Sie erhalten eine E-Mail von Netflix mit der Nachricht, dass Ihre Mitgliedschaft abgelaufen ist. Dazu ein unwiderstehliches Angebot: eine kostenlose Verlängerung um 90 Tage im Rahmen eines sogenannten Treueprogramms. Ein Button lockt mit dem Versprechen „Kostenlos verlängern“. Doch Vorsicht – hier lauert eine digitale Falle.

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Screenshot der gefälschten E-Mail

Die Masche: Falsche Sicherheit

In der Nachricht heißt es weiter, dass man nur seine Kreditkartendaten angeben müsse, um das Konto zu validieren, aber es werde kein Geld abgebucht. Diese Zusicherung klingt beruhigend, aber genau das ist die Absicht der Phisher: Sie versuchen, eventuelles Misstrauen der Nutzer zu zerstreuen: „Wenn ohnehin nichts abgebucht wird, kann ich mir das ja mal ansehen“, werden einige Nutzer denken. Achtung, das kann ins Auge gehen.

Der Köder der kostenlosen Verlängerung bei Netflix

Wer auf den Button klickt, landet auf einer täuschend echt aussehenden Kopie der Netflix-Website. Dort wird erneut darauf hingewiesen, dass die Mitgliedschaft abgelaufen ist. Erneut erscheint die Aufforderung „Kostenlos verlängern“.

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An der URL, die im Browser zu sehen ist, erkennt man, dass man sich nicht auf der offiziellen Seite von Netflix befindet.

Im nächsten Schritt werden persönliche Daten abgefragt: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse. Doch ein kleines, aber nicht unwesentliches Detail ist nun anders: Plötzlich wird eine Zahlung von 1,95 Euro angeführt. – Kostenlos? Entgegen der vorherigen Zusicherung wird an dieser Stelle also Geld verlangt.

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Die Falle schnappt zu

Auf der nächsten Seite kommt dann der eigentliche Clou: Hier soll man seine Kreditkartendaten hinterlassen.

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Sie geben somit sensible Daten preis, die missbraucht werden können. Im schlimmsten Fall schließt man unwissentlich ein teures Abo ab oder lädt sich sogar Schadsoftware auf sein Gerät.

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Fazit:

Diese Betrugsmasche zeigt, wie wichtig es ist, bei E-Mails und Angeboten immer kritisch zu sein. Echte Anbieter wie Netflix fordern niemals Kreditkarteninformationen über solch dubiose Kommunikationskanäle an.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)