Der kostenlose Instant-Messaging-Dienst Snapchat entschließt sich, stärker gegen Hassreden im Internet vorzugehen

Wie derStandard und die Luzerner Zeitung berichten, will sich Snapchat nun Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube anschließen, die sich bereits 2016 dazu verpflichtet hatten, stärker gegen Hasskriminalität im Internet vorzugehen.

Snapchat ist vor allem bei Jugendlichen beliebt und tritt nun ebenfalls den EU-Regeln für Jugendschutz und gegen Hassreden bei. EU-Justizkommissarin Vera Jourova erklärte:

„Das ist besonders wichtig, weil es dabei helfen wird, die junge Generation zu schützen, die Snapchat nutzt.“

Somit wird Snapchat das siebte große Unternehmen, das den Verhaltenskodex anwendet. Der Verhaltenskodex wurde im Mai 2016 durch die vier Internetriesen – Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube – sowie NGOs und die EU-Kommission entwickelt und sieht striktere Regeln bei Jugendschutz oder Werbung vor.

Im Kampf gegen Online-Terrorpropaganda verzichtete die EU-Kommission bisweilen auf verpflichtende Maßnahmen, der Verhaltenskodex lieferte laut einer Studie aus dem Jänner 2018 trotz allem konkrete Ergebnisse.

Rund 70 Prozent aller in den EU-Staaten beanstandeten Inhalte wurden nach Angaben der EU-Kommission auf Grundlage der Selbstverpflichtung aus dem Netz genommen. Dabei wurden sogar 80 Prozent der Fälle innerhalb von 24 Stunden gelöscht.

Lesen Sie auch >   Digitale Gesundheit und Wohlbefinden: Balance finden

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)