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Den Profile Viewer gibt es noch immer nicht

Kathrin Helmreich, 1. April 2020
Den Profile Viewer gibt es noch immer nicht
Den Profile Viewer gibt es noch immer nicht

Seit Jahren locken Betrüger Nutzer mit einem sogenannten „Profile Viewer“. Doch hinter dem Begriff könnte eine Phishing-Falle lauern.

Immer wieder wundern sich Facebook-Nutzer über Markierungen bei dubiosen Statusbeiträgen. Oft sind dabei weit über 40 Personen markiert und der Link gibt vor, Facebook ermögliche seinen Nutzern, Profilbesuche einzusehen.

Diese Masche ist nicht neu und jeder sollte die Finger von diesem vermeintlichen „Profile Viewer“ lassen!

Hinter dem Profile Viewer stecken Betrüger

Seit Jahren versuchen Betrüger so an die Zugangsdaten von Facebook-Nutzern zu gelangen. Und lass euch gesagt sein: Es war und ist technisch nicht möglich, sich die Nutzer anzeigen zu lassen, die das Profil besucht haben! Wirklich! Keiner dieser Profile Viewer funktioniert tatsächlich.

Seiten, die so etwas versprechen, lügen schlichtweg. Im Höchstfall werden Nutzer angezeigt, die mit dem eigenen Profil am meisten interagierten. Oft ist es aber nicht einmal das.

Was kann alles stattdessen passieren?

1. Die Login-Falle

Wer auf den Link klickt und einen guten [sponsor]Onlineschutz[/sponsor] hat, wird vor einem potentiellen Datenverlust gewarnt. Ohne kommt man in den meisten Fällen auf eine gefälschte Facebook-Loginseite!

Loggst du dich auf einer solchen gefälschten Seite ein, erhalten die Kriminellen eure Logindaten und damit auch den vollen Zugriff auf dein Konto und verfassen beispielsweise unter deinem Namen weitere Postings über den Profilviewer und markieren deine Freunde.

Tipp: Wer sich nicht sicher ist, ob er auf der echten Login-Seite ist, kann es zuerst mit wahllosen Buchstaben versuchen. Zum Beispiel: [email protected] und als Passwort detfgdrtbrx. Kannst du dich trotzdem „einloggen“, weißt du, dass es eine Phishing-Seite ist!

2. Gewinnspiel-Datensammler-Falle

Nach der Eingabe deiner Login-Daten siehst du nicht, wer dein Profil besucht hat, sondern landest bei einem dubiosen Gewinnspiel.

Aber auch bei diesem Gewinnspiel sind die Karten gezinkt: Du kannst kaum auf einen Gewinn hoffen, überlässt du doch deine Daten, darfst du dich allerdings über jede Menge Spam per E-Mail, Post und Telefon freuen.

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3. Die Facebook-App-Falle

Glücklicherweise schiebt Facebook dieser Methode mehr und mehr den Riegel vor, doch ganz sicher ist man davor nicht:

Um die Profilbesucher zu sehen, soll man eine bestimmte App innerhalb Facebooks installieren, der man allerdings freizügigen Zugang zum eigenen Profil geben soll. Diese App kann dann unter eurem Namen willkürlich Sachen auf Facebook posten!

Tatsächlich bekommt man oftmals sogar dann eine Liste der angeblichen Profilbesucher, doch ist dies eigentlich nur eine Liste der Freunden, die beispielsweise am Meisten eure Beiträge geliked oder kommentiert haben, nicht die echten Profilbesucher!

4. Die Bitcoin-Falle

Eine weitere Variante sind dann die augenscheinlich echten Beiträge von Medien, die man dann zu sehen bekommt. Der Prominente XYZ hat eine sensationelle neue Methode entdeckt oder entwickelt, um in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen und möchte diese Methode nun allen Nutzern zugänglich machen …

Dabei handelt es sich jedoch um sehr riskante Investitionen, bei denen man sich wirklich gut auskennen muss. Hier kannst du so richtig Geld verlieren!

Fazit

Um es nochmal deutlich zu machen: Es gibt keine Möglichkeit, die Besucher des eigenen Profils zu sehen! Diese Hoffnung wird aber immer wieder von Kriminellen benutzt, um Nutzer mit einem angeblichen „Profil Viewer“ in diverse Fallen laufen zu lassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhältst du hier.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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