Tesla mit Hakenkreuz: Altes Foto sorgt für Aufregung

Ein altes Foto eines Tesla mit einem aufgesprühten Hakenkreuz geht viral und suggeriert eine Verbindung zu aktuellen Ereignissen.

Die Behauptung

Ein Bild, das einen Tesla mit einem Hakenkreuz und Wiener Kennzeichen zeigt, lässt viele Nutzer annehmen, dass es aktuell sei und eine Reaktion auf Musks umstrittenes Verhalten zeige.

Faktencheck: Irreführend

Das Foto ist nicht aktuell. Es zeigt einen Vorfall aus Wien im November 2023, bei dem ein Tesla einer Carsharing-Firma beschmiert wurde. Die Annahme, das Bild sei aktuell und der Vandalismus-Akt stünde in einer Verbindung mit aktuellen Geschehnissen rund um Elon Musk, ist falsch.

Kurze Faktenübersicht:

  • Beschmierter Tesla in Wien (2023): Ein Fahrzeug einer Carsharing-Firma wurde zusammen mit 18 weiteren Autos mit teils verbotenen Symbolen beschmiert.
  • Kein Zusammenhang mit aktuellen Geschehnissen: Das Foto wird aktuell aus dem Kontext gerissen und fälschlicherweise mit Musks Verhalten in Verbindung gebracht.
  • Ermittlungen in Wien: Der Vorfall wurde 2023 von Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung untersucht.
→Wie werden echte Bilder gezielt falsch eingeordnet? Antworten finden Sie im Leitfaden Bild- und Kontext-Fakes.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Seit Tagen sorgt ein Foto in sozialen Medien für Diskussionen: Ein weißer Tesla mit einem Wiener Kennzeichen wurde mit einem Hakenkreuz in roter Farbe beschmiert.

Screenshots Facebook
Screenshots Facebook (hier, hier und hier)

Das Bild wird von Usern häufig im Kontext von Elon Musks Verhalten bei Trumps Angelobung sowie Boykottaufrufen gegen Tesla geteilt.

Das Tesla-Foto und die falschen Verbindungen

Doch das Bild ist alles andere als aktuell und hat keinerlei Bezug zu Musk. Tatsächlich stammt es aus dem Jahr 2023 und zeigt einen Vorfall in Wien, bei dem ein Tesla einer Carsharing-Firma beschmiert wurde. Neben dem Hakenkreuz fanden sich auf anderen Fahrzeugen auch das Wort „Satan“ sowie durchgestrichene Kennzeichen und lange Linien.

Ermittlungen in Wien: Kein Bezug zu Tesla oder Musk

Die Wiener Polizei bestätigte im November 2023 gegenüber „Heute“, dass insgesamt 19 Fahrzeuge in einer vandalistischen Aktion beschädigt wurden. Die Ermittlungen, an denen auch der Verfassungsschutz beteiligt war, hatten nichts mit politischen oder ideologischen Aussagen von Elon Musk zu tun. Es handelte sich um Akte unbekannter Täter, die wahllos Autos beschmierten. Auch das beschriebene Hakenkreuz war nur eines von mehreren Symbolen, die auf verschiedenen Fahrzeugen zu finden waren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Warum geht das Bild jetzt viral?

Die jüngste Welle der Empörung rund um Elon Musk scheint der Grund dafür zu sein, dass das alte Foto aus dem Kontext gerissen und erneut geteilt wird. Musks öffentliche Auftritte und Äußerungen polarisieren immer wieder, und Boykottaufrufe gegen Tesla sind längst keine Seltenheit mehr. Das Foto wird nun genutzt, um diese Kritik zu untermauern – allerdings ohne jede faktische Grundlage.

Fazit

Das Bild eines mit einem Hakenkreuz beschmierten Teslas hat keinen aktuellen Bezug. Es handelt sich um einen Vorfall aus dem Jahr 2023 in Wien, der Teil einer vandalistischen Aktion gegen mehrere Autos war. Der Täter stellte sich der Polizei. Die erneute Verbreitung des Bildes ist irreführend.

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Erkunden Sie auch unser umfangreiches Medienbildungsangebot.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.