Sie haben angeblich keinen Aufwand. Bezahlt wird per Scheck, denn der Käufer bzw. die Käuferin kann gerade keine Überweisungen tätigen.
  • Wenn Sie zustimmen, sollen Sie Ihren Namen, Adresse und Bankdaten übermitteln.
  • Einige Tage später kommt tatsächlich ein Scheck an. Die Summe ist aber höher als der Kaufpreis. Angeblich ist der überschüssige Betrag für die Lieferfirma, die die Ware bei Ihnen abholt. Sie sollen die Lieferfirma damit bezahlen.
  • Die Kriminellen gehen davon aus, dass Sie den Betrag nicht mit dem Geld vom Scheck bezahlen, sondern es von Ihrem Konto abheben oder überweisen.
  • Entweder kommt tatsächlich eine Person und holt die Ware und das Geld ab oder eine Fake-Lieferfirma kontaktiert Sie und verlangt die Überweisung des Betrages. Häufig geben sich die Kriminellen hier als Post oder DHL aus und fälschen deren Webseite, um glaubhaft zu wirken.
  • Wenn Sie zahlen, verlieren Sie Ihr Geld, denn der Scheck ist gefälscht und nicht gedeckt!
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Betrügerische Absichten von Käufer:innen erkennen

  • Die Person lebt angeblich im Ausland.
  • Kriminelle kommunizieren lieber auf WhatsApp oder per E-Mail. Der Grund dafür ist einfach: Die Nachrichtenportale der Plattformen erkennen betrügerische Nachrichten automatisiert. Sie würden vor Betrug gewarnt werden.
  • Der Verkaufsprozess läuft nicht wie gewohnt ab.
  • Die Person möchte per Scheck bezahlen.

Kleinanzeigenbetrug boomt

Kriminelle tummeln sich auf allen gängigen Kleinanzeigenplattformen. Die Betrugsmasche mit gefälschten Schecks dürfte aber eher selten vorkommen. Häufiger berichten uns Leser:innen von gefälschten Zahlungsplattformen, auf denen Sie den Kaufbetrag angeblich einfordern können. In Wirklichkeit erhalten Sie aber kein Geld, sondern geben einen Betrag frei. Wie das genau abläuft, lesen Sie hier nach.   

Mit diesen Tipps haben Betrüger:innen bei Ihnen keine Chance! Lesen Sie, worauf Sie beim Kaufen und Verkaufen auf Kleinanzeigenplattformen achten sollten.

Hilfe, ich habe bezahlt!

  • Wenn Sie das Geld überwiesen haben, sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren. Möglicherweise kann das Geld zurückgeholt werden.
  • Haben Sie das Geld einem Fake-Lieferanten gegeben, gibt es keine Chance mehr, es zurückzuerhalten.
  • Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

Quelle:

Watchlist Internet
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)