Vor dem niederländischen Facebook-Hauptquartier in Amsterdam soll am 29. September 2026 Unterstützung für ein Verfahren gegen Meta gesammelt werden. Dazu rufen die Nederlandse Vereniging van Journalisten, Stichting Lira und Auteursbond auf. Sie werfen Meta vor, geschützte Texte ohne ausreichende Zustimmung für KI-Training verwendet zu haben.
Die drei Organisationen bereiten nach eigenen Angaben ein Kollektivverfahren vor. Zuvor hatten sie Meta aufgefordert, die behauptete Nutzung zu beenden. Nach ihrer Darstellung bot Metas Antwort keine Grundlage für weitere Gespräche. Neu ist der gemeinsame rechtliche Vorstoß für freie Journalist:innen, Autor:innen und Übersetzer:innen.
Im Mittelpunkt stehen auch sogenannte „Shadow Libraries“. Das sind Sammlungen urheberrechtlich geschützter Bücher und Texte, die ohne Zustimmung der Rechteinhaber verbreitet werden. Die Organisationen vermuten, dass Werke aus solchen Sammlungen in Trainingsdaten für Metas KI-Sprachmodelle gelangt sein könnten.
Welche konkreten Werke und Datensätze betroffen sein sollen, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht abschließend hervor. Über die Vorwürfe und Ansprüche hat noch kein Gericht entschieden.
Der Konflikt reicht über Meta hinaus. Wenn professionelle Texte in KI-Systeme einfließen, entscheidet die Herkunft der Trainingsdaten auch darüber, ob Journalist:innen und andere Urheber ihre Arbeit kontrollieren und damit Geld verdienen können. Transparenz über diese Daten wird damit zu einer Voraussetzung für eine faire Debatte über KI.
Quellen
- Nederlandse Vereniging van Journalisten: NVJ, Lira en Auteursbond verzamelen steun voor collectieve procedure tegen Meta, 23. September 2026
- Auteursbond: Schrijversopstand tegen AI-misbruik, 22. September 2026
- Mimikama: Meta nutzt deine öffentlichen Posts für KI – was du wissen musst!, 24. Mai 2025
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
