Schon seit vielen Jahren ist Facebook für das Tolerieren von Fehlinformationen zu brisanten Themen wie dem Brexit oder der US-Präsidentschaftswahl bekannt. Die ersten Gegenmaßnahmen wurden im Zuge der Corona-Pandemie getätigt, in denen Beiträge mit Fehlinformationen über die Verbreitung des Virus oder anderen Verschwörungstheorien entweder mit einem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet oder später auch gelöscht wurden.
25 Millionen Beiträge gelöscht
Definiert wurden insgesamt 80 unwahre Behauptungen rund um das Thema Corona, Desinfektionsmittel, Masken, Medikamente und Impfungen, welche auf den Social Media-Plattformen Facebook und Instagram bis zum jetzigen Zeitpunkt verboten sind.
Laut Meta wurden im Laufe der Pandemie über 25 Millionen Beiträge mit teils lebensgefährdenden Inhalten gelöscht. Weniger gefährliche Desinformationen wurden mit einem Warnhinweis gekennzeichnet, der den Nutzer darauf aufmerksam machen sollte, dass es sich hierbei um Beiträge mit zweifelhaften Inhalten handle. Bereits im April 2020 wurden 50 Millionen Beiträge solcher Art gekennzeichnet.
Keine Notwendigkeit mehr
Meta sei nach wie vor daran interessiert, Falschbehauptungen keine Plattform zu bieten und Usern zuverlässige Informationen zu vermitteln, jedoch stelle man sich jetzt die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, auch in den sozialen Medien die Maßnahmen zu locken. Hierzu soll das „Oversight Board“, ein unabhängiges Gremium, welches den Konzern in Zensurfragen berät, zu Rate gezogen werden. Um die Spannungen zwischen Sicherheit und Meinungsfreiheit zu lösen, will Meta vermehrt auf das Kennzeichnen von fehlerhaften Inhalten setzen, anstatt diese zu löschen.
Gremium berät
Ob es jedoch tatsächlich dazu kommen wird, dass dieses Verbot gegen Desinformation in Bezug auf Covid-19 aufgehoben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss. Auch wenn das unabhängige Gremium miteingebunden wird, ist der Konzern nicht an deren Entscheidung gebunden.
Quelle: futurezone, heise
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