Die Behauptung
Donald Trump erzählte während einer Rede auf seiner Rally in Las Vegas eine skurrile Geschichte über sinkende Elektroboote, Haie und die Gefahr von Stromschlägen. Seine Aussage hinterließ bei vielen Zuhörern, wie auch bei uns, nur Verwirrung.
Falsch
Verwirrend und ohne nachvollziehbare Fakten. Trumps Erzählung über Elektroboote, die unter Wasser durch ihre Batterien gefährliche Stromschläge verursachen könnten, entbehrt jeder Grundlage. Diese absurde Geschichte soll anscheinend Zweifel an der Elektromobilität wecken, aber wissenschaftlich betrachtet ergibt sie wenig Sinn.
- Fragwürdige Elektroboot-Geschichte: Trump behauptet, Elektroboote würden unter ihrem Gewicht sinken und ihre Batterien könnten unter Wasser eine Stromschlaggefahr darstellen.
- Seine Frage zu Haien: Er stellt die absurde Frage, ob man sich lieber durch einen Stromschlag töten lassen oder von einem Hai gefressen werden sollte.
- Wissenschaftlich unhaltbar: Elektroboote sind sicher, und die Gefahr eines Stromschlags im Wasser ist minimal, was Trumps Geschichte komplett entkräftet.
Bewertung: Falsch. Die Annahmen des Ex-Präsidenten sind skurril, stützen sich aber auf keine Fakten.
Wir erinnern uns: Donald Trump behauptet, Migranten aus Haiti würden in Ohio Hunde und Katzen essen – weil, klar, was sonst? Während Bello und Miezi angeblich auf den Grill kommen, bringt er gleich die nächste Show: sinkende Elektroboote, Haie und tödliche Batterien. Man muss sich ernsthaft fragen, ob Trump bald einen neuen Superheldenfilm plant – „Die Haustierfresser gegen die Elektro-Hai-Batterien“!
Trump und die sinkenden Boote
Bei seiner Rede im Juni 2024 in Las Vegas überraschte Donald Trump das Publikum mit einer „Geschichte“, die ihn nicht unbedingt als Experten für Meeresbiologie oder Elektromobilität ausweist. Er begann mit einer typischen Trump-Einleitung: „Eines Tages werden wir den Zwang zur Elektromobilität beenden“. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, in welch seltsame Richtung das gehen würde.
Trump erzählte von einem Gespräch mit einem Bootsbauer aus South Carolina. Dieser habe ihn natürlich wie immer mit „Sir“ angesprochen – ein Standard in Trumps Anekdoten. Es ging um die angeblichen Probleme von Elektrobooten: Sie seien zu schwer, zu langsam und hätten eine viel zu geringe Reichweite. Man müsse, so Trump, stundenlang hinausfahren, um dann zehn Minuten im Wasser zu sein, bevor die Batterie leer würde. Absurderweise behauptete er sogar, Elektroboote könnten einfach nicht schwimmen.
Das ist natürlich nachweislich falsch. Es gibt unzählige funktionierende Elektroboote, die problemlos auf den Weltmeeren schwimmen. Man fragt sich also, woher Trump seine „Fakten“ hat.
Trumps bizarre Frage über Haie
Doch es kam noch absurder: Trump stellte eine Frage, über die der Bootsbauer staunte und bestätigte, dass noch nie jemand zuvor diese Frage gestellt hätte, was wohl mit dem MIT bzw. seiner Beziehung zum MIT zu tun haben würde. Er wollte wissen, was passiert, wenn ein Elektroboot aufgrund seines Gewichts sinkt und man mit einer leistungsstarken Batterie unter Wasser ist – während in der Nähe ein Hai schwimmt. Er fragte den Bootshersteller, ob man dann lieber durch einen Stromschlag getötet oder vom Hai gefressen werden wolle.
Da der Bootsbauer hierauf keine Antwort parat hatte, war Trumps Lösung für dieses vermeintliche Dilemma, dass er lieber durch einen Stromschlag sterben würde, als dem Hai als Futter zu dienen.
„I think there’s a lot of electric current coming through that water. But you know what I’d do if there was a shark or you get electrocuted? I’ll take electrocution every single time.“
Auszug aus Trumps Rede / übersetzt mit DeepL
„Ich denke, dass eine Menge elektrischer Strom durch das Wasser fließt, aber weißt du, was ich tun würde, wenn es einen Hai gibt oder du einen Stromschlag bekommst? Ich würde jedes Mal den Stromschlag nehmen.“
Eine Lösung, die aus wissenschaftlicher Sicht gar nicht nötig wäre, denn ein Stromschlag würde in diesem Szenario wohl ausbleiben. Elektroboote sind so konstruiert, dass solche Risiken minimiert werden, und Strom breitet sich im Wasser nicht überall gleich aus. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Batterie eines sinkenden Bootes jemanden grillt.
Bitte gebt ihm funktionierende Teleprompter!
Trump beschwerte sich an diesem Tag über die sengende Hitze und immer wieder auch über die nicht funktionierenden Teleprompter.
Ob diese Tatsache, dass er hier rede-technisch nicht optimal unterstützt wurde, das Hai-Boot-Kauderwelsch erklärt und rechtfertigt, können und wollen wir nicht mit Sicherheit sagen.
Trump jedoch ist überzeugt davon, dass die Reden durch derartige Ausfälle oft nur besser würden: „Ich bezahle keine Auftragnehmer, die einen beschissenen Job machen, und das ist ein beschissener Job. Man kann kein Wort lesen. Aber wissen Sie was, normalerweise endet es damit, dass die Rede besser ist.“ – Wir lassen das mal so im Raum stehen.
Und die Moral von der Geschicht?
Was genau wollte Trump mit dieser Geschichte erreichen? In Las Vegas, einer Stadt mitten in der Wüste, macht die Geschichte von sinkenden Booten und Haien wenig Sinn. Noch weniger, wenn man bedenkt, dass es hier um eine ernsthafte Präsidentschaftskandidatur geht.
Fazit
Trumps absurde Elektroboot-Geschichte ist ein weiteres Beispiel für seine Neigung, unwissenschaftliche Behauptungen aufzustellen und bizarre Szenarien zu entwerfen. Die Geschichte von Haien und Stromschlägen mag zum Lachen anregen, bietet aber wenig Substanz für ernsthafte politische Entscheidungen.
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