Daddeln kann Leben retten? So zumindest wird es unter dem Hastag PlayApartTogether kommuniziert. Wir erklären, was dahintersteckt.
PlayApartTogether! Liebe Mama, lieber Papa. Ihr habt euch oft geärgert, dass ich in meiner Jugend so viele Spiele am PC gezockt habe. Liebe Ehefrau, du hast dich so manches Mal gewundert, warum ein erwachsener Mann sich mit kleinen Booten, Inseln und Handelsgütern am Bildschirm beschäftigen kann.
Doch die Antwort darauf ist ganz einfach: Ich habe Jahrzehnte lang trainiert, wie ich die Welt retten kann! Und das wurde auch über einen Botschafter der Weltgesundheitsorganisation so kommuniziert.
Was geschehen ist: Die Spieleindustrie hat sich zusammengeschlossen, um unter dem Hashtag PlayApartTogether die Menschen dazu zu ermutigen, lieber zuhause zu bleiben und Videospiele zu spielen und somit nicht Gefahr zu laufen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren (oder andere zu infizieren).
Das mag zwar zunächst wie ein Fake klingen, doch der WHO-Botschafter Ray Chambers hat diesen PlayApartTogether ebenso vorangetrieben. Auf Twitter spricht er davon, dass man sich in einer entscheidenden Phase befinde und er alle ermutigt alle, sich der Botschaft anzuschließen.
We’re at a crucial moment in defining outcomes of this pandemic. Games industry companies have a global audience – we encourage all to #PlayApartTogether. More physical distancing + other measures will help to flatten the curve + save lives. https://t.co/QhX0ssN0lH
— Ray Chambers (@RaymondChambers) March 28, 2020
Gestern noch Suchtgefährdet – heute schon PlayApartTogether
Zeiten ändern sich, Umstände ändern sich ebenfalls. Nach Angaben von Futurezone hat die WHO im vergangenen Jahr erst das exzessive Spielen in den Katalog der Klassifikation der Krankheiten übernommen. Man liest bei Futurezone:
Aber auch beim Spielen heißt es aufpassen. Denn exzessives Spielen kann sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Die WHO hat Video- und Online-Spielsucht im vergangenen Jahr offiziell in ihre „Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11)“ aufgenommen.
Insofern muss man natürlich auch eine gewisse Vorsicht walten lassen und PlayApartTogether gilt nicht uneingeschränkt. Ja, Spiele helfen unter anderem, die Zeit zuhause zu füllen (das können alle die zocken natürlich bestätigen). Dennoch gilt es, nach einer gewissen Zeit auch eine Pause einzulegen. Einige Spiele, wie beispielsweise Anno 1800, melden sich automatisch nach einer gewissen Zeit und regen den Spieler zu einer Pause an.
Weltweit nehmen Spielefirmen teil!
PlayApartTogether wird weltweit von Spielefirmen in unterschiedlicher Weise unterstützt (siehe hier). Selbst Spieler der bekannten App Candy Crush dürften bemerkt haben, dass man seit ein paar Tagen unlimitiert Leben hat.
Nach Angaben von Ingame.de sind jedoch auch nicht alle großen Spielehäuser bei PlayApartTogether dabei. So liest man, dass Nintendo, Sony, Microsoft, Ubisoft und EA noch keine Aussagen bis zum jetzigen Zeitpunkt getroffen haben.
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