Erneutes Merkelbashing aufgrund falscher Beweislage.

So viele politisch motivierte Falschmeldungen, wie in den letzten Tagen vom Stapel gelassen wurden und eine gefährliche Stimmung herbeigerufen haben, haben wir in dieser geballten Form schon lange nicht mehr erlebt. Es wirkt gerade so, als seien viele Dämme gebrochen und nun werden sogar alte Fakes wieder hervorgespült. So wie dieses Foto, welches angeblich beweisen soll, dass Merkel einer muslimischen Massenhochzeit mit Kinderbräuten beiwohnte.

Auf diesem Bild erkennt man Angela Merkel, welche einen Blumenstrauß in der Hand hält. Es wirkt so, als würde sie diesen jenen vier Mädchen überreichen, die direkt neben ihr stehen. Unter dem Bild kann man noch die Aufschrift: “Dieses Bild würde Merkel am liebsten verbieten lassen!” erkennen. Es handelt sich um diesen Statusbeitrag:

HINWEIS: Das Bild selbst wurde der Bilderdatenbank von “GettyImages” entnommen. Es liegt auf Facebook unverpixelt vor. Aufgrund des Urheberrechts und der Lizenzierung können wir dieses Bild nur verpixelt zur Verfügung stellen. Das Bild selbst findet man hier vor.

image

Da wir dieses Bild bereits 2016 als Thema hatten, können wir vorweg sagen, dass diese Behauptung nicht stimmt!

Diese Aussagen sind im Grunde schlichtweg falsch.

Warum sollten ein deutscher Politiker oder eine deutsche Politikerin persönlich Kinderbräute beglückwünschen? Ja, warum sollten sie einer Kinderehe überhaupt positiv gegenüberstehen? Allein die Ausgangsbasis dieses Gedankens ist schon unsinnig und manipulativ. So wie auch die Angabe, dass Merkel dieses Bild am liebsten verbieten lassen würde.

Ein wenig Bildersuche hier, ein wenig lesen da, und schon hat man die Herkunft des Bildes bestimmt: Das Bild stammt von einem kurzen Türkeibesuch der Kanzlerin im März 2016. Hierzu gibt es eine Vielzahl offizieller Quellen, welche auch dieses Bild zeigen, unter anderem der Tagesspiegel [1]:

Kanzlerin zu Besuch in der Türkei Merkel im Flüchtlingslager: Wenig Zeit, viel Symbolik

[…] Vier syrische Flüchtlingsmädchen bilden das Empfangskomitee, sie sind in die traditionelle Tracht von Tscherkessinnen gekleidet und überreichen der Besucherin aus Berlin einen bunten Strauß Blumen.

Es handelt sich bei den Personen auf den Bildern also nicht um Mädchen in Brautkleidern, sondern in der traditionellen Tracht von Tscherkessinnen [2]. Sprich: die Kanzlerin wird in landestypischer Tracht empfangen.


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)