Sie gehören auch zu den Internetuser, die in den letzten Tagen eine E-Mail von “PayPal” mit dem Betreff: “PayPal – Nicht autorisierte Zahlung über 247,42 EUR an Avangate B.V.” erhalten haben?
Billige Phishingfallen kennen wir alle: schlechter Schreibstil, billige Seiten, schwache Formulare. Was wir hier aber zugesendet bekommen haben, kommt erstaunlich real über.
Es handelt sich dabei um eine Mail, welche angeblich von Paypal stammen soll. Diese Mail gibt vor, vom Paypalkont gäbe es unautorisierte Zahlungen. Schauen wir genauer hin:
Was direkt auffällt: der Aufbau spiegelt 1:1 den Aufbau einer echten Mail von Paypal wider, es gibt sogar eine korrekte Anrede! Bitte merken: in der Mail taucht der echte Name als Vor- und Nachname des Empfängers auf.
Die ganze Mail sieht so aus:
Im Klartext:
Guten Tag, [Realname]!
Nicht autorisierte Zahlung über 247,42 EUR an Avangate B.V. (support@avangate.com) ist uns aufgefallen!
Eine Prüfung der unten stehenden Transaktion hat ergeben, dass sie möglicherweise nicht durch Sie autorisiert wurde. Daher wurde diese Transaktion zurückgerufen.
Alle Details zu dieser Zahlung finden Sie in Ihrer PayPal-Kontoübersicht.Es kann einige Minuten dauern, bis die Transaktion in Ihrem Konto angezeigt wird.
Wer nun einen dieser Links anklickt, die in der Mail dargestellt werden, landet auf einer Seite, die in Technik und Auftreten der Paypalseite zum Verwechseln ähnlich ist.
Konfliktlösung und vorausgefüllte Formulare
Der recht komplex aufgebaute Ablauf führt den Besucher nun durch ein Prozedere, welches vom Aufbau her plausibel scheint und in diversen Feldern auch bereits mit dem Namen vorausgefüllt ist.
Speziell die Felder, in denen bereits der Realname eingetragen ist, lassen das Phishinmgformular authentisch wirken und bilden somit eine große Gefahr für den Besucher.
Wenn man nun noch die freien Felder ausfüllt, durchläuft man typische Phishingformulare. Es werden Adress-, Geburts-, Zugangs- und Kreditkartendaten abgefragt.
Und abermals tauchen immer wieder Felder auf, welche schon ausgefüllt sind und in denen der Realname des Besuchers steht.
So kommen die Namen in die Felder
Den Namen bekommen die Formulare aus der Mail, denn in dieser Mail ist, unter den Links, die dort geklickt werden, eine Zeichenkette unterlegt, welche als Information für den Input in diverse Felder genutzt wird. So ein Link in die Mail einzufügen, ist recht einfach, da die Mail selbst in der Kombination E-Mail Adresse + Vorname + Nachname automatisch erstellt wurde, und so auch diese Zeicheninformation erstellt wurde.
Nimmt man nun diese Zeichenkette aus dem Quelltext und manipuliert sie ein wenig, sieht das Ergebnis so aus:
Aus den ursprünglichen Zeichen der Phishingmail haben wir an entsprechenden Stellen die Zeichen “zddk1234” und “mimika” eingefügt. Das Ergebnis in den Phishingformularen ist nun Folgendes:
Die Verwendung von Namen in Mails und Formularen ist daher kein Indiz mehr für deren Echtheit, ganz im Gegenteil: die Verwendung von Namen in Mails und Formularen baut eine Scheinsicherheit auf.
Daher ist es unheimlich wichtig, niemals Links innerhalb einer Mail zu klicken, welche auf Formulare führen, sondern lieber per Handeingabe die Webseite des entsprechenden Anbieters zu öffnen und sich dort einzuloggen und zu schauen, ob Probleme vorliegen. Sollte dies der Fall sein, wir man garantiert deutlich beim Log-in darauf aufmerksam gemacht. Wenn nicht, dann ist die Mail garantiert Phishing.
Autor: Andre, mimikama.org
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)








