Der Schutz persönlicher Informationen wie Login-Daten oder Passwörtern ist enorm wichtig. Fast täglich hören wir von neuen Hackerangriffen, bei denen sensible Daten wie E-Mail-Adressen, Benutzernamen und Passwörter gestohlen und im Internet veröffentlicht werden.

Ein prominentes Beispiel ist das Facebook-Datenleck im Jahr 2021, bei dem die Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern kompromittiert wurden. Solche Vorfälle wecken berechtigte Sorgen: Sind auch meine persönlichen Daten betroffen?

Wie überprüft man, ob eigene Login-Daten betroffen sind?

Die gute Nachricht ist, dass es Tools gibt, mit denen man überprüfen kann, ob die eigenen Daten Teil eines bekannten Datenlecks sind. Browser wie Firefox und Safari haben bereits eingebaute Funktionen, die euch über mögliche Datenlecks informieren.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Webseiten, die Datenbanken mit gestohlenen Zugangsdaten durchsuchen und Ihnen mitteilen können, ob Ihre Daten betroffen sind. Wir stellen drei solcher Dienste vor:

 HPI Identity Leak CheckerIdentity Leak CheckerHave I been pwned?
AnbieterHasso-Plattner-Institut (HPI) der Uni PotsdamEIDI der Universität BonnTroy Hunt, Internet-Sicherheitsexperte und Blogger
Sprache der Seitedeutschdeutschenglisch
So funktioniert esE-Mail-Adresse ins Suchfeld eingeben. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail, in der Sie informiert werden, ob Login-Daten mit Ihrer E-Mail-Adresse im Internet veröffentlicht wurden.E-Mail-Adresse ins Suchfeld eingeben. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail, in der Sie informiert werden, ob Login-Daten mit Ihrer E-Mail-Adresse im Internet veröffentlicht wurden.E-Mail-Adresse oder Nutzernamen ins Suchfeld eingeben. Anschließend wird direkt auf der Seite angezeigt, ob Login-Daten mit Ihren Angaben im Internet veröffentlicht wurden.
Info, von welchen Accounts die Daten stammen?TeilweiseJaJa
Nutzerkonten (lt. Angabe der Betreiber)etwa 13,4 Milliarden, Aktualisierungen bei Bedarfkeine Angabeetwa 12,9 Milliarden, Aktualisierungen bei Bedarf
Adressesec.hpi.uni-potsdam.de/leak-checker/searchhttps://leakchecker.uni-bonn.de/haveibeenpwned.com

Vorsicht bei der Nutzung von Datenleck-Suchdiensten

Auch wenn diese Dienste nützlich sind, ist Vorsicht geboten. Nicht alle Anbieter, die derartige Dienste eventuell bewerben, sind vertrauenswürdig. Bevor Sie Ihre Daten auf einer solchen Website eingebt, sollten Sie sich vergewissern, dass

  • Der Anbieter einen guten Ruf hat und über aussagekräftige FAQ oder eine Datenschutzerklärung verfügt.
  • Ihre Daten nicht für kommerzielle Zwecke gespeichert und verwendet werden.
  • Ihre Daten nur für die Dauer des Datenbankabgleichs gespeichert werden.

Denken Sie daran: Wenn Sie sich bei der Nutzung eines Dienstes unsicher fühlen, sollten Sie ihn lieber nicht nutzen.

Was tun bei einem Datenleck?

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Daten von einem Datenleck betroffen sind, gibt es einige wichtige Schritte, die Sie unternehmen sollten:

  • Ändern Sie das Passwort des betroffenen Kontos sofort. Wählen Sie ein starkes, einmaliges Passwort.
  • Ändern Sie das Passwort auch für andere Dienste, wenn das gleiche Passwort verwendet wird.
  • Aktivieren Sie, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Anmeldung für zusätzliche Sicherheit.

Datenlecks sind leider eine Realität in unserer vernetzten Welt, aber durch proaktive Maßnahmen können wir unsere persönlichen Daten besser schützen. Bleiben Sie wachsam und nutzen Sie die verfügbaren Tools, um Ihre Online-Präsenz sicherer zu machen.

Quelle: Checked4You

Für weitere Informationen und Updates abonnieren Sie den Mimikama Newsletter und besuchen Sie unsere Online-Vorträge und Workshops.

Das könnte Sie auch interessieren:

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)