Empfiehlt das RKI jetzt doch keine Masken? Der Faktencheck!

Entdecke die Wahrheit hinter den Maskenempfehlungen des RKI. Mimikama klärt auf und bringt Licht in die aktuelle Verwirrung rund um COVID-19

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Auf Social Media ist in den letzten Tagen (erneut!) ein Video aufgetaucht, in dem Lars Schaade, Vizepräsident des RKI, Masken eine nicht-Empfehlung ausspricht.

Was ist denn da los? Empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt doch keine Masken? Genau das scheint aus einem Videodchnipsel hervorzugehen. Und genau da sowas kann tatsächlich wiederum Verunsicherung hervorrufen.

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Denn in dem Video ist tatsächlich Lars Schaade zu sehen, der Vizepräsident des RKI ist. Hören wir uns einmal kurz an, was er in dem Video sagt:

[…] und wir empfehlen ebenfalls nicht die Nutzung von Gesichtsmasken oder Mund-Masen-Schutz im Allgemeinen, in der allgemeinen Öffentlichkeit und im Alltagsleben.

Diese Aussage in dem Video ist weder manipuliert noch sonst wie verändert. Das hat der Vizepräsident des RKI tatsächlich gesagt. Der Ausschnitt aus dem Video ist also komplett echt. Dennoch gibt es ein Problem.

Faktencheck RKI und die Masken Empfehlung

Wir haben an dieser Stelle jedoch ein Problem, denn dieses Video ist alt. Es ist richtig alt und passt ein gar nicht in den aktuellen Kontext und Wissensstand zur Corona-Pandemie. Es handelt sich um ein Video aus dem Februar 2020. Dieses Video ist ein Ausschnitt aus einem Pressebriefing des Robert Koch-Instituts:

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Der Ausschnitt, den auch nun im Frühjahr 2021 als „aktuell“ dargestellt wird, spiegelt lediglich den Wissensstand von Februar 2020 wider. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Ausmaß des neuen Coronavirus noch als „gering“ eingeschätzt.

Mittlerweile sollten in der Pandemie die meisten von uns Begriffen haben, dass Wissenschaft auch Entwicklung und Revision bedeutet. Entscheidungen und Aussagen werden nach bestem Wissen und aktuellem Stand getroffen, sodass diese Aussage auf das Jahr 2021 nicht weiter angewendet werden kann.

Die Revision und Neueinschätzung durch das RKI folgte auch recht zügig. Bereits Anfang April 2020 gab das Institut auf seiner Webseite die Empfehlung ab, Gesichtsmasken würden das Risiko verringern, andere Menschen „durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken“, wovon auch die Tagesschau berichtete.

Mittlerweile ist das Tragen von Masken fester Bestandteil unseres Alltags.
Das RKI empfiehlt nun nach wie vor das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum, um Risikogruppen zu schützen und den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein gewisser Anteil von Übertragungen von SARS-CoV-2 unbemerkt erfolgt, d.h. zu einem Zeitpunkt vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen.“

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