Phishingmails auf Apple ID Beutezug!

Autor: Andre Wolf

Steckbrief der “Apple Kundendienst” Phishingmail “Wichtige Mitteilung ✉”:

Optik

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Inhalt:

Lieber Kunde ,
Bitte beachten Sie, dass Ihre Apple ID wird in weniger als 48 Stunden ablaufen.
Es muss eine Prüfung durchzuführen Ihrer Daten, sonst Ihren Benutzernamen, werden vernichtet.
Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link und melden Sie sich mit Ihrer Apple-ID und Passwort.

Überprüfen Sie Ihren Account

Apple-Kundendienst
Copyright 2015 iTunes, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

 

Merkmale (Schlagwörter):

  • Apple ID
  • 48 Stunden
  • Daten vernichtet

Analyse:

Analyse von: Einschätzung: Detail:
Aufbau Schwach bis mäßig Auf dem PC kommt die Mail sehr schwach herüber und ist leicht als Phishing zu enttarnen. Auf dem Smartphone wirkt diese Mail etwas glaubwürdiger in ihrer Darstellung
Stil Schwach Grammatik- und Satzbaufehler deuten direkt darauf hin, dass die Mail aus einer anderen Sprache heraus ins Deutsche übersetzt worden ist.
(Es muss eine Prüfung durchzuführen Ihrer Daten, sonst Ihren Benutzernamen, werden vernichtet.)
Anrede Schwach Empfänger wird mit “Lieber Kunde” angeredet, es findet keine Individualisierung statt.
Argument Mäßig Es wird auf eine angeblich ablaufende Apple ID hingewiesen.
Phishing-
Formular
aktiv Über den eingefügten Link wird man auf die Seite
imagegeleitet. Diese ist derzeit noch aktiv und stellt daher eine Gefahr dar.

Phishingformular

Bei aktualisierter und funktionierender Antivirensoftware wird man vor Phishing gewarnt.

image

Hinweis: in Google Chrome funktioniert diese Seite nicht und es kommt zu einer Fehlermeldung.

Ohne Schutz landet man direkt auf dieser Seite:

image

Die Seite ist im klassischen Apple-Stil aufgebaut und bedient sich Apple-typischer Elemente und Grafiken. Im restlichen Verlauf des Formulars werden übliche Punkte wie Name, Adresse, Alter abgefragt, sowie auch das Kreditkartendaten.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
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