Die Behauptung, dass die Fehlerquote von zwei Prozent verantwortlich für eine zu viel hohe Inzidenzzahl ist, ist nichts anderes als Quatschmathe.
Übrigens: Quatschmathe ist eines der Lieblingswörter meiner Kollegin Beate. Das war auch direkt ihr Kommentar auf das Sharepic, das ich in diesem Artikel beschreiben will. Es handelt sich um ein Sharepic, welches eine Rechnung bezüglich der Inzidenzzahl aufstellt.
Das Bild sagt aus, dass die Tests eine Fehlerquote von zwei Prozent haben. Das ist im Grunde nicht verkehrt und wird auch von verschiedenen Stellen bestätigt. Die Tagesschau Faktenfinder haben sich beispielsweise recht ausführlich mit den Sensitivitäten der unterschiedlichen Tests auseinandergesetzt (siehe hier). Diese 2 % stammen übrigens aus den sogenannten „Ringversuchen„, wie auch der bayerische Rundfunk schon beschrieben hat.
Um die Fehlerquellen gering zu halten, müssen die Tests auch streng nach Anleitung durchgeführt werden. Oft sind es unsachgemäße Testverläufe, die zu einem falschen Ergebnis führen.
Doch kommen wir zurück auf der Quatschmathe Sharepic. Dieses Bild stellt folgende Behauptung auf:
Einfache Mathematik
Täglich werden im Durchschnitt ca. 340.000 Tests durchgeführt. (Quelle RKI)
Die Fehlerquote der Tests ist 2 % (Quelle RKI)
Fehlerquote: 340.000 Mal 2 % = 6.800 (tägliche, falsch positive Testergebnisse)
Inzidenzberechnung: 6.800 x 7 Tage durch 83.000.000 x 100.000 = 57,35
Allein die Fehlerquote führt zu einer Inzidenz von 57, 35
Was das bedeutet weiß inzwischen jeder!
Das Sharepic mit der Quatschmathe-Rechung tritt in folgender Form auf:

Quatschmathe und Rechnen
Ich hatte früher auf der Schule einen Mathelehrer, den kaum jemand mochte. Ich will auch seinen Namen an dieser Stelle nicht nennen. Dennoch habe ich von ihm eine wichtige Lektion gelernt. Mathematik ist nicht dasselbe wie rechnen.
Und das kommt bei diesem Sharepic ganz deutlich zum Ausdruck. Denn die Rechnungen, die auf diesem Bild durchgeführt wurden, sind rechnerisch völlig richtig. Es liegt nicht ein einziger Rechenfehler vor. Aber Mathematik ist nicht allein rechnen.
Insofern ist die Überschrift schon Quatsch. Denn Mathematik bedeutet auch, zu verstehen was dort berechnet wird. Da liegen die Denkfehler vor. Also ist haben wir es tatsächlich mit dem von meiner Kollegin Beate geliebten Begriff Quatschmathe zu tun.
Worin die Fehler in diesem Bild liegen, hat Martin Moder, Molekularbiologe und Mitglied bei den Science Busters, erklärt. Zu dem folgenden Video heißt es: „Steigen die Corona Zahlen nur, weil man mehr testet? Nein. Wer sich auf „2% Falsch-Positive“ ausredet, ist doof.“
Auch das RKI sagt eindeutig, dass ein positives Testergebnis zur Vermeidung falsch-positiver Befunde einer Nachtestung mittels PCR bedarf. Dementsprechend würde von den 2 % falsch-Positionen Tests bei einer Nachprüfung nochmals NUR maximal 2 % übrig bleiben, die dann erneut falsch-positiv wären. Damit wären wir am Ende bei 0,04 % falsch-positiven Tests und insgesamt 99,96 % korrekten Ergebnissen.
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Quellen:
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