Eine tolle Zukunft erträumte man sich in den1950ern: Haushaltsroboter, weltweite Kommunikation – und das neue Coronavirus in 2020.
So scheint ein Film vorhergesagt zu haben!

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in den USA viele Kurzfilme, die man heute als „Infotainment“ bezeichnet: Unterhaltsam und lehrreich. Nun kursiert wieder einer dieser Filme (scheinbar zumindest!), der bereits 1956 berichtete, dass im Jahr 2020 eine potentiell tödliche und verheerende Krankheit auftauchen wird: Das neue Coronavirus!

Seit Dezember wird der Kurzfilm (mal wieder) auf Facebook geteilt, hier der Screenshot eines der vielen Beiträge:

"Avoiding the future plague"
„Avoiding the future plague“

Zu dem zweimütigen Film sagt der Beitragsersteller, dass man genau hinhören solle, da in den letzten 40 Sekunden von einer Krankheit berichtet wird, die laut Wissenschaftlern im Jahr 2020 auftauchen wird.

Schlussfolgerung: Bei dem neuen Coronavirus handelt es sich wahrscheinlich um einen „geplanten Wahnsinn“. Doch auch der Rest des Kurzfilms ist hochinteressant (und auch sehr amüsant) – wenn man Satire versteht!

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Der komplette Kurzfilm

Wir müssen gar nicht mal lange wühlen, woher der Kurzfilm stammt, denn das Original, welches über 4 Minuten lang ist, findet sich auf YouTube (siehe HIER) und wurde von dem Nutzer RamsesThePigeon erstellt.

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Ab Minute 1:23 (siehe HIER) sieht man auch die entsprechende Stelle, die so viele entsetzt:
Das Auftreten einer potentiell tödlichen und verheerenden Krankheit. Experten sagen voraus, dass im Jahr 2020 ein neues Virus sich verbreiten wird, welches sich von „irgendwo in Asien“ über die ganze Welt verbreiten wird – Also das neue Coronavirus!

Doch das Entsetzen kommt am Schluss des Videos: „Wie kann diese Pandemie verhindert werden?“, wird vor der Werbe-Unterbrechung gefragt, doch eine Antwort folgt nicht: „Footage missing“, auf Deutsch: „Material fehlt“, wird angezeigt!

Noch viel mehr „Prophezeiungen“!

Wer sich das komplette Video anschaut, wird auf noch viel mehr fantastische Prohezeiungen stoßen, die erkennen lassen, dass die jetzige Zeit sehr akkurat vorhergesagt wurde!

  • Die eigenen Gedanken aufschreiben und mit Millionen Menschen teilen = Das Internet
  • Geräte in Größe eines Brotlaibs ersetzen komplette Büroausstattung = Computer
  • Flugzeuge bringen einen überall hin = Touristische Flugreisen
  • Politische Korruptheit wird zur Normalität
  • Leute, die keine Ahnung haben, werden Aufmerksamkeit bekommen
  • Früher beliebte Darsteller bewerben Schlangenöl als Allheilmittel

An den letzten drei Punkten erkennt man sehr hübsch, dass da augenzwinkernd auf aktuelle Prominente und Politiker verwiesen wird.

Denn wem es immer noch nicht aufgefallen ist:
Das Video ist nicht von 1956, es ist Satire!

Der Kurzfilm ist von 2020!

Der YouTuber nahm für das Video diverses Filmmaterial wie beispielsweise aus dem Film Tornado von 1956 oder den Haushaltsroboter aus dem Film Leave it to Roll-Oh aus dem Jahr 1940.

Sogar sein eigenes Logo blendete der YouTuber am Anfang des Films ein, um deutlich zu machen, dass er diesen selbst erstellt hat:

Die Logo-Einblendung
Die Logo-Einblendung, Bildquelle: YouTube

In der Beschreibung des Videos schreibt der Ersteller auch, dass er das Video „einfach so zusammengeschmissen hat“, da er am 29. Februar (einem Datum, welches es nur in Schaltjahren gibt) ein Video hochladen wollte.

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Fazit

Zugegebenrmaßen sind die Hinweise auf den Satire-Charakter des Videos sehr subtil gestreut, weswegen es fast verständlich ist, dass viele Nutzer auf Facebook und YouTube es für echt halten.

Nichtsdestotrotz ist das PSA (Public Service Announcement) nicht aus dem Jahr 1956, sondern Satire aus dem Jahr 2020.

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)