Obwohl viele schon beim Begriff „Microsoft-Betrug“ genervt aufstöhnen – die Betrüger haben Erfolg mit der Masche und zocken insbesondere ältere Mitbürger*innen ab.
Unzählige Male wendet sich meine Mutter an mich, wenn sie Probleme mit der Technik hat. Sei es nun der Computer oder ihr Smartphone – so voll und ganz versteht sie die Vorgänge und Handhabung nicht, was auch vollkommen in Ordnung ist. Denn nicht jeder muss überall bis ins kleinste Detail die Materie auch verstehen. Viele von uns wissen auch nicht wie Elektrizität funktioniert und nutzen sie dennoch.
Problematisch wird das Ganze aber dann, wenn Betrüger die Unkenntnis von älteren Mitbürger*innen ausnutzen, um sich selbst zu bereichern. Wie im Fall eines 80-Jährigen, der von einem vermeintlichen Mitarbeiter eines großen Softwareunternehmens angerufen wurde.
Unter einer unbekannten Nummer rief der Betrüger am Vormittag des 19. März 2021 gegen 11:15 Uhr an und sprach vorwiegend Englisch. Verunsichert von dem Anruf, vertraute der Senior dem vermeintlichen Mitarbeiter, der im Laufe des Gesprächs das Passwort für das Bankkonto erfragte.
Doch sobald der 80-Jährige die begehrte Antwort mittgeteilt hatte, beendete der Unbekannte das Gespräch zügig und legte auf. Der Senior wurde nun doch misstrauisch und nach kurzer Zeit wurden zwei Überweisungen in Höhe von jeweils mehreren Tausend Euro auf ein unbekanntes Konto getätigt. Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall.
Tipps um uns und unsere Angehörigen zu schützen:
- Ermögliche niemanden Unbekannten den Zugriff auf deinen Computer – auch, wenn er behauptet von Microsoft selbst zu stammen.
- Gib niemals via Telefon deine Kontodaten, Passwörter oder Transaktionsnummern weiter. Mitarbeiter von Banken oder anderen Serviceunternehmen werden dich niemals danach fragen. Verlangt jemand diese Daten am Telefon – leg sofort auf, das ist nicht unhöflich!
- Solltest du doch auf Forderungen eines Anrufers eingegangen sein, informiere sofort dein Geldinstitut und erstatte Strafanzeige.
- Wenn es noch funktioniert, ändere umgehend die Kennwörter für dein E-Mail-Konto, Online-Banking und gegebenenfalls Online-Shops. Am besten tust du das über einen anderen Computer.
- Halte deinen Computer auf dem neuesten Stand und untersuche deine Geräte auf Schadsoftware.
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Quelle: Polizeipräsidium Stuttgart
Artikelbild: Gwoeii / Shuttersock.com
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