Die Betrugsversuche im digitalen Raum nehmen stetig zu. Eine 62-jährige Einwohnerin von Nienstätt wurde jüngst Ziel einer solchen Attacke.

Ein alarmierender Brief

Am Nachmittag des 23. Juni 2023 wandte sich die Dame an die Polizei in Stadthagen. Der Grund: ein angebliches Schreiben einer Anwaltskanzlei. Darin wurde über Schadenersatzforderungen in Höhe von 46.390 Euro informiert, die der Dame angeblich zustünden.

Täuschend echt: gefälschte Dokumente

Das Schreiben enthielt eine Vielzahl von Dokumenten, die auf den ersten Blick professionell und echt aussahen. Darunter befanden sich ein Anschreiben der Anwaltskanzlei, eine angebliche Kopie eines Urteils des AG Reinbeck, in dem die Nienstätterin als Geschädigte bezeichnet wurde, und ein Kontoauszug, der ein Offshore-Konto bei einer Bank in Stockholm belegte.

Der gefährliche Köder

Die Betrüger wollten die Dame mit der Aussicht auf einen beträchtlichen Geldbetrag ködern. Sie wurde aufgefordert, sich mit einer E-Mail-Adresse und einer PIN beim Online-Banking anzumelden. Zum Glück reagierte die betroffene Dame nicht auf die gefährliche Aufforderung. Statt blind der Aussicht auf einen Geldsegen zu folgen, erkannte sie die Zeichen und entschied sich dafür, den Fall bei der Polizei zu melden. Sie wurde damit zum Opfer eines Phishing-Versuchs, konnte aber Schlimmeres verhindern.

Der Appell: Wachsamkeit und Sicherheit

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig Wachsamkeit und Vorsicht in der digitalen Welt sind. Experten raten, bei derartigen Aufforderungen zur Preisgabe von Online-Banking-Daten niemals vorschnell zu handeln. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an geschultes Personal wenden, sei es die örtliche Polizei oder die eigene Hausbank.

Der Fall Nienstätt ist ein warnendes Beispiel für uns alle: Im digitalen Zeitalter lauern immer neue Gefahren und Betrugsversuche. Schärfen Sie Ihren digitalen Spürsinn und seien Sie wachsam – es könnte um Ihr Geld gehen.

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Quelle: Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg

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