Jeder kennt das: Ein unerwarteter Nachrichteneingang, eine Bitte um Hilfe oder schnelles Geld von einem „Familienmitglied“. Aber nicht immer steckt dahinter ein vertrauter Kontakt. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Betrug per Messenger boomt.

Das Ausmaß des Problems

Die Polizei verzeichnete im letzten Jahr über 50.000 Fälle von Messenger-Betrug mit einer Gesamtschadenssumme von mehr als 25 Millionen Euro. Die erschreckende Tatsache: Bei einem Drittel aller Versuche überweisen die Opfer Geld, in der Annahme, einem geliebten Menschen zu helfen. Doch das Geld verschwindet meist auf den Konten krimineller Organisationen im Ausland.

Wenn du vom Messenger-Betrug betroffen bist: So handelst du richtig

  1. Blockiere die Nummer. Lass dich nicht weiter manipulieren.
  2. Mach Screenshots. Jeder Beweis zählt, insbesondere Telefonnummern und Bankdetails.
  3. Erstatte Anzeige. Selbst wenn du glaubst, das Geld ist verloren, es geht ums Prinzip!

Widerstehe dem Drang, aus Spaß oder Neugier zu antworten. Und lass dich nicht von der eigenen Scham abhalten, zur Polizei zu gehen. Es ist kein Zeichen von Naivität, sondern von Menschlichkeit, helfen zu wollen.

Victim Blaming: Ein gefährlicher Trend

Ein großes Hindernis für viele Opfer, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen oder Anzeige zu erstatten, ist die Angst vor Stigmatisierung und Schuldzuweisung. Dabei liegt das Problem nie beim Opfer, sondern beim Täter. Das sogenannte „Victim Blaming“ – also das Beschuldigen des Opfers – kann schwerwiegende psychologische Auswirkungen haben und die Betroffenen zusätzlich traumatisieren.

Ein Appell: Wenn du jemanden kennst, der von Betrug betroffen ist:

  • Dränge die Person nicht in eine Täterrolle.
  • Thematisiere „Victim Blaming“ und kläre darüber auf.
  • Ermutige zur Anzeige.
  • Zeige Verständnis und verurteile nicht.

Fazit: Gemeinsam gegen Betrüger

Messenger-Betrug ist kein Kavaliersdelikt. Dahinter stecken oft gut organisierte Banden, die gezielt Schwachstellen ausnutzen. Es ist an der Zeit, dass wir als Gemeinschaft dieses Problem ernst nehmen und uns dagegen wehren. Informiere dich, schütze dich und stärke diejenigen, die betroffen sind. Ein informierter Internetnutzer ist ein sicherer Internetnutzer.


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Quelle:

Polizei Beratung


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)