Polizei warnt vor kostspieligen Voicemail-Benachrichtigungen

Erst waren es Textnachrichten zu Paket-Lieferungen, die unzählige Smartphone-Nutzer erhielten – jetzt versuchen es die Betrüger mit sogenannten Voicemail

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Vor ein paar Wochen waren es noch kurze Textnachrichten zu angeblichen Paket-Lieferungen, die unzählige Smartphone-Nutzer erhielten – jetzt versuchen es die Betrüger mit sogenannten Voicemails (Sprachbenachrichtigungen).

Bundesweit wurde in den vergangenen Tagen darüber berichtet, dass Handy-Nutzern per SMS ein Link zugeschickt wurde, mit dem sie angeblich eine solche Voicemail abrufen können.

Statt der erwarteten Sprachnachricht hörten die Betroffenen aber erst einmal nichts. Allerdings stellte sich dann heraus, dass durch das Anklicken des Links unbefugt auf das jeweilige Handy zugegriffen und von der eigenen Telefonnummer aus dann unzählige weitere Benachrichtigungen verschickt wurden.

Auch einem 32-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg ging es so. Wie er jetzt der Polizei meldete, hatte er Anfang der Woche eine solche Benachrichtigung erhalten. Leider klickte er den enthaltenen Link an, um sich die vermeintliche Sprachnachricht anzuhören. – Die bekam der 32-Jährige zwar nicht, dafür erhielt er später die Mitteilung seines Mobilfunkanbieters, dass von seiner Rufnummer aus rund 3.000 SMS verschickt wurden. Kosten für den Mann: rund 200 Euro. Er ließ seine Handynummer jetzt aus Sicherheitsgründen sperren. Hoffentlich fällt keiner seiner Kontakte auf die betrügerische SMS herein.

Wir empfehlen allen, die solche dubiosen Nachrichten erhalten: Klicken Sie auf keinen Fall den enthaltenen Link an! Bestätigen Sie auch nicht die Installation einer neuen App! Erlauben Sie keinen Zugriff auf Ihre persönlichen Daten! – Denn nur das wollen die Absender mit ihren Nachrichten erreichen: Dass sie auf alle Daten, die in Ihrem Smartphone gespeichert sind (Bankdaten, Kundendaten, Passwörter, …) zugreifen und darüber verfügen können und die Kontrolle über Ihr Handy erhalten. Deshalb: Bleiben Sie vorsichtig – auch wenn die Nachricht von einer Nummer kommt, die Sie kennen!

Quelle: PP/Polizeipräsidium Westpfalz
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