Die richtige Balance bei der Menge an Zeit, die Teenager online verbringen, könnte laut einer Studie des Trinity College Dublin gut für ihr Wohlbefinden sein. Laut den Soziologen steht ein schlechtes psychisches Wohlbefinden bei Heranwachsenden oft sowohl mit wenig als auch mit viel digitalem Engagement in Zusammenhang. Für die Studie haben die Experten erstmals die Goldlöckchen-Theorie bei Teenagern in Irland erforscht. Danach ist eine moderate Beschäftigung mit digitalen Medien an sich nicht schädlich.

Nichtnutzung hat Folgen

Es hat sich gezeigt, dass ein hohes Engagement in digitalen Medien bei Jungen und Mädchen maßgeblich schlechtere Ergebnisse vorhersagt. Eine geringe Nutzung steht bei beiden Kohorten mit einer schlechteren psychischen Gesundheit in Verbindung. Zusätzlich sagt es bei Mädchen Probleme mit Gleichaltrigen voraus. Laut Mittautor Richard Layte sind die Belege dafür, dass die Nutzung des Internets für Heranwachsende schädlich ist, gemischt. Die aktuellen Ergebnisse lieferten besorgniserregende Beweise für die tatsächlichen Gefahren, die dringend Maßnahmen erforderten.

Layte nach ist es nicht einfach so, dass mehr schlechter ist. „Es ist wichtig zu betonen, dass das Online-Engagement heute ein normaler Kanal der sozialen Teilhabe ist und dass eine Nichtnutzung Folgen hat. Unsere Studienergebnisse zeigen auch die Möglichkeit, dass eine moderate Nutzung in der digitalen Welt von heute wichtig ist und dass wenig online verbrachte Zeit ganz eigene Risiken mit sich bringt.“ Jetzt bestehe die Herausforderung für die Forschung darin, mittels des Märchens vom Goldlöckchen die genau richtige Menge an Online-Zeit herauszufinden.

Studie mit 6.000 Jugendlichen

An der aktuellen Studie haben 6.000 Jugendliche in Irland teilgenommen. Die Längsschnittdaten stammen von der Studie „Growing Up in Ireland“. Untersucht wurden Online-Verhalten und psychisches Wohlbefinden im Alter von 13 Jahren und erneut im späten Teenager-Alter. Die Teilnehmer gaben an, wie viel Zeit sie online verbrachten und was sie machten. Dazu gehörten das Schicken von Nachrichten, das Posten von Inhalten in sozialen Medien, Schulaufgaben oder das Streaming von Inhalten. Die psychische Gesundheit wurde mittels Fragen zu Gefühlen, Verhalten und Problemen mit Gleichaltrigen abgedeckt.

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Dem leitenden Wissenschaftler Ross Brannigan zufolge zeigen sich klare Unterscheidungen zwischen Gruppen, die ähnlich viel Zeit online verbringen, sich aber in ihrem Online-Verhalten unterschieden. Damit liege nahe, dass hier die Berücksichtigung von Verhalten sowie die Beschaffenheit dieses Verhaltens wichtig ist – handelt es sich um ein passives im Vergleich zu einem aktiven Verhalten oder auch welche Arten von Verhalten gezeigt werden, wie sozial, schulisch oder unterhaltend. Details wurden in „Computers in Human Behavior“ publiziert.

Quelle: pte

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