Instagram, Facebook, WhatsApp: Meta testet neue Bezahl-Abos

Instagram, Facebook und WhatsApp stehen vor einem radikalen Umbau. Der Konzern Meta will für zusätzliche Funktionen künftig Geld verlangen.

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Wenn du Instagram, Facebook oder WhatsApp nutzt, könnte sich bald etwas ändern. Meta testet neue kostenpflichtige Premium-Abonnements, die zusätzliche Funktionen freischalten. Die Basis bleibt kostenlos. Wer mehr will, soll zahlen. Das hat der Konzern gegenüber TechCrunch bestätigt. In den kommenden Monaten sollen erste Tests starten.

Was Meta plant

Meta spricht von einer Premium-Erfahrung für Instagram, Facebook und WhatsApp. Nutzer sollen damit mehr Kontrolle bekommen, produktiver arbeiten und kreativer sein können. Außerdem sollen erweiterte KI-Funktionen Teil der Abos werden.

Wichtig: Es gibt kein einheitliches Abo für alle Apps. Jede Plattform soll eigene, exklusive Funktionen bekommen. Meta will verschiedene Modelle und Feature-Pakete testen.

Die kostenlosen Grundfunktionen der Apps sollen erhalten bleiben.

KI spielt eine zentrale Rolle

Ein wichtiger Baustein der neuen Abos ist Manus, ein KI-Agent, den Meta kürzlich übernommen hat. Der Kaufpreis soll bei rund zwei Milliarden Dollar gelegen haben.

Meta verfolgt dabei zwei Wege:

  • Integration von Manus in Meta-Apps
  • Separate Abos für Unternehmen, die Manus unabhängig nutzen wollen

Erste Hinweise gibt es bereits. Der Reverse-Engineer Alessandro Paluzzi hat eine Manus-Verknüpfung in Instagram entdeckt, die noch nicht offiziell freigeschaltet ist.

Instagram, Facebook, WhatsApp: Meta testet neue Bezahl-Abos
Screenshot: Alessandro Paluzzi / X

Bezahlfunktionen für KI-Videos

Auch bei KI-Video-Inhalten zieht Meta die Bezahlschraube an. Konkret geht es um Vibes, eine KI-Funktion zur Erstellung kurzer Videos.

Vibes ist Teil der Meta-AI-App und erlaubt es, KI-generierte Videos zu erstellen und zu remixen. Bisher war das kostenlos.

Künftig soll es ein Freemium-Modell geben:

  • Kostenlose Nutzung mit begrenztem Umfang
  • Bezahl-Abo für mehr Video-Erstellungen pro Monat

Welche Limits genau gelten sollen, ist noch offen.

Das ist für Instagram-Abos bekannt

Während Meta zu Facebook und WhatsApp noch keine Details nennt, gibt es für Instagram bereits konkrete Hinweise. Laut Paluzzi sollen Abonnenten dort unter anderem bekommen:

  • Unbegrenzte Zielgruppenlisten
  • Eine Übersicht über Follower, die dir nicht zurückfolgen
  • Storys ansehen, ohne dass der Ersteller es sieht

Diese Funktionen richten sich klar an Nutzer, die Instagram intensiver oder strategischer nutzen.

Nicht zu verwechseln mit Meta Verified

Die neuen Abos sind nicht Teil von Meta Verified. Dieses bestehende Angebot richtet sich vor allem an Creator und Unternehmen.

Meta Verified bietet unter anderem:

  • Verifizierungsabzeichen
  • Direkten Support rund um die Uhr
  • Schutz vor Identitätsmissbrauch
  • Bessere Auffindbarkeit
  • Exklusive Sticker

Meta sagt, man habe aus Meta Verified gelernt. Die neuen Abos sollen breiter aufgestellt sein und sich auch an normale Nutzer richten, nicht nur an Profis.

Mehr Geld – aber auch mehr Skepsis

Für Meta geht es klar um zusätzliche Einnahmen. Werbung bleibt wichtig, reicht aber offenbar nicht mehr aus.

Gleichzeitig gibt es ein Problem: Abo-Müdigkeit. Viele Menschen zahlen bereits für Streaming, Cloud-Dienste und Software. Noch ein monatlicher Betrag ist für viele eine Hürde.

Dass es trotzdem funktionieren kann, zeigt Snapchat. Das Angebot Snapchat+ kostet ab 3,99 Dollar im Monat und hat inzwischen über 16 Millionen Abonnenten. Seit Anfang 2024 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

Wie es weitergeht

Meta will die neuen Abos schrittweise testen und dabei Feedback der Nutzer sammeln. Ein konkreter Starttermin oder Preise wurden noch nicht genannt.

Klar ist nur: Instagram, Facebook und WhatsApp sollen sich verändern. Wer mehr Funktionen will, muss künftig wahrscheinlich zahlen. Wer nicht, kann die Apps weiter kostenlos nutzen – zumindest vorerst.

Quellen

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