Die Behauptung
Vitali Klitschko soll gesagt haben: „Mein Sohn ist ein Patriot, aber er zieht nicht in den Krieg. Es ist nicht sein Krieg.“
Unser Fazit
Es gibt keine Belege dafür, dass Vitali Klitschko diese Aussage gemacht hat. Seine Söhne sind zu jung, um in den Krieg zu ziehen, und das Zitat scheint aus einem humoristischen Kontext der Seite 9gag zu stammen.
- Keine Belege für das Zitat: Es gibt keine verlässlichen Quellen, die bestätigen, dass Vitali Klitschko diese Worte geäußert hat.
- Altersgrenze für Wehrdienst: Klitschkos ältester Sohn Yegor ist 24 Jahre alt und damit unter der aktuellen Altersgrenze von 25 Jahren für Reservisten in der Ukraine.
- Kontext des Zitats: Das angebliche Zitat tauchte auf der Humorplattform 9gag auf und wurde in einem satirischen Kontext verbreitet.
Bewertung: Die Aussage ist falsch.
Falsche Zitate verbreiten sich in den sozialen Medien oft sehr schnell. Ein besonders prominentes Beispiel betrifft den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko. Ihm wird eine Aussage zugeschrieben, die er über seinen ältesten Sohn Yegor im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gemacht haben soll. Doch stimmt das wirklich?
Angebliches Klitschko-Zitat
Laut einem auf Facebook kursierenden Sharepic soll Klitschko gesagt haben: „Mein Sohn ist ein Patriot, aber er zieht nicht in den Krieg. Es ist nicht sein Krieg.“ Diese Worte erwecken den Eindruck einer Kriegs-kritischen Haltung, aber gibt es Beweise für diese Aussage?
Bewertung der Aussage
Es gibt keine Belege dafür, dass Vitali Klitschko diese Worte geäußert hat. Das angebliche Zitat findet sich auf der englischen Unterhaltungsseite 9gag, die für ihre humoristischen und satirischen Inhalte bekannt ist. Die Seite bezeichnet sich selbst als „Memeland“, was die Glaubwürdigkeit des Zitats in Frage stellt.
Faktencheck
Vitali Klitschko, der ehemalige Boxweltmeister und jetzige Bürgermeister von Kiew, hat drei Kinder: Yegor, Elisabeth und Maxim. Yegor, der älteste Sohn, ist 24 Jahre alt. Die ukrainische Regierung hat das Einberufungsalter für Reservisten auf 25 Jahre gesenkt, so dass Yegor nicht wehrpflichtig ist.
In einem Interview mit der Berliner Morgenpost erklärte Klitschko, seine Kinder hätten die Ukraine nicht wegen des Krieges verlassen. Sie seien wegen seiner Sportkarriere im Ausland aufgewachsen und hätten dort studiert. Diese Aussagen widersprechen dem angeblichen Zitat.
Weitere Informationen
Ein genauer Blick auf das Originalfoto, das für das Sharepic verwendet wurde, zeigt, dass es vor dem Krieg aufgenommen wurde. Am 19. Juli 2020 postete Klitschko ein Foto von sich und seinem Sohn Yegor auf Instagram (hier archiviert) und schrieb dazu, dass sein Sohn ihm ein Geburtstagsgeschenk gemacht habe, indem er angekündigt habe, für das Amt des Bürgermeisters von Kiew kandidieren zu wollen. Das Foto wurde also lange vor der russischen Invasion in der Ukraine aufgenommen und hat keinen Bezug zu den aktuellen Ereignissen.
Fragen und Antworten
Frage 1: Was hat Vitali Klitschko wirklich über seine Söhne und den Krieg gesagt?
Antwort 1: Vitali Klitschko hat erklärt, dass seine Söhne die Ukraine nicht wegen des Krieges verlassen haben, sondern im Ausland aufgewachsen sind und dort studieren.
Frage 2: Wie haben offizielle Stellen auf das angebliche Zitat reagiert?
Antwort 2: Es gibt keine offiziellen Reaktionen, da das Zitat nicht belegt und vermutlich erfunden ist.
Frage 3: Welche Auswirkungen haben solche falschen Behauptungen?
Antwort 3: Solche falschen Behauptungen können Verwirrung stiften und das Vertrauen in öffentliche Personen und Informationen untergraben.
Frage 4: Woher stammt das Foto auf dem Sharepic?
Antwort 4: Das Foto stammt aus einem Instagram-Post von Vitali Klitschko vom Juli 2020 und hat keinen Bezug zum aktuellen Kriegsgeschehen.
Frage 5: Warum ist es wichtig, solche Behauptungen zu überprüfen?
Antwort 5: Die Überprüfung von Behauptungen ist wichtig, um die Verbreitung von Falschinformationen zu verhindern und das Vertrauen in verlässliche Quellen zu stärken.
Fazit
Das angebliche Zitat von Vitali Klitschko über seinen Sohn ist nicht belegt und scheint aus einem humoristischen Kontext zu stammen. Es gibt keine verlässlichen Quellen, die diese Aussage bestätigen. Zudem sind Klitschkos Söhne zu jung für den Militärdienst und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie sich dem Kampf entziehen.
Quelle: dpa
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