→Welche Mythen kursieren rund um Gesundheitsthemen? Antworten finden Sie im Leitfaden Gesundheits-Desinformation.
Tiffany Dover, eine amerikanische Krankenschwester aus Tennessee, erhält 2020 den COVID-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech und wird während eines Interviews ohnmächtig. Sie war damals eine der ersten Personen in den USA, die den Impfstoff erhielt. Sie wollte in einem Interview andere dazu ermutigen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
Während des Interviews und vor laufenden Kameras bricht sie plötzlich zusammen. Mehrere Ärzte, die ebenfalls vor Ort waren, eilten sofort zu Hilfe. Impfskeptiker nutzen das Video, um es immer wieder zu teilen und ihre Zweifel zu bekräftigen. Einige behaupteten sogar, dass Dover an den Folgen der Impfung und Ohnmacht gestorben sei.
Über diesen Fall haben wir 2020 HIER mehr als ausführlich berichtet und den damaligen Artikel immer wieder upgedatet, und auch wir von Mimikama waren damals wüsten Beschimpfungen und Drohungen ausgesetzt!
Nun bricht Tiffany Dover ihr mehr als dreijähriges Schweigen und wendet sich an die Skeptiker
„Ich lebe, es geht mir gut. Das ist meine einfache Botschaft. Ich hoffe, sie glauben mir“
und
„Ich bin an diesem Tag nicht gestorben“, sagte Dover in ihrem ersten Interview seit 2020 gegenüber NBC News „Aber das Leben, das ich kannte, tat es.“
Dies erklärte Tiffany Dover, in einem Interview mit NBC News, das am Montag, 10. April 2023 ausgestrahlt wurde.
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Dover, die auch im Mittelpunkt des NBC News-Podcasts „Truthers: Tiffany Dover is Dead*“ steht, löste Verschwörungstheorien gegen Impfungen aus, als sie im Dezember 2020 bei einem Medienauftritt nach einer COVID-19-Impfung ohnmächtig wurde. Schon damals erwähnte sie, dass sie auch bei anderen Impfungen immer wieder Ohnmachtsanfälle erleide.
Obwohl sich Dover von ihrem Ohnmachtsanfall erholte und den Medien im CHI Memorial Hospital in Chattanooga Rede und Antwort stand, verbreiteten Verschwörungstheoretiker im Internet die Behauptung, Dover sei an dem Impfstoff gestorben. Selbsternannte „Tiffany Truthers“ suchten Dover sogar in ihrem Haus in Higdon auf, und Familienmitglieder erhielten wegen des Vorfalls sogar Morddrohungen.
„Die Menschen dachten, ich sei tot oder eine bezahlte Schauspielerin von Big Pharma“, sagte Dover gegenüber NBC News.
Verschwörungstheorien kursierten im Netz
Dover versuchte, die Skeptiker zu überzeugen, doch das CHI Memorial hinderte sie daran.
„Mir wurde gesagt, dass ein ‚irreparabler Schaden‘ entstünde, wenn ich mich äußere und einen weiteren Vorfall erlebe“, sagte sie in Bezug auf das damalige Krankenhaus.
Anstatt dessen veröffentlichte das CHI Memorial ein Video mit Dover, doch die Verschwörungstheorien hielten weiterhin an.
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Dover äußerte bereits 2020 die Vermutung, dass ihr Schweigen die Verschwörungstheorien weiter befeuert habe.
„Es ist schwer zu ertragen, dass man dazu verwendet wird, jemanden von einer Covid-Impfung abzuhalten, und das war für mich schwierig“, gestand sie.
Dover gab ihrem Schweigen die Schuld, die Situation verschlimmert zu haben.
„Ich wünschte, wir hätten [meine Ohnmacht] als Anlass genommen, um über Ohnmachtsanfälle nach Injektionen oder Impfungen zu sprechen. Aber das ist kein Grund, sie nicht zu erhalten“, betonte sie.
Gegenüber NBC News wies das CHI Memorial den Vorwurf zurück, Dover damals zum Schweigen gebracht zu haben. Dover hat das CHI Memorial im vergangenen Jahr verlassen und konzentriert sich nun darauf, ihr Leben wieder aufzubauen.
Dover erwähnte auch, dass sie nicht kontrollieren könne, was Verschwörungstheoretiker über sie denken.
„Zu jener Zeit tat ich, was notwendig war. Ich machte öffentlich, dass ich am Leben bin“, erklärte sie. „Es liegt an ihnen, ob sie mir glauben oder nicht. Alles, was ich tun kann, ist, die Wahrheit zu verbreiten.“
Dover hofft, dass ihre Offenheit dazu beitragen wird, die Verschwörungstheorien zu entkräften und das Vertrauen in Impfstoffe wiederherzustellen. Sie betont die Bedeutung der Impfungen für die Eindämmung der Pandemie und die Sicherheit der Allgemeinheit.
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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