Geschickt hatten die Betrüger die Tat eingefädelt. Eine vermeintliche Frau aus der afrikanischen Elfenbeinküste hatte sich im Sommer 2021 über Facebook gemeldet und in der Folge über das Internet eine Beziehung aufgebaut. Immer wieder schilderte sie dem Bocholter Probleme: Mal gab es Schwierigkeiten mit der Miete, mal war ihr Kühlschrank leer und mal hätte man am Flughafen Drogen in ihrem Koffer gefunden.

Immer wieder zahlte der Bocholter, um seiner vermeintlichen Freundin zu helfen. Die Täter reizten ihr kriminelles Spiel immer weiter aus – bis hin zum Bezahlen der Tickets für den Flug nach Europa. Nur: Die Frau kam niemals an und schickte dem Mann immer neue Ausreden und Bitten um Geld. Schließlich schöpfte der Geschädigte Verdacht und wandte sich an die Polizei.

Typischer Fall von Love-Scam

Das Vorgehen der Täter in diesem Fall stellt für die Ermittler der Kripo in Borken nichts Unbekanntes dar. Experten sprechen dabei vom sogenannten „Scamming“: Der vermeintliche Weg zum Glück führt dabei über Vorauszahlungen an einen Betrüger, englisch „Scammer“.

Eine Variante davon: das Love- oder auch Romance-Scamming. Die Betrüger suchen in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerken nach möglichen Opfern. Auf den ersten Kontakt folgt eine Phase intensiver Liebesbekundungen. Die Täter legen damit psychologisch die Grundlage, um im nächsten Schritt erfolgreich um Geld bitten zu können. Die Betrüger zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, vermeintliche Notlagen zu schildern.

Die Opfer schöpfen zu diesem Zeitpunkt leider oft nicht so schnell Verdacht. Denn die Täter haben sie bewusst in eine emotionale Abhängigkeit gebracht. Oft ziehen sich derartige Fälle über einen längeren Zeitraum.

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Wie die Täter im Detail vorgehen, wie sie sich erkennen lassen und was Betroffene tun sollten, schildert die Internetseite polizei-beratung.de.

Quelle: Presseportal

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